Spritzguss Maßgeschneiderte Optiken für LED-Autoscheinwerfer

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Im vergangenen Jahr hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Förderinitiative „Freiformoptiken“ ausgerufen, um die traditionelle Stärke deutscher Unternehmen bei der Fertigung hochwertiger, innovativer Optiken in die nächste Generation zu überführen. Die ersten Verbünde sind nun gestartet.

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LED-Scheinwerfer im Premiumsegment - Der Audi R8 verfügt als erstes Serienfahrzeug über einen vollständig LED-basierten Hauptscheinwerfer (Quelle: Automotive Lighting)
LED-Scheinwerfer im Premiumsegment - Der Audi R8 verfügt als erstes Serienfahrzeug über einen vollständig LED-basierten Hauptscheinwerfer (Quelle: Automotive Lighting)
( Archiv: Vogel Business Media )

Beispielsweise stellen sich mit den Verbundprojekten „Autolight“ und „LEDO“ gleich zwei industriegeführte Verbünde mit unterschiedlichen Lösungsansätzen der Herausforderung, hochpräzise Spritzgussteile für LED-Optiken in Automobilscheinwerfern kostengünstig für den stückzahlstarken Bereich der Klein- und Mittelklasseautos zu realisieren. Die angestrebte Innovation im Spritzgussprozess soll eine höhere Präzision und eine wirtschaftlichere Fertigung erlauben. Ein Anwendungsgebiet der neuen Spritzgussteile ist beispielsweise die Realisierung eines adaptierbaren LED-Fernlichts, dessen Lichtkegel sich stets an die Fahrbahn- und Verkehrsverhältnisse anpasst, so dass eine Blendung des Gegenverkehrs vermieden wird.

Im Rahmen des vom BMBF geförderten Vorhabens „AutoLight“ haben sich insgesamt vier Unternehmen und Institute zusammengeschlossen, um hochintegrierte, multifunktionale und dünnwandige Freiformflächen-Optiken sowie innovative Spritzgussprozesse zu erforschen und entwickeln. Der Lösungsansatz des BMBF-Verbundprojekts „LEDO“ besteht in der Erarbeitung technologischer Grundlagen zur Erstellung einer durchgehenden Prozesskette für ein variothermes Spritzgießverfahren für LED-Optiken. Die beiden Verbundprojekte werden vom BMBF mit insgesamt 2,9 Millionen Euro gefördert.

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