Werkzeugmaschinen- und Zuliefermesse Messeduo Intec und Z startet in Leipzig

Redakteur: Katharina Juschkat

Die Werkzeugmaschinenmesse Intec und die Zulieferermesse Z finden parallel vom 7. bis 10. März in Leipzig statt. Die Veranstalter erwarten über 1380 Aussteller. Neben der Messe finden Sonderschauen, Treffen von internationalen Wirtschaftsdelegationen und Veranstaltungen zur Nachwuchsförderung statt.

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Die Intec und Z präsentieren sich laut Veranstalter dieses Jahr international. Neben den Ausstellern aus aller Welt erwarten sie zahlreiche Wirtschaftsdelegationen, etwa aus Russland, Polen oder der Türkei.
Die Intec und Z präsentieren sich laut Veranstalter dieses Jahr international. Neben den Ausstellern aus aller Welt erwarten sie zahlreiche Wirtschaftsdelegationen, etwa aus Russland, Polen oder der Türkei.
(Bild: Tom Schulze)

Vom 7. März bis 10. März 2017 findet auf der Leipziger Messe das Messedoppel Intec und Z statt. Die Veranstalter erwarten 1382 Aussteller aus 30 Ländern. Die Intec, Fachmesse für Werkzeugmaschinen, Fertigungs- und Automatisierungstechnik, und die Z, Zuliefermesse für Teile, Komponenten, Module und Technologien, zeigen auf 70.000 m2 Neuheiten und Dienstleistungen aus den Branchen.

„Erster wichtiger Branchentreff des Jahres“

Mittelpunkt der Messen bleibt die mitteldeutsche Industrie – passend dazu findet auch eine Podiumsdiskussion mit dem sächsichen Wirtschaftsminister Martin Dulig zum Thema „Wandel der Wertschöpfung in Sachsens Industrie der Zukunft“ statt.
Mittelpunkt der Messen bleibt die mitteldeutsche Industrie – passend dazu findet auch eine Podiumsdiskussion mit dem sächsichen Wirtschaftsminister Martin Dulig zum Thema „Wandel der Wertschöpfung in Sachsens Industrie der Zukunft“ statt.
(Bild: Uwe Frauendorf)

Die Intec ist die größere der beiden Messen – insgesamt 1020 Unternehmen zeigen hier ihr Leistungsspektrum. Dabei verspricht der Veranstalter, dass nicht nur globale Unternehmen, sondern auch kleine und mittelständische Firmen auf der Messe angesprochen werden sollen. Die Besucher erwartet spanende, abtragende und umformende Werkzeugmaschinen, Maschinen für die Oberflächenbearbeitung, Lasersysteme sowie Werkzeuge und Spannmittel – dazu zählen vor allem Präzisionswerkzeuge und Werkzeugsysteme.

Auf der parallel stattfindenden Z stellen 362 Unternehmen als Zulieferer für die Fahrzeugindustrie, den Maschinen-, Werkzeug- und Anlagenbau sowie weitere Industriebereiche aus. Die Z-Aussteller sind hauptsächlich Zulieferer der unteren und mittleren Produktionsstufen sowie Dienstleister für die Industrie. Damit will die Messe auch kleinen und mittleren Unternehmen eine Präsentationsplattform für ihr Geschäft bieten.

„Die Messen laden zum ersten wichtigen Branchentreff des Jahres für die metallbearbeitende Industrie und die Zulieferbranche ein“, sagt der Geschäftsführer der Leipziger Messe, Markus Geisenberger. „Damit knüpfen wir an den Erfolg der letzten Ausgabe an.“

Mitteldeutsche Industrie als Fundament der internationalen Messe

„Neben einem deutschland- und europaweiten Einzugsgebiet ist die Industrie Mitteldeutschlands das Fundament des Messeduos“, sagt Projektdirektorin Kersten Bunke. Aus Sachsen haben sich 341 Aussteller angekündigt. „Auf keiner anderen deutschen Branchenmesse präsentieren sich der sächsische Maschinenbau und die sächsische Zulieferindustrie in einer vergleichbaren Bandbreite“, erklärt Bunke. Die meisten Aussteller der Intec kommen – neben Sachsen – aus Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern.

Der Anteil internationaler Aussteller bei der Intec beträgt 11 %. Italien, die Niederlande, Österreich, die Schweiz und Tschechien bilden die Spitzengruppe der 22 Länder. Auch die Z will sich international zeigen. Italien, Polen, die Schweiz und Tschechien führen die Riege der Länder mit den meisten ausländischen Ausstellern an. Insgesamt reist laut Veranstalterangaben ein Viertel der Z-Aussteller aus dem Ausland an.

