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SPS 2019

Lenze blickt auf positives Geschäftsjahr zurück

| Redakteur: Katharina Juschkat

Auf der SPS berichtet Lenze über viele Investitionen und einem gesteigerten Umsatz um 6,3 Prozent: Trotz der weltweit schwächelnden Wirtschaft sieht sich der Automatisierungsspezialist gut aufgestellt.

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Der Umsatz von Lenze stieg um 6,3 Prozent, aber aufgrund zahlreicher Investitionen und der schweren gesamtwirtschaftlichen Lage blieb das Ergebnis hinter den Erwartungen.
Der Umsatz von Lenze stieg um 6,3 Prozent, aber aufgrund zahlreicher Investitionen und der schweren gesamtwirtschaftlichen Lage blieb das Ergebnis hinter den Erwartungen.
(Bild: Lenze / Ralf Böttcher)

Trotz der weltweit schwachen Konjunktur blickt Lenze zufrieden auf das Geschäftsjahr 2018/2019 zurück. Das Automatisierungsunternehmen steigerte seinen Umsatz um 6,3 Prozent auf 787,6 Millionen Euro, was die Erwartungen zu Geschäftsjahresbeginn übertrafen. Im jetzt abgelaufenen Geschäftsjahr hat Lenze personell wie finanziell viel investiert – Lenze berichtet von 37,5 Millionen Euro Investitionen und knapp 200 neue Mitarbeitern.

Ergebnisentwicklung hinter den Erwartungen

Der Wachstumskurs sowie der finanzielle und personelle Ausbau zeigen sich im Geschäftsjahr 2018/2019 auch in der Ergebnisentwicklung. Diese blieb insgesamt hinter den Erwartungen zurück. Als Gründe nennt das Unternehmen gestiegene Materialpreise, niedrigerer Materialumschlag bei eingeschränkter Materialverfügbarkeit und Mehraufwendungen in Fertigung und Logistik. Zudem stieg der Personalaufwand überproportional zur Gesamtleistung. So lag das operative Ergebnis (EBIT) nach ergebnismindernden Einmaleffekten bei 35,5 Millionen (Vorjahr: 65,7 Millionen Euro).

Vorstand sieht mittelfristig eine erfolgreiche Entwicklung

Der Vorstand sieht Lenze für eine erfolgreiche mittelfristige Entwicklung weiterhin gut gerüstet. Entsprechend erklärt der Vorstandsvorsitzende Christian Wendler auf der diesjährigen SPS in Nürnberg: „Im vergangenen Jahr haben wir deutlich in den Auf- und Ausbau unserer Kompetenzen investiert. Das hat dazu geführt, dass sich unser positives Ergebnis reduziert hat. Gleichzeitig haben wir damit wichtige Grundlagen geschaffen, um unsere führende Rolle im Bereich der Automation auszubauen, und werden die Früchte unserer optimierten Aufstellung in der Zukunft ernten.“

Im Hinblick auf die kurzfristigen Chancen und Risiken ergänzt er: „Für unsere Branche wird es in nächster Zeit wirklich spannend. Denn den Chancen aus der digitalen Transformation stehen gewichtige Risiken aus einer weitergehenden konjunkturellen Abschwächung weltweit, aus Handelskonflikten oder auch Wirtschaftskrisen gegenüber.“

VDMA erwartet Rückgang, Lenze sieht sich gut gerüstet

Der Branchenverband VDMA blickt entsprechend zurückhaltend in die Zukunft des Maschinenbaus. Für die Produktion 2019 wird ein Rückgang von 1,6 % und für 2020 sogar ein Minus von 2,0 % erwartet.

„Lenze ist gut gerüstet, um sich auch in rauer See gut zu behaupten. Unsere Marktanteile im Systemgeschäft sowie in Asien werden wir weiter steigern können und sehen insofern weiterhin mittelfristige Wachstumspotenziale für Lenze“, fasst Christian Wendler den Ausblick von Lenze zusammen.

Außerdem berichtet Lenze über einige strategische Veränderungen:

  • Lenze hat seine Digitalisierungskompetenzen in der neuen Business Unit „Lenze Digital“ gebündelt. Die Unit begleitet Kunden bei der Konzeption und Entwicklung in den Bereichen Smart Factory, Industrie 4.0 und Internet of Things.
  • Mit dem Automatisierungsansatz „Plug & Produce“ zeigt Lenze seinen Kunden, wie die Produktion der Zukunft in einer Smart Factory, mit flexibel wandelbaren, autonomen und leicht erweiterbaren Anlagen, aussehen kann.
  • Mit der Grundsteinlegung des „Mechatronic Competence Campus“ investiert Lenze in eine nachhaltige Mechatronik-Produktion in Deutschland, die Kunden rund um den Globus mit anspruchsvollen mechatronischen Lösungen und Systemen versorgen soll.
  • Lenze stellt die eigene Wertschöpfung nach dem Prinzip des „Lean Managements“ effizienter auf.

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