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Kabel in der Medizin Kabel- und Subsysteme für medizinische Geräte

| Redakteur: Karl-Ullrich Höltkemeier

Leoni ist ein weltweit tätiger System- und Entwicklungslieferant für Draht, Kabel und Bordnetz-Systeme. Die Business Unit Medical der LEONI-Gruppe bietet ihren Kunden ein ineinander greifendes Produkt- und Dienstleistungsspektrum. Als Design-Partner entwickelt LEONI Spezialkabel, Kabelsysteme und Subsysteme für medizinische Geräte..

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( Archiv: Vogel Business Media )

Sie wünschen ein komplett verkabeltes, mit allen mechanischen und elektrischen Komponenten bereits versehenes Modul für den Einbau in einen mobilen, 190 Grad orbital schwenkbaren C-Bogen? Kein Problem. Sie benötigen eine Multifunktionsleitung, die mit Körpertemperatur, EKG-Messung, Blutdruck sowie Sauerstoffgehalt im Blut gleich vier Überwachungsfunktionen in sich vereint? LEONI macht es möglich. Sie wollen ein EMV- und bioverträgliches Hybridkabel für ein Kunstherz, das als sichere Verbindung zwischen einem im Körper befindlichen Pumpenimplantat und einer Versorgungseinheit außerhalb des Körpers eingesetzt wird? Auch so etwas wird von der Business Unit Medical realisiert..

Kabel und mehr für medizinische Geräte

Seit Ende der 90er Jahre gehört Leoni Special Cables in Friesoythe zum Nürnberger Leoni-Konzern und fungiert als Kompetenz-Center für Bus- und Nachrichtenkabel, Kabelsysteme und konfektionierte Kabel für fünf verschiedene Anwendungsbereiche: Telekommunikation, Medizintechnik, Automatisierung & Antriebstechnik, Schiffs- und Meerestechnik sowie Luft- und Raumfahrt. Am Standort in Friesoythe sind heute über 530 Mitarbeiter mit Produktion und Administration auf 24.000 m² beschäftigt. Hinzu kommen 615 Mitarbeiter in den Tochtergesellschaften in der Slowakei und weitere 249 im chinesischen Changzhou sowie zahlreiche Vertriebsbüros in Europa, Asien und in den USA.

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Die Business Unit Medical der LEONI-Gruppe bietet ihren Kunden ein ineinander greifendes Produkt- und Dienstleistungsspektrum. Als Design-Partner entwickelt LEONI Spezialkabel, Kabelsysteme und Subsysteme für medizinische Geräte. Mit mehr als 30 Jahren Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung von Spezialkabeln, ist LEONI kompetente Ansprechpartner für die beste Verbindung in der Medizintechnik.

Mehr als 30 Jahre Erfahrung bei Spezialkabeln

Ein erfahrenes LEONI Engineering-Team begleitet die Kunden von Anfang an: Das umfangreiche Know-how reicht von der Entwicklung und Auslegung des Kabels im 3D-Modell, über das Kabeldesign mit Prototypenbau und die Konfektionierung bis hin zu individuellen Logistiklösungen, wie zum Beispiel die kundenspezifische Produktetikettierung.

Darüber hinaus verfügen die Kabel für die Medizintechnik über besondere Eigenschaften, wie z.B.: Nahezu unsichtbar für Röntgenstrahlen (bei 41 kV, 0,63 mAs, 3,67 ms); Hohe Biegefestigkeit (bis zu 2 Mio. Biegezyklen); Extreme Einsatztemperaturen (–55 °C bis zu +180 °C); Dampfsterilisierbar bei 135 °C; Einfache Steckmontage; Minimales Eigengewicht (10 g/m), sowie Miniaturisierung (Ø bis zu 50 AWG).

Kabelsysteme für Magnetresonanztomographen

Ende letzten Jahres konnte sich die Business Unