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Simulation Komplexe Roboteranwendungen simulieren

| Redakteur: Juliana Pfeiffer

Cenit hat die neue Version von Fastsuite Edition 2 vorgestellt. Bisher lagen die Stärken der Software bei der Offline-Programmierung von komplexen Roboteranwendungen. Diese werden nun deutlich um Funktionen für die Layout-Planung sowie für die PLC-Validierung und virtuelle Inbetriebnahme erweitert.

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Auf der Automatica 2018 präsentierte Cenit den digitalen Zwilling einer Fertigungszelle aus einer Türfertigungsanlage, welche beim japanischen Zulieferer Hirotec umgesetzt wurde. An dieser Zelle wird der komplette Prozessablauf – von der Layouterstellung bis zur Inbetriebnahme – live demonstriert
Auf der Automatica 2018 präsentierte Cenit den digitalen Zwilling einer Fertigungszelle aus einer Türfertigungsanlage, welche beim japanischen Zulieferer Hirotec umgesetzt wurde. An dieser Zelle wird der komplette Prozessablauf – von der Layouterstellung bis zur Inbetriebnahme – live demonstriert
(Bild: Cenit)

Simulation Die Erstellung der Layouts erfolgt auf Basis einer Fertigungs- bzw. Fügefolgenplanung und nutzt vordefinierte Simulationskomponenten, die bereits als mechatronische Modelle aufgebaut sind. Sollten projektspezifische Komponenten benötigt werden, können diese durch eine Direktanbindung an CADENAS PartSolutions direkt als „smarte Komponenten“ aus den extrem umfangreichen 3D Herstellerkatalogen von PartSolutions hinzugefügt und sofort in der Simulation verwendet werden.

Semantische und herstellerneutrale Roboterprogrammierung

Die anschließende Offline-Programmierung verwendet durch die „Technologiepakete“ neueste Programmiermethoden, beispielsweise die semantische und herstellerneutrale Roboterprogrammierung. Die ausgereiften Technologiepakete unterstützen dabei nicht nur die prozessspezifische Generierung von Roboterbahnen, sondern sorgen auch automatisch für die Definition der erforderlichen Prozessparameter und Steuerungsbefehle. Dadurch wird eine gleichbleibend hohe Programmqualität gewährleistet – unabhängig von der bisherigen Programmier-Erfahrung der Anwender und vom verwendeten Robotertyp.

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Verkürzung der Ausfall- und Projektlaufzeiten durch PLC-Validierung

Da das gesamte Layout als mechatronisches Anlagenmodell vorliegt, kann die Simulationsumgebung direkt zur PLC (Programmable Logic Controller)-Validierung und virtuellen Inbetriebnahme genutzt werden. Die virtuelle Anlage verhält sich dabei identisch zur realen Hardware – inklusive aller I/O-Signale, Sensordaten etc. Dies ermöglicht es beispielsweise, die Steuerungssoftware (PLC) bereits in frühen Projektphasen zu testen und zu optimieren, während die reale Anlage noch nicht aufgebaut ist. So können Systemintegratoren ihre Projektlaufzeiten drastisch reduzieren und mögliche Fehler wesentlich früher erkennen und korrigieren. Durch die Anbindung der virtuellen Robotersteuerung kann auch die Simulation der Roboter exakt wie in der Realität und auf Basis eines Backups von der echten Steuerung erfolgen, und die aufwändige, teure und nicht immer verfügbare Anbindung von RCS-Modulen kann entfallen. (jup)

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