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Steuerung Kundenkonfiguration im Standardgehäuse

Redakteur: Jan Vollmuth

Leistungsverteilung, Signalübertragung und Funktionssteuerung in Nutzfahrzeugen geht jetzt auch anders: Redline Power Boxes heißt die neue Systemlösung aus dem Haus Würth Elektronik ICS. Der Clou dabei ist die Standardisierung des Gehäuses bei gleichzeitiger kundenspezifischer Konfiguration der Leiterplatte.

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Die Redline Power Box Medium ist eine kompakte Lösung für Unterverteiler und Steuerungen.
Die Redline Power Box Medium ist eine kompakte Lösung für Unterverteiler und Steuerungen.
(Bild: Würth Elektronik ICS)

Der verfügbare Platz in den Kabinen von Bau- und Landmaschinen wird immer kleiner. Teile des Leistungsmanagements sowie Steuerungsmodule müssen daher häufig außerhalb der Kabine angebracht werden. Dies erfordert einen zusätzlichen Schutz vor Staub, Feuchtigkeit und weiteren Witterungseinflüssen. Würth Elektronik ICS präsentiert ein entsprechend schützendes Gehäuse in gleich zwei anwendungsspezifischen Varianten. Unter dem Namen der Produkt-Plattform Redline Power Boxes werden die Redline Power Box Medium und die Redline Power Box Hybrid vorgestellt, die beide erhebliche Vorzüge zu bislang bekannten Lösungen bieten.

Kompakte Lösung für Unterverteiler und Steuerungen

Die Redline Power Box Medium ist eine kompakte Lösung für Unterverteiler und Steuerungen. Sie erlaubt es, gewünschte Funktionen dezentral, in direkter Nähe des Verbrauchers zu platzieren, was nicht nur die Größe der Zentralelektrik, sondern auch die Komplexität des Kabelbaumes reduziert. Die Integration von Steuerungen, wie den ICCS-Kleinsteuerungen und Micro-CAN-Modulen, bringt eine Vielfalt an Möglichkeiten mit. Lokale Funktionen, wie beispielsweise hydraulische Greifer oder Hebebühnen, können direkt am Einbauort via CAN-Bus angesteuert werden, was die notwendige Anzahl von Anschlussleitungen im Bordnetz reduziert.

Standardisierte Komponenten werden mit variablen Gestaltungsoptionen der Leiterplatte verbunden – so können kundenspezifische Lösungen mit einem geringen Entwicklungsaufwand umgesetzt werden:

  • Im abgedichteten Gehäuse (Schutzklasse IP 65) steht eine kundenspezifisch bestückbare Leiterplatte mit einer Größe von 85 mm x 70 mm zur Verfügung – passend zu allen gängigen ICS Sicherungs- und Relaissockeln.
  • Die Steckschnittstelle bildet ein 31-poliger Heavy-Duty-Steckverbinder mit vier Hochstromkontakten zum Anschluss von Kabelquerschnitten von 6 mm² sowie 27 Kontakten mit einem Kabelquerschnitt von bis zu mm2.
  • Die Pinbelegung wird nach Wunsch des Kunden realisiert.

Leiterplattentechnik und Kupferschienen kombiniert

Die Redline Power Box Hybrid kombiniert Leiterplattentechnik und Kupferschienen für hohe Ströme. Hauptpotentiale werden in Batterienähe aufgetrennt und abgesichert. Der Verbraucher in Batterienähe profitiert durch die direkte Schaltung und Sicherung. Unterschiedliche Kupferschienen ermöglichen individuelle Anschlagsvarianten:

  • Standardmäßig stehen zwei Mega- und zwei MIDI-Fuse-Plätze zur Verfügung, wahlweise kann auch der Einspeisungsplatz für eine weitere dritte Mega-Fuse verwendet werden.
  • Im IP54 abgedichteten Gehäuseteil befindet sich die Leiterplatte, die auf einer Fläche von ca. 90 mm x 90 mm mit allen verfügbaren ICS-Sockeln wie Mini-, ATO- und Maxi-Fuse und allen gängigen Relaissockeln bis zum Hochstromrelaissockel bestückt werden kann.
  • Als Steckschnittstelle kommt ein 42-poliger Steckverbinder mit 6 Hochstromkontakten mit einem 2,8 mm2 bis 2,5 mm2 großen Kabelquerschnitt und 36 Micro Timer II mit 1,6 mm Kontakten mit einem Kabelquerschnitt bis zu 1 mm2 zum Einsatz.

(jv)

Bauma 2016: Halle A5, Stand 306

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