Sonderschauen über Leichtbau und 3D-Druck

An allen Messetagen zeigt die Sonderschau „Intelligenter Leichtbau“ aktuelle Entwicklungen und Perspektiven der branchenübergreifenden Technologie. Die additive Fertigung ist eine weitere Schlüsseltechnologie, die auf den Leipziger Messen dieses Jahr breiten Raum erhalten soll. Das Technologieforum, das durch das Dresdner Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM zusammen mit der Leipziger Messe konzipiert und organisiert wird, informiert an allen Messetagen über Technologien und Potenziale neuer Verfahren. Ein Fachsymposium gibt am 8. und 9. März anwendungsorientierte Einblicke zum Stand der Technik sowie zu Einsatzfeldern und Perspektiven der additiven Fertigung.

Wirtschaftsdelegationen aus Russland, Polen und Türkei erwartet

Die Intec und Z präsentieren sich laut Veranstalter dieses Jahr international. Neben den Ausstellern aus aller Welt erwarten sie zahlreiche Wirtschaftsdelegationen, etwa aus Russland, Polen oder der Türkei.
Die Intec und Z präsentieren sich laut Veranstalter dieses Jahr international. Neben den Ausstellern aus aller Welt erwarten sie zahlreiche Wirtschaftsdelegationen, etwa aus Russland, Polen oder der Türkei.
(Bild: Tom Schulze)

Weiterhin meldet die Messe Leipzig, dass Wirtschaftsdelegationen aus Russland, Weißrussland, Lettland, Polen, Tschechien und der Türkei erwartet werden. Um die internationale Zusammenarbeit zu fördern, stehen während des Messedoppels Kooperationsforen und Ländertreffen auf der Tagesordnung.

Die Wirtschaftsförderung Sachsen richtet zusammen mit der Leipziger Messe am 7. März das „Internationale Kooperationsforum Russland/GUS“ aus. Dort können die deutschen Teilnehmer unter anderem einen aktuellen Überblick zu den Entwicklungsperspektiven im russischen Werkzeugmaschinenbau erhalten oder zu den Kooperationsmöglichkeiten mit der Automobilzulieferindustrie Russlands.

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Am 8. März findet das „2. Türkisch-Sächsische Kooperationsforum“ unter Federführung des Innovationsverbunds Maschinenbau Sachsen Vemas innovativ statt. Neu ist 2017 auch das „Dreiländertreffen Sachsen-Tschechien-Polen“, das am 9. März organisiert wird. Wichtige Themen sind beispielsweise Produktionstechnologien und Kooperationsmöglichkeiten in den Bereichen Leichtbau und Digitalisierung.

Veranstaltungen zur Digitalisierung und Studententag

Mittelpunkt der Messen bleibt die mitteldeutsche Industrie – passend dazu findet auch eine Podiumsdiskussion mit dem sächsichen Wirtschaftsminister Martin Dulig zum Thema „Wandel der Wertschöpfung in Sachsens Industrie der Zukunft“ statt.
Mittelpunkt der Messen bleibt die mitteldeutsche Industrie – passend dazu findet auch eine Podiumsdiskussion mit dem sächsichen Wirtschaftsminister Martin Dulig zum Thema „Wandel der Wertschöpfung in Sachsens Industrie der Zukunft“ statt.
(Bild: Uwe Frauendorf)

Der Verbund Produktion der Fraunhofer-Gesellschaft veranstaltet zeitgleich zu den Messen am 8. März in Leipzig den „5. Kongress Ressourceneffiziente Produktion“. Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutieren dieses Jahr unter dem Titel „Mehrwert digitale Fabrik“ darüber, wie die Digitalisierung helfen kann, Ressourcen einzusparen und die Produktivität der Industrie zu steigern.

Am 9. März lädt der Industriearbeitskreis Automation des Innovationsverbunds Maschinenbau Sachsen Vemas innovativ zum „3. Sächsischen Tag der Automation“ ein. Die Veranstaltung „Digitalisierung in der Produktion“ zeigt Konzepte und Best-Practice-Lösungen der Automatisierungstechnik. Dabei sollen Impulse zur Bewältigung des digitalen Transformationsprozesses für eine nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit gegeben werden.

Ein weiterer Fachprogramm-Baustein ist dieses Jahr die „Strategiewerkstatt: Industrie der Zukunft“, die die Herausforderungen für die Industrie Sachsens mit Blick auf das Jahr 2030 beleuchten will. Nach gut einjähriger Tätigkeit werden am 7. März erste Ergebnisse vorgestellt. Eine Podiumsdiskussion mit dem sächsischen Wirtschaftsminister Martin Dulig steht unter dem Motto „Wandel der Wertschöpfung in Sachsens Industrie der Zukunft – Herausforderungen und Chancen“.

Am 10. März lädt der sechste Studententag Studierende mit ingenieurtechnischem Hintergrund ein. Bei einer Jobbörse, an der sich 18 Unternehmen beteiligen, haben Studenten die Chance, potenzielle Arbeitgeber kennenzulernen.

Auf der Messegala am 7. März in der Kongresshalle am Zoo Leipzig werden außerdem die Gewinner des Intec-Preises 2017 und die drei besten Beiträge der diesjährigen Z-Innovationsschau ausgezeichnet, die stellvertretend für die Innovationskraft der Aussteller der beiden Fachmessen stehen sollen. (kj)

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