Wälzlager LEG, die neue Wälzlager-Baureihe überzeugt in engsten Einbauräumen

Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Ein Spezialist für Wälzlager und Linearsysteme hat ein besonders kompaktes Lagerelement entwickelt, das in kleinste Einbauräume passt: das LEG. Es ist schmal, kostengünstig und kann problemlos an individuelle Kundenanforderungen angepasst werden.

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Die Besonderheit des LEG liegt darin, ... dass es statt mit vier nur mit zwei Laufringen auskommt. Dennoch bleibt das Franke Prinzip – hier als Vier-Punkt-System – gewahrt. Bilder: Franke
Die Besonderheit des LEG liegt darin, ... dass es statt mit vier nur mit zwei Laufringen auskommt. Dennoch bleibt das Franke Prinzip – hier als Vier-Punkt-System – gewahrt. Bilder: Franke
( Archiv: Vogel Business Media )

Bei Franke liegt allen Produkten ein eigenes Prinzip zugrunde: Franke Wälzlager bestehen aus vier offenen Laufringen, einem Kugelkäfig mit gehaltenen Kugeln und auf Wunsch aus einer umschließenden Konstruktion. Vier Laufringe bilden je nach Anwendung ein Vier-Punkt-Lager oder ein zweireihiges Schrägkugellager. Die Laufringe werden mit einem von Franke entwickelten speziellen Schleifverfahren bearbeitet und ihre Laufbahn exakt an den jeweiligen Kugeldurchmesser angepasst. Dadurch erfolgt der Abrollvorgang reibungsarm mit hoher Präzision und Laufkultur.

Wälzlager kommt mit nur zwei statt mit vier Laufringen aus

Die Besonderheit des neu entwickelten Lagerelements LEG liegt darin, dass es statt mit vier nur mit zwei Laufringen auskommt. Dennoch bleibt das Franke Prinzip – hier als Vier-Punkt-System – gewahrt. Der Grund: Es werden zwei Laufbahnen auf einem Laufring untergebracht. Aufgrund seiner speziellen Bauform ist das LEG sehr schmal und kann deshalb überall dort eingesetzt werden, wo es besonders eng zugeht.

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Zudem hat das Lager ein geringes Gewicht und kann einfach montiert werden. Aufgrund seines Tragwinkels von 60° ist das LEG in erster Linie für radiale Belastungen geeignet. So wird es beispielsweise in die beweglichen Achsen von Roboterarmen eingebaut. Das Vier-Punkt-System gewährleistet eine Belastbarkeit aus allen Richtungen.

Optimal auf den Kunden abgestimmte Wälzlager

Seit der Entwicklung des ersten LEG für einen Getriebehersteller hat Franke eine Vielzahl weiterer Prototypen gefertigt und getestet. „Wir erarbeiten mit jedem Kunden die optimale Lösung für seinen Einsatzfall“, erklärt Stephan Kuhn, der bei Franke den Technischen Vertrieb leitet und an der Produkteinführung des LEG maßgeblich beteiligt ist.

Die größten Vorteile des Lagers liegen in seiner kompakten Bauform mit nur fünf Millimetern Querschnitt und dem um 60 Prozent geringeren Gewicht gegenüber konventionellen Lagern. Eine entscheidende Rolle spielt natürlich auch der günstige Preis – speziell bei Serienbedarf. Durch alle diese Vorzüge bildet das LEG einen attraktiven Ersatz für herkömmliche Rillenkugellager und Dünnringlager.

Derzeit arbeitet man im Unternehmen an einer neuen Anwendung des schmalen Lagerelements – für ein Handling-System im Automotive-Bereich. Auch hier wird wieder a lá Franke gefertigt: individuell, nach Maß und in ständigem Kontakt mit dem Kunden. „Produkte aus der Schublade sind bei uns die Ausnahme“, so Stephan Kuhn.

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