PDM Klassifizierungslösung erhöht Datenökonomie im Unternehmen

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Die Simus Systems GmbH hat die neue Version 7.2 ihrer Software-Suite Simus Classmate veröffentlicht. Unternehmen mit eigener Produktentwicklung in der Industrie sollen damit mehr Effizienz im Umgang mit produktbezogenen Daten gewinnen, die in 3D-CAD-Systemen, PDM-Lösungen oder ERP-Systemen wie SAP angelegt und verwendet werden. Diese Datenökonomie führt zu höherer Effizienz in allen Unternehmensbereichen.

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Mit der neuen Version 7.2 der Software-Suite Simus Classmate soll die Effizienz in allen Bereichen steigen.
Mit der neuen Version 7.2 der Software-Suite Simus Classmate soll die Effizienz in allen Bereichen steigen.
(Bild: Simus Systems)

Die Software-Suite Simus Classmate umfasst Module, welche Datenbestände strukturieren, automatisch klassifizieren, nach geometrischen Attributen durchsuchen und bereinigen können. Darauf aufbauend lassen sich Arbeitspläne erstellen, Kalkulationen durchführen oder Stammdaten standardisieren und in andere Formate oder Sichten überführen.

Stammdaten strukturieren und klassifizieren

Am Anfang steht der Einsatz von Classmate Data. Damit werden die vorhandenen Stammdaten im Unternehmen nach gemeinsam erarbeiteten Vorgaben strukturiert und klassifiziert. Dabei werden Dubletten eliminiert, die in verschiedenen Unternehmensbereichen, in unterschiedlichen Formaten oder in mehreren Systemen vorliegen. In der neuen Version lassen sich diese Prozesse nun noch besser kontrollieren und in einer Web-Oberfläche überwachen. Die Möglichkeiten einer automatischen Textgenerierung – zum Beispiel für die Übersetzung in unterschiedliche Sprachen – wurden erweitert.

Anstieg der Wiederverwendung

Der bereinigte Datenbestand beendet in vielen Bereichen die Verschwendung. So können in der Konstruktion vorhandene Teile häufiger wiederverwendet werden, was zu Kostenvorteilen im Einkauf wie in der Fertigung führt. Geringere Kapitalbindung im Lager und effizientere Abläufe sind weitere Folgen. Das Modul Classmate CAD wird in der Konstruktion integriert mit den führenden CAD-Systemen eingesetzt. Es klassifiziert neue Bauteile anhand ihrer Geometrie und befüllt die entsprechenden Sachmerkmalsleisten.

Baugruppen interaktiv klassifizieren

Neu ist eine interaktive Klassifikation von Baugruppen; die Komponenten werden in der Reihenfolge ihrer Aufbaulogik berücksichtigt. Damit die neue Datenökonomie im Unternehmen konsequent gepflegt werden kann, gibt es den Classmate Finder. Seinen geometrischen und klassenbasierten Suchmöglichkeiten führen nun noch schneller und genauer eingrenzbar zu den gewünschten Ergebnissen.

Verbesserungen beim Vergleich von Teilen

Der Vergleich verschiedener Bauteile wurde verfeinert. So lässt sich die Neuerstellung bereits vorhandener Bauteile vermeiden und die Datenhaltung auf das Wesentliche konzentrieren. In die gleiche Kerbe schlägt der Classmate Easy-Finder, eine in CAD-Benutzeroberflächen führender 3D-Systemen wie Creo Parametric, Solid Edge, Solid Works, Inventor, Catia oder NX integrierte Suchmaschine.

Klassifikation in Webservices

Neue Webservices führen nun Klassifikationsaufgaben aus, finden ähnliche Bauteile auf oder bewerten Datensätze. Nun lassen sich Datensätze bearbeiten oder externe Dokumente direkt aus SAP auschecken und öffnen. Das Modul Classmate Plan bestimmt aufgrund der Bauteilgeometrie die zur Herstellung nötigen Technologiefolgen, ermittelt geeignete Maschinen und Werkzeuge sowie die Herstellzeiten nach REFA. Damit lassen sich automatisch Arbeitspläne generieren – aber auch Angebotskalkulationen erstellen. Die Ergebnisse zeigen sich je nach Unternehmen in einer kostenbewussten Konstruktion, einer effizienten Arbeitsplanung und einer ebenso schnellen wie genauen Erstellung von Angeboten. (mz)

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