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Linearaktuator Mehr Effizienz für mechanische Dieselmotoren

| Autor / Redakteur: Håkan Persson / Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Elektrische Drosselklappen-Aktuatoren regeln die Motordrehzahl von mechanischen Dieselmotoren automatisch und bedarfsgerecht. Die so leicht und kostengünstig nachrüstbaren Dieselmotoren können dann bei Effizienz, Funktionalität, Emissionseinstufung und Sicherheit mit modernen, elektronischen Dieselmotoren mithalten.

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In mobilen Arbeitsmaschinen können elektrische Aktuatoren direkt am Drosselklappenhebel montiert werden und benötigen lediglich ein Kabel oder einen Kommunikationsbus zur Führerkabine.
In mobilen Arbeitsmaschinen können elektrische Aktuatoren direkt am Drosselklappenhebel montiert werden und benötigen lediglich ein Kabel oder einen Kommunikationsbus zur Führerkabine.
(Bild: Thomson)

Moderne elektronische Dieselmotoren benötigen ultra-schwefelarmen Kraftstoff und verfügen über aufwändige Kraftstoff-Managementsysteme, wozu auch eine integrierte Drosselklappen-Ansteuerung gehört. Maschinen mit solchen Motoren bieten einen höheren Wirkungsgrad, eine erweitere Funktionalität, mehr Sicherheit für die Bediener und deutlich niedrigere CO2-Emissionen. Zudem halten sie die Abgasnorm Tier 4F bzw. EU Stufe IV ein. Diese Vorteile sind jedoch mit höheren Kosten verbunden, sodass diese Motoren in bestimmten Einsatzbereichen oder geografischen Regionen nicht wettbewerbsfähig sind. Herkömmliche, mechanisch angesteuerte Dieselmotoren sind deutlich kostengünstiger in der Anschaffung. Insbesondere dort, wo die Abgasvorschriften weniger streng sind oder ultra-schwefelarmer Kraftstoff nicht ohne Weiteres verfügbar ist werden sie daher weiterhin Anwendung finden. Mit einem elektrischen Drosselklappen-Aktuator versehen, bieten sie ähnliche Eigenschaften wie ihre modernen, elektronischen Pendants.

Elektrische Drosselklappen-Ansteuerung von Vorteil

Üblicherweise wird die Drehzahl eines Antriebs- oder Hilfsmotors in mobilen Arbeitsmaschinen über einen mechanischen Gaszug angesteuert, der in die Kabine geführt wird. Große Biegeradien stellen Konstrukteure bei der Führung solcher so genannten Bowdenzüge immer wieder vor Probleme. Besonders Hilfsmotoren liegen häufig weit entfernt von der Kabine, was dort die Anordnung der Bedienelemente erschwert. Zudem benötigen mechanisch angesteuerte Motoren eine regelmäßige Schmierung. Wird diese versäumt, können Probleme mit der Motorleistung auftreten.

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Ein weiterer Nachteil der mechanischen Lösung: Einige Arbeitsgeräte erfordern je nach Einsatzzweck unterschiedliche Motordrehzahlen. Bei einer manuellen Ansteuerung kann ein Bedienfehler die Effizienz des Gerätes beeinträchtigen oder sogar zu dessen Beschädigung führen. Häufig bleiben Motoren in der Arbeitsdrehzahl, obwohl das Arbeitsgerät gar nicht im Einsatz ist, was in einem erhöhten Kraftstoffverbrauch, Geräuschpegel und Abgasausstoß resultiert.

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