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„Lichtgestalt“ auf vier Rädern

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Mit dem Concept Car Rinspeed „zaZen“ stellen der Schweizer Autovisionär Frank M. Rinderknecht und die Bayer MaterialScience ihre Visionen für die automobile Zukunft vor. Die „Lichtgestalt“ auf vier Rädern ist eine technische Revolution im Automobilbau, denn die transparente Heckscheibe des Sportwagens wird zur holografischen Leuchtfläche. Wie aus dem Nichts erstrahlt aus dem scheinbar schwebenden „Hardtop“ das dritte Bremslicht. Möglich macht dies unter anderem der Hightech-Werkstoff Makrolon®, den Bayer MaterialScience in Krefeld-Uerdingen produziert.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Die holografische Fläche im Auto, kombiniert mit einer fließend gestalteten, einteiligen Dachkuppel aus Makrolon, zeigt die Idee einer innovativen Lichttechnik im Fahrzeugbau. Für Ian Paterson, Innovationsvorstand von Bayer MaterialScience, ist das neuartige Licht nur ein kleines Stück auf dem Weg zum Auto von morgen, denn: „Gemeinsam mit Rinspeed haben wir ein Ziel: Wir wollen Denkanstösse geben für die automobile Zukunft. Dabei bringen wir unsere erstklassigen Werkstoffe an den Start und bündeln das Know-how unserer kreativen Köpfe.“

Das augenfällige „Hardtop“ des Fahrzeugs hat eine Leichtigkeit gleich in doppeltem Sinn: Zum einen scheint es über der eher bulligen Karosserie zu schweben. Zum anderen spart es gegenüber Glas viele Kilogramm Gewicht – falls es überhaupt aus Glas zu fertigen wäre.

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Die Anmutung von Transparenz und Reduktion auf das Wesentliche bestimmen auch die Innenausstattung des „zaZen“: Die mit Technogel®-Polstern ausgestatteten durchsichtigen Kunststoff-Sitzschalen aus Makrolon entstanden in Zusammenarbeit mit der Firma Recaro. Freundlich-helles Mango-Orange bestimmt auch das übrige Interieur einer Leder-Stoff-Kombination, das von dem Firmenverbund Strähle & Hess, SC Schäfer, OesterleSLR und Sellner in Handarbeit gefertigt wurde. Gemeinsam mit dem – sogar im Armaturenbrettbereich – verarbeiteten Luoro Faia Plantagenholz entsteht ein Innenraum, der Wärme und Entspanntheit ausstrahlt.

Nicht ohne Grund hat Rinderknecht der jüngsten Kreation den Namen „zaZen“ gegeben: „Denn Zen – der buddhistischen Lehre entliehen – ist letztlich eine besondere Form von Erkenntnis. Zu ihr gelangt nur, wer bereit ist, vorgeprägte Vorstellungen loszulassen.“ Dabei betonen beide Partner, dass ein Concept Car, vorgestellt auf einer Automesse, stets nur die Momentaufnahme einer kontinuierlichen und unermüdlichen Entwicklungsarbeit ist. So gehen zum Beispiel auch die Arbeiten an der schaltbaren Transparenz für dreidimensionale Formen stetig weiter.

Die Leichtigkeit der Dachkonstruktion korrespondiert mit der Lackierung des „zaZen“ in einem mineralisch-weißen Farbton auf Basis der Bayer-Lackrohstoffe Desmodur® und Desmophen®. Nicht bunt und grell – und doch ausgenommen schön durch Millionen kleiner, edler Swarovski-Kristalle, die von einem selbst heilenden Polyurethan-Klarlack geschützt werden. Den Piloten erwartet eine durchtrainierte Erscheinung in edlem Maßanzug, der durch Swarovski-Applikationen an Front-, Seiten- und Heckleuchten und den Felgen den außergewöhnlichen Touch erhält. Ihr Meisterwerk lieferten die Kristall-Hersteller allerdings bei der Gestaltung der scheinbar ins Unendliche verlaufenden 3D-Heckzierblende ab.

Bayer MaterialScience

Tel. +49(0)214 30 72362

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