Werkstoffdaten Materialinformationen unternehmensweit sammeln und kontrollieren

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Granta Design hat mit Granta MI:Workflow eine wichtige Erweiterung des Granta MI Materialinformation-Managementsystems angekündigt. Diese ermöglicht Fertigungsunternehmen die vollständige Kontrolle beim Sammeln und Anwenden ihres Werkstoffwissens und soll grundlegende Hürden bei der unternehmensweiten Digitalisierung dieser Informationen überwinden.

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Eine neue technologie von Granta soll grundlegende Hürden bei der Digitalisierung werkstoffbezogener Prozesse überwinden.
Eine neue technologie von Granta soll grundlegende Hürden bei der Digitalisierung werkstoffbezogener Prozesse überwinden.
(Bild: Granta)

Granta MI:Workflow ermöglicht es Unternehmen, nicht nur die Materialinformationen sondern auch die erforderlichen internen Arbeitsprozesse zu verwalten. So wird sichergestellt, dass Informationen in einer kontrollierten Art und Weise angefordert, gesammelt, geprüft und freigegeben werden können.

Aufgabenbezogene Aktivitäten

Viele Unternehmen definieren spezielle Arbeitsabläufe, z. B. um sicherzustellen, dass Werkstoff-Informationen durchgängig und nachvollziehbar im System verfügbar sind. Diese Prozesse basieren auf festgelegten Schritten, deren Ergebnisse jeweils von einer dafür qualifizierten Person freigegeben werden müssen.

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Durch die zunehmende Verbreitung von Materialinformations-Management gehen diese Prozesse über Werkstoff-Teams hinaus und betreffen Ingenieure und Konstrukteure ebenso wie Mitarbeiter aus dem Einkauf, der Fertigung und aus Abteilungen für den Umweltschutz. Daher ist es umso wichtiger, zu steuern, wer welche Aufgaben wann übernimmt. MI:Workflow ermöglicht dies mittels eines Benutzerinterfaces mit einfachen Masken und aufgabenbezogenen Aktivitäten.

Anwenderspezifische Aktionen

MI:Workflow ermöglicht es den Anwendern, To-do Listen, Emailbenachrichtigungen, Freigabesequenzen, Moderationsanfragen und weitere anwenderspezifische Aktionen zu implementieren. Das Werkzeug führt Anwender, die auf eine Materialdatenbank zugreifen oder Informationen bereitstellen, durch das System, so dass nur die Aktionen durchgeführt werden, die für den jeweiligen Anwender relevant sind.

Das System wird von einem Workflow-Designer-Werkzeug und einer flexiblen Engine unterstützt, die sicherstellen, dass die Regeln für alle Arbeitsabläufe eingehalten werden. Darunter auch ein Formular-Werkzeug zur Erstellung spezifischer Benutzerführungen. Eine der wichtigsten Funktionen ist der daraus resultierende „Audit Trail“, ein Bericht darüber, wer genau wann welche Prozessschritte durchgeführt hat.

Kontrollierte Prozesse

Eine typische Anwendung ist die Bearbeitung von Werkstofftestanfragen, bei denen die Ingenieure Testdaten anfordern, Laborleiter die Aufgaben planen und priorisieren und wiederum andere Mitarbeiter die sich daraus ergebenden Design-Daten freigeben und einem größeren Anwenderkreis zur Verfügung stellen. Abhängig von ihrer Position sehen Anwender die Arbeitsabläufe, die sie initiieren, prüfen und freigeben dürfen und sie erhalten eine Benachrichtigungen, die sie auffordern, Maßnahmen zu ergreifen oder eine erfolgreiche Durchführung zu bestätigen.

Ein weiterer Arbeitsablauf ermöglicht es Anwendern, Kommentare oder gewonnene Erkenntnisse über ein Material mit einer einfachen Drag-and-Drop-Funktion für Dateien und Bilder einzugeben. Diese Einträge werden vor ihrer Veröffentlichung geprüft und freigegeben. Durch die kontrollierten Prozesse wird eine der größten Barrieren bei der Erfassung und Verknüpfung von Materialinformationen überwunden, und eine einzige, zentrale und rückverfolgbare Quelle für sämtliches Werkstoffwissen geschaffen, das unternehmensweit genutzt werden kann. (mz)

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