Predictive Maintenance

Kommunikationsmodul hilft beim Auswerten von Maschinendaten

| Redakteur: Katharina Juschkat

Das neue Kommunikationsmodul hilft bei der Auswertung von Maschinendaten– online wie offline.
Das neue Kommunikationsmodul hilft bei der Auswertung von Maschinendaten– online wie offline. (Bild: Igus)

Ein neues Kommunikationsmodul von Igus hilft dabei, die gesammelten Maschinendaten auszuwerten und damit besser auf Verschleiß zu reagieren. Das Modul funktioniert auch im Offline-Zustand.

Die Smart-Plastics-Lösungen von Igus helfen bei der vorausschauenden Wartung: Sensoren messen den Verschleiß von Energieketten-Leitungen, Rundtischlagern oder Linearführungen. Das neue Kommunikationsmodul „Icom Plus“ von Igus hilt dem Kunden, die gewonnen Daten der Sensoren in verschiedenen Versionen einzubinden. Von einer Offline-Version für restriktive Umgebungen bis hin zur Anbindung der Werte an den Igus-Server, zur automatischen Ersatzteilbestellung, ist es dem Anwender frei möglich, seine Daten zu integrieren und auszulesen.

Verschleiß im laufenden Betrieb messen und auswerten

Unter dem Namen „Isense“ führt Igus Sensoren unterschiedlicher Art, die den Zustand der Komponenten wie Leitungen oder Energieketten erfassen. Sie messen unter anderem im laufenden Betrieb den Verschleiß und geben Alarm, sobald eine Reparatur oder ein Austausch erforderlich ist. Durch die Vernetzung mit dem Kommunikationsmodul Icom werden die Daten an ein intelligentes System übermittelt. Das Modul kann mit allen Igus-spezifischen Sensoren verbunden werden.

Sind die Messwerte eines Sensors an das Modul übertragen, müssen diese „interpretiert“, also verstanden werden, um daraus eine Handlungsanweisung zu generieren. Dies ist bisher über die Anbindung an die Igus-Cloud möglich. Aufgrund der zunehmenden Bedeutung der IT-Sicherheit setzen viele Unternehmen jedoch immer mehr auf den Aufbau eigener Scada-Systeme, daher hat Igus seinen Datenkonzentrator jetzt zum Icom Plus weiterentwickelt. Mit dem neuen Modul kann der Kunde die Daten auf die Weise einbinden, die ihm am besten für seine Anlage erscheint.

Offline-Betrieb möglich

Das Kommunikationsmodul wird über die Igus-Online-Konfigurationen mit initialen Lebensdaueralgorithmen programmiert. Auf Wunsch kann das Modul nach der Online-Installation ohne Updatefunktion offline betrieben werden. In diesem „semi-offline“-Fall benötigt das Gerät während einer anfänglichen „Lernphase“ entweder einen temporären, kurzzeitigen gesicherten IoT-Zugang zum Server, um die Berechnungsalgorithmen an das tatsächliche Bewegungs- und Umweltprofil der Kundenanwendung anzupassen. In sehr restriktiven Bereichen kann das Update auch über ein Speichermedium von Anfang an komplett „offline“ ausgeführt werden. So kann der Nutzer flexibel die Anbindung des Moduls und somit seiner Daten gestalten und eine Balance zwischen Laufzeitmaximierung und IT-Sicherheit herstellen.

Das für die Berechnung der Wartungsempfehlung notwendige Bewegungsprofil wird über das Bussystem der Maschine direkt aus der Steuerung ausgelesen. Über den gleichen Weg wird die Information über die Anzahl der Tage bis zur nächsten empfohlenen Wartung sowie frei definierbare Warnmeldungen über ungewöhnliche Veränderungen der Sensordaten an die SPS-Steuerung übergeben. Die Anwenderinformation erfolgt direkt über den Anlagenmonitor oder über kundenspezifische Scada-Systeme.

Bei bestehender Online-Verbindung der Icom Plus findet ein kontinuierlicher Abgleich der Lebensdaueraussage mit der Cloud statt, um maximale Anlagenlaufzeiten bei minimalem Ausfallrisiko zu ermöglichen. Die Daten in der Cloud greifen auf die Testzyklen von Energieketten und Leitungen aus dem Igus-Testlabor zurück, daher kann das Unternehmen dank Machine Learning und KI genaue Angaben zur Haltbarkeit der eingesetzten Lösungen geben und den Nutzer frühzeitig über eine notwendige Ersatzbeschaffung informieren.

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