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Stromversorgung

Kombi-Elektronik macht Hybridautos billiger

| Redakteur: Juliana Schulze

Forscher am Oak Ridge National Laboratory (ORNL) des US-Energieministeriums haben ein Antriebs-Leistungselektronik-System entwickelt, das große Vorteile für Hybridautos verspricht.

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Eine neue Technologie soll den eigenständigen Lademechanismus bei Hybridfahrzeugen überflüssig machen. Bild: pixelio.de/Daniel Litzinger
Eine neue Technologie soll den eigenständigen Lademechanismus bei Hybridfahrzeugen überflüssig machen. Bild: pixelio.de/Daniel Litzinger
( Archiv: Vogel Business Media )

„Die Technologie eliminiert den eigenständigen Lademechanismus, der sich üblicherweise in Hybridfahrzeugen findet. Das senkt die Kosten und das unter der Motorhaube verbaute Volumen“, sagt Gui-Jia Su vom ORNL Power Electronics and Electric Machinery Research Center. „Jedes Hybrid- und Elektroauto braucht an sich einen Antriebsumrichter für den Betrieb und einen zusätzlichen Spannungswandler“, erklärt Martin März, Leiter des Zentrums für Kfz-Leistungselektronik und Mechatronik (ZKLM) des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Systeme und Bauelementetechnologie (IISB). Ein zusätzlicher Spannungswandler ist erforderlich, um die Batterien aufzuladen. Doch gibt es den Ansatz, den Antriebsumrichter mit geeigneten Tricks zusätzlich auch als Spannungswandler zu nutzen. Dadurch kann ein teures Bauteil eingespart werden. Das Fahrzeug wird billiger und gleichzeitig auch merklich leichter.

Bauvolumen von bis zu zehn Litern einsparen

„Bei Elektroautos wirkt sich das Gewicht direkt auf den Energieverbrauch aus“, betont der Experte. Daher ist die Idee auch für vollelektrische Fahrzeuge interessant. Bei einem Hybridfahrzeug ginge es aber wohl eher darum, dass ein Bauvolumen im Bereich von zehn Litern eingespart werden kann. Allerdings sei sich die Fachwelt noch uneins, ob sich der Ansatz langfristig durchsetzen werde. Das ORNL hat nun offenbar ein funktionierendes System entwickelt, das den Forschern zufolge auch schon markttauglich ist. „Für diesen Zweck passen die 110 Volt Netzspannung in den USA und die gängigen Batteriespannungen für elektrifizierte Autos relativ gut zusammen“, meint März. In Europa herrscht allerdings eine doppelte Netzspannung, so dass das gleiche System hierzulande nicht unbedingt ebenfalls funktionieren würde.

Strom zurück ins Netz speisen

Das US-Labor setzt indes große Hoffnungen in sein Konzept, da es neben dem Ladevorgang und dem Betrieb des Fahrzeugs auch noch ermöglicht, dass das Hybridauto Strom ins Netz einspeist. Dadurch könnte der Autoakku genutzt werden, um im Vehicle-to-Grid-Betrieb Bedarfsspitzen auszugleichen.

Quelle: pressetext.deutschland

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