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Fraunhofer IFAM Leichtbau-Campus in Wolfsburg nimmt Forschungsbetrieb auf

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Open Hybrid Lab Factory in Wolfsburg entwickelt leichtere Werkstoffe und neue Produktionstechniken für den Fahrzeugbau der Zukunft. Damit will der Campus die Grundlage für die Produktion von besonders leichten und damit energie- und ressourceneffizienten Fahrzeugteilen schaffen. Der Forschungscampus wurde Ende September eingeweiht.

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(v.l.) Dr. Armin Plath (Leiter Leichtbaucampus WV Konzernforschung), Hiltrud Jeworrek (Bürgermeisterin Wolfsburg), Matthias Müller (Vorstandsvorsitzender VW AG), Prof. Jürgen Hesselbach (Präsident TU Braunschweig), Prof. Johanna Wanka (Bundesministerin für Bildung und Forschung), Thomas Schmall (Komponentenvorstand Marke VW), Stephan Weil (Ministerpräsident Niedersachsen), Prof. Reimund Neugebauer (Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft) und Prof. Klaus Dilger (Vorstandsvorsitzender Open Hybrid Lab Factory e.V).
(v.l.) Dr. Armin Plath (Leiter Leichtbaucampus WV Konzernforschung), Hiltrud Jeworrek (Bürgermeisterin Wolfsburg), Matthias Müller (Vorstandsvorsitzender VW AG), Prof. Jürgen Hesselbach (Präsident TU Braunschweig), Prof. Johanna Wanka (Bundesministerin für Bildung und Forschung), Thomas Schmall (Komponentenvorstand Marke VW), Stephan Weil (Ministerpräsident Niedersachsen), Prof. Reimund Neugebauer (Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft) und Prof. Klaus Dilger (Vorstandsvorsitzender Open Hybrid Lab Factory e.V).
(Bild: TU Braunschweig/www.fotodesign-bierwagen.de)

Leichtere Werkstoffe und neue Produktionstechniken helfen dabei, dass Autos in großen Stückzahlen umweltfreundlicher hergestellt werden können. Entsprechende Schlüsseltechnologien für den Fahrzeugbau der Zukunft entwickelt der Forschungscampus Open Hybrid Lab Factory in Wolfsburg. Er wurde am 22. September 2016 feierlich eingeweiht.

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert Campus

Das Forschungscampus-Programm des Bundes fördert die Forschung in der Open Hybrid Lab Factory mit bis zu 30 Millionen Euro. In dem Wettbewerb war das Leichtbau-Campus-Konsortium erfolgreich unter Federführung des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik der TU Braunschweig und mit dem Engagement von Industriepartnern wie der Volkswagen AG als eines von neun geförderten Campi. Insgesamt werden über 90 Millionen Euro für Ausstattung und erste Forschungsprojekte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, dem Land Niedersachsen, der Stadt Wolfsburg und Industriepartnern bereitgestellt. 60 Millionen davon wurden in die Gebäudeerstellung, die Anlagentechnik und die Ersteinrichtung investiert. In den kommenden 15 Jahren sollen Forschungsprojekte mit einem Volumen von über 200 Millionen Euro in der Lab Factory durchgeführt werden.

Hybridbauweise für den Fahrzeugbau weiterentwickeln

Im Leichtbau-Campus wird die gesamte Wertschöpfungskette für hybride Bauteile abgebildet, von der Konzeption über die Herstellung von Verstärkungstextilien und den hybriden Fertigungsprozessen bis hin zum Recycling. Ziel ist es, die Grundlage für die Produktion von besonders leichten und somit energie- und ressourceneffizienten Fahrzeugkarosserien und Antriebssystemen in hohen Stückzahlen zu schaffen. Forscher entwickeln dazu die sogenannte Hybridbauweise weiter. Dabei werden Werkstoffe mit unterschiedlichen Eigenschaften wie Metall, Kunststoff und textile Strukturen zu möglichst leichten Bauteilen zusammengefügt. Dabei sollen sie dieselbe hohe Sicherheit und Leistung wie konventionelle Autos bieten.

Um dies zu ermöglichen, arbeiten in der Forschungsfabrik Experten aus Universitäten, Forschungseinrichtungen und Industrie auf Augenhöhe unter einem Dach zusammen. Unter der Federführung des Niedersächsischen Forschungszentrums Fahrzeugtechnik (NFF) der TU Braunschweig kooperieren u.a. Volkswagen, BASF, Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, der TU Clausthal und der Universität Hannover sowie eine Vielzahl weiterer Unternehmen. International agierende Technologieführer bringen damit ihre Kompetenzen in den akademischen Forschungsprozess ein und umgekehrt. Auch Studierende und Nachwuchswissenschaftler können von den Perspektiven und den Erfahrungen der Partner profitieren. Das neue Kompetenz- und Forschungszentrum für wirtschaftlichen Leichtbau und Werkstoff- und Fertigungstechnologien ist in Wolfsburg, unweit des Stammwerks der Volkswagen AG, in direkter Nähe zum Mobile-Life-Campus entstanden. (kj)

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