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Robotik Mensch und Roboter arbeiten Hand in Hand

| Redakteur: Jan Vollmuth

Auf der internationalen Fachmesse Motek 2016 in Stuttgart zeigt Bosch anhand der Apas Family, wie sich Mensch-Roboter-Kollaboration sicher gestalten lässt. Die Apas Family ist eine von Bosch entwickelte Produktfamilie mobiler Automatisierungsgeräte für den Einsatz in der flexiblen und vernetzten Fertigung der Zukunft.

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Der Roboterarm des Apas Assistant kann auch als Einzelkomponente in einen standardisierten Handarbeitsplatz integriert werden. Die von Bosch entwickelte Sensorhaut ermöglicht dabei eine berührungslose Interaktion zwischen Mensch und Maschine.
Der Roboterarm des Apas Assistant kann auch als Einzelkomponente in einen standardisierten Handarbeitsplatz integriert werden. Die von Bosch entwickelte Sensorhaut ermöglicht dabei eine berührungslose Interaktion zwischen Mensch und Maschine.
(Bild: Bosch)

„Produkte werden immer individueller, ihre Lebenszyklen kürzer, Losgrößen kleiner“, sagt Wolfgang Pomrehn, Produktmanager der Apas Family. „Um auf sich ständig ändernde Marktanforderungen schnell reagieren zu können, braucht es neue Modelle der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine. Dabei steht der Mensch im Mittelpunkt: Der Apas Assistant beispielsweise arbeitet direkt und ohne Schutzzaun mit den Mitarbeitern zusammen und entlastet sie in ihrer täglichen Arbeit.“

Kollisionsfreie Zusammenarbeit am gemeinsamen Arbeitsplatz

Wenn ein Mitarbeiter dem Apas Assistant zu nahe kommt, stoppt dieser sofort – noch bevor sich Mensch und Roboter berühren – und nimmt seine Arbeit erst wieder auf, wenn der Mensch den Nahbereich verlassen hat. Die berührungslose Interaktion des mobilen Produktionsassistenten wird durch eine speziell von Bosch entwickelte Sensorhaut ermöglicht, die den Roboterarm komplett umschließt. Mit einer Zusatzfunktion lässt sich auch der erweiterte Fernbereich per Laserscanner überwachen. Solange kein Mitarbeiter in der Nähe ist, arbeitet der Apas Assistant mit maximaler Geschwindigkeit. Sobald der Nahbereich betreten wird, wechselt er automatisch auf ein geringeres Tempo. Dieses gestufte Sicherheitskonzept erlaubt es dem Apas Assistant, seine Arbeitsgeschwindigkeit an die An- beziehungsweise Abwesenheit von Menschen anzupassen.

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Der Roboterarm des Apas Assistant kann auch als Einzelkomponente in einen standardisierten Handarbeitsplatz integriert werden. Dieser stellt dem Mitarbeiter ein auf ihn individuell ausgerichtetes, ergonomisches Arbeitsumfeld bereit. Tischhöhe und Beleuchtung passen sich automatisch an den Benutzer an. Zur weiteren Entlastung trägt die intuitive, dialoggesteuerte Bedienoberfläche bei, deren Informationen auf die Arbeitsfläche projiziert werden. So behält der Anwender alle nötigen Details stets im Blick.

Keine besonderen Programmierkenntnisse erforderlich

Der Apas Assistant lässt sich auch ohne besondere Programmierkenntnisse für neue Aufgaben einlernen, mit anderen Assistenzsystemen vernetzen und in bestehende Produktionslinien integrieren. Im Hintergrund sorgen die von Bosch seit 15 Jahren kontinuierlich weiterentwickelten IT Shopfloor Solutions – eine Kombination aus skalierbaren Hard- und Softwaremodulen – für Sicherheit, Kommunikation, Effizienz und Transparenz entlang der gesamten Fertigungskette. Die Bosch-eigene Lösung vernetzt produkt- und herstellerunabhängig Maschinen, darunter den Apas Assistant.

Wie der mobile Produktionsassistent auch außerhalb seiner industriellen Tätigkeiten eingesetzt werden kann, zeigt das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt Aquias. Gemeinsam mit zwei Fraunhofer-Instituten untersucht Bosch in dem Pilotprojekt unter anderem die Zusammenarbeit des Apas Assistant mit körperlich oder geistig schwerbehinderten Menschen. „Wir wollen herausfinden, wie der Produktionsassistent diese Menschen bestmöglich unterstützen kann“, so Pomrehn. „Der Roboter soll lernen, sich auf ihre Anforderungen einzustellen und sie so zu ergänzen, dass sie als vollwertige Arbeitskraft an attraktiver Arbeit teilhaben können.“ (jv)

Motek 2016: Halle 7, Stand 7225

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