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Hannover Messe 2016 Konzept auf der Industrial Supply will im Leichtbau vernetzen

Redakteur: Katharina Juschkat

Design zum Anfassen und Werkstoffe zum Erleben – Das neue Konzept „Emotional Engineering in Lightweight Design“ will den Leichtbau näher an den Anwender bringen. Auf der Hannover Messe haben Fachbesucher die Möglichkeit, zusammen mit Experten vor Ort Leichtbau-Teile zu entwerfen und Prototypen zu erstellen, wie die Deutsche Messe AG mitteilt.

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Design zum Anfassen und Werkstoffe zum Erleben – darum geht es bei einem neuen Leichtbau-Projekt namens „Emotional Engineering in Lightweight Design“ auf der Hannover Messe 2016.
Design zum Anfassen und Werkstoffe zum Erleben – darum geht es bei einem neuen Leichtbau-Projekt namens „Emotional Engineering in Lightweight Design“ auf der Hannover Messe 2016.
(Bild: Deutsche Messe AG)

Die Sonderschau ist Bestandteil der Solutions Area Leichtbau in Halle 6 der Industrial Supply, die internationale Leitmesse für Zulieferlösungen und Leichtbau auf der Hannover Messe 2016, die vom 25. bis 29. April 2016 stattfindet. Wie bei einer Fernsehküche werden am Stand Experten aus dem Leichtbau vor Ort sein, die gemeinsam mit dem Fachpublikum verschiedene Leichtbau-Teile ästhetisch, konstruktiv und nachhaltig erstellen, optimieren und prototypisch fertigen. Im Mittelpunkt stehen Themenbereiche wie Mobilität, Transportation, Urbanisierung und Robotik.

Wie werden Vernetzungen erfolgreich aufgebaut?

Die Teilnehmer und Organisatoren des Projekts entstammen der kompletten Lieferkette des Leichtbaus in der Industrie. Dazu gehören unter anderem die Busse Design+Engineering, CSI Entwicklungstechnik, Eos oder das Institut für Technik & Design Ingolstadt. Die Kernfragen des Konzeptes lauten: Wer muss sich im Leichtbau der Zukunft für einen agilen Entwicklungsprozess mit wem vernetzen? Und wie erfolgt diese Vernetzung mit Fokus auf Partnerschaft und Kooperation mit Rücksicht auf den Menschen?

Workshops ergänzen die Fachvorträge

„Mit Emotional Engineering richten wir den Fokus auf den eigentlichen Kreativ- oder Produkt-Entstehungsprozess und dessen Vernetzung im Leichtbau“, sagt Professor Dr.-Ing. Prof. h. c. Jörg Wellnitz, Lehrstuhl für Leichtbau an der Technischen Hochschule Ingolstadt. „Wir wollen den Messe-Fachbesuchern neue Anregungen und Ideen für ihre hauseigenen Leichtbau-Innovationsprozesse geben.“ Namhafte Sprecher aus dem Bereich der Leichtbaupraxis halten Vorträge zu den Themen, außerdem können Fachbesucher Workshops zu den Themen Design-Thinking, Konstruktion, Manufacturing oder Innovation beiwohnen. Die Messebesucher können sich dafür sowohl vorab anmelden als auch spontan teilnehmen.

Vorträge halten unter anderem Prof. Lutz Fügener (Transportation Design, Pforzheim), Prof. Gerhard Hirzinger (DLR, Robotik) oder Prof. Franz-Josef Villmer (HS Lemgo, Produktentwicklung & Rapid Prototyping). „Der Fokus unseres Standkonzepts liegt ganz klar auf dem Tun“, erklärt Prof. Wellnitz. „Die Fachbesucher bekommen bei uns einen Einblick in den innovativen Entwicklungs- und Optimierungsprozess verschiedener Leichtbauteile von der frühen Ideen- und Konzeptphase bis hin zu deren Additiver Fertigung und Materialprüfung direkt am Stand.“

Fachbesucher erleben Entwicklungsprozess live mit

In den Workshops erfahren die Fachbesucher an allen fünf Messetagen die Herausforderungen des Leichtbaus unter Berücksichtigung der fünf E – Economic, Ecological, Environment, Emotion und Engineering. Analog zum Konzept einer Fernsehküche werden am Stand alle Hilfsmittel vorhanden sein, die für den Entwicklungsprozess im Bereich des Leichtbaus notwendig sind. Die Anwender können mit den Experten Werkzeuge des Design Thinking, klassische analoge Kreativmethoden, Grafikgestaltung, CAD, FE-Berechnung und virtuelle Produktentwicklung bis hin zur additiven Fertigung per 3-D-Druck live und verzahnt einsetzen. (kj)

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