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Windturbine Mehr Planungssicherheit bei der Instandhaltung von Windenergieanlagen

| Autor / Redakteur: Glenn Dorsey * / Stefanie Michel

Auch wenn Windkraftanlagen eine Lebensdauer von etwa 20 Jahren haben, erstreckt sich die Gewährleistung der Hersteller von Turbinen nur auf maximal fünf Jahre. Sind Reparaturen nötig, dann verringert das den Gewinn des Betreibers. Deshalb sind Bauteile erforderlich, die von vorn herein kaum Wartung erfordern: wie die Faserbürsten-Schleifringe von Moog, die bisher nur in den wenigsten Windkraftanlagen eingesetzt werden.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Turbinen für Windenergieanlagen haben eine typische Lebensdauer von 20 Jahren. Meist jedoch erstreckt sich die Gewährleistung der Hersteller nur auf die ersten zwei bis fünf Jahre. Während die Systeme altern, sind nicht alle Betreiber unbedingt darauf vorbereitet, die notwendige Instandhaltung ihrer Windturbinen sicherzustellen.

Selbst wenn eine Anlage über die erforderlichen Techniker zur Durchführung regelmäßiger Instandhaltungsarbeiten verfügt, können ungeplante Wartungsfälle den Reingewinn des Betreibers deutlich schmälern. Dabei lassen sich die Risiken ungeplanter Reparaturen durchaus in Grenzen halten. Ein Weg: Bauteile auswählen, die den Wartungsaufwand reduzieren und sogar ankündigen, wann sie gegebenenfalls ausfallen werden.

Faserbürsten-Schleifringe mit langer Betriebsdauer

Schleifringe mit Faserbürstentechnik sind ein solches Produkt. Wenngleich sie nur einen relativ kleinen Teil der Gesamtkosten und Konstruktion einer Windturbine ausmachen, sind sie für deren Betrieb entscheidend. Im Innern der Gondel von Windturbinen dienen sie normalerweise dazu, elektrische Signale und Strom für den Antrieb und die Verstellung der Rotorblätter bereitzustellen. Strom und Signale werden dabei über eine drehende Verbindung übertragen.

Faserbürsten-Schleifringe bieten den Betreibern von Windturbinen eine wartungsfreie Betriebsdauer von mindestens 100 Millionen Umdrehungen. Das heißt, ein Techniker muss den Schleifring im Lauf der 20 Einsatzjahre einer Windturbine etwa ein Mal abschalten. Doch nicht alle Schleifringe sind gleich. Daher ist es wichtig, die Konstruktion und Bauweise einer Schleifringeinheit zu verstehen, um ihren Wartungsbedarf zu beurteilen.

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Nur wenige Schleifringe mit Faserbürstentechnologie ausgestattet

Nur rund 10 % der Schleifringe in Windenergieanlagen verfügen über die Faserbürstentechnolgie. die kaum oder keine Wartung erfordern. Die Mehrheit der Schleifringe werden aus Verbundmetallbürsten hergestellt oder sie arbeiten mit Einzeldrahtbürsten aus Edelmetall. Ob Verbund- oder Einzeldraht-Edelmetall – der Wartungsaufwand ist in beiden Fällen weit höher als der für Schleifringe mit Faserbürsten.

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