Verbundwerkstoff Kompositmaterial leitet Wärme und Strom

Redakteur: Dipl.-Ing. Dorothee Quitter

Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM hat ein neues Polymer-Metall-Kompositmaterial vorgestellt, das zur Strukturüberwachung von Bauteilen oder zur Meerwasserentsalzung geeignet ist.

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Wärmeleitende Kompositrohre zur Meerwasserentsalzung
Wärmeleitende Kompositrohre zur Meerwasserentsalzung
(Bild: Fraunhofer IFAM)

Der neue Verbundwerkstoff ist eine Mischung aus Kunststoff und Metall. Für die Herstellung des Komposits eignen sich verschiedenste Kunststoffe als Matrixmaterial. So kann man es leicht für unterschiedliche Verwendungszwecke maßschneidern. Weitere Vorzüge: Aufgrund seines Kunststoffcharakters lässt sich das Material gut verarbeiten. Zudem ist es leicht und leitet dank des hohen Metallanteils Strom und Wärme sehr gut. Das Kompositmaterial des Fraunhofer IFAM eignet sich daher zur Strukturüberwachung von lasttragenden Bauteilen. Treten während des Betriebs Belastungen auf, ändert sich der elektrische Widerstand des Komposits. Diese Signale können über Kabel am Bauteil abgeführt und zur Auswertung an ein Messgerät weitergeleitet werden. Als wärmeleitendes Kompositrohr wird das Material in der Meerwasserentsalzung eingesetzt. Das Prinzip der Entsalzung: Meerwasser wird auf Rohre gesprüht, durch die heißes Gas oder Wasser strömt und die so erhitzt werden. Reines Wasser verdampft aus dem Meerwasser, zurück bleibt die salzige Ablauge. (qui)

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