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Leichtbau Mehr Funktion bei reduziertem Gewicht

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Mit dem Mu-Cell-Verfahren stellt Pöppelmann K-Tech Leichtbauteile aus geschäumten Thermoplasten vorrangig für die Automobilindustrie her.

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Pöppelmann K-TECH unterstützt seine Kunden von der Mu-Cell-gerechten Zeichnung, über die Zellgrößenanalyse oder mechanische Bauteilteilprüfungen bis hin zur Freigabe des Serienprozesses.
Pöppelmann K-TECH unterstützt seine Kunden von der Mu-Cell-gerechten Zeichnung, über die Zellgrößenanalyse oder mechanische Bauteilteilprüfungen bis hin zur Freigabe des Serienprozesses.
(Bild: Pöppelmann)

Eine neue Leichtbautechnik, die bei Pöppelmann K-Tech mit großem Erfolg zum Einsatz kommt, ist das Mu-Cell-Verfahren. Bei dem physikalischen Prozess zum Schäumen von Thermoplasten wird ein Gas wie zum Beispiel Stickstoff oder Kohlenstoffdioxid in eine heiße Kunststoffschmelze eingebracht. Diese Gas/Kunststofflösung wird dann in das Werkzeug eingespritzt und bildet mikrozellulare Strukturen mit einer Zellgröße zwischen 5 µm und 500 µm. In Mu-Cell hergestellte Formteile haben weniger Verzug, kaum Einfallstellen, geringere Eigenspannungen und eine höhere Dimensionsstabilität. Gleichzeitig lässt sich die Bauteildichte um bis zu 15 % reduzieren. Durch die maschinelle Steuerung ist der Fertigungsprozess jederzeit reproduzierbar und prozesssicher.

Auch aus wirtschaftlicher Sicht lohnt sich das Mu-Cell-Verfahren: Denn je nach Bauteildimension kann auf Maschinen mit geringeren Schließkräften als im Kompaktspritzguss gefertigt werden. Zudem lassen sich durch die Dichtereduzierung Materialkosten einsparen. Auch bei der Werkzeugabstimmung fällt weniger Aufwand an – so erreichen viele Mu-Cell-Bauteile schneller den Serienstatus.

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„Bezüglich des Mu-Cell-Verfahrens haben wir in den letzten Jahren umfassende Erfahrungen gesammelt“, erklärt Andreas Kellermann, Verkaufsleiter bei Pöppelmann K-Tech. Gerade bei der Auswahl des richtigen Materials muss einiges beachtet werden: Denn zwischen den unterschiedlichen Polymergruppen und Herstellern gibt es große Schwankungen. Aus diesem Grund hat man bei Pöppelmann bereits vor Jahren damit begonnen, Materialanalysen durchzuführen. Das zahlt sich heute aus: So hat das Unternehmen bereits über 1800 t Material auf den Mu-Cell-Maschinen in Serie verarbeitet.

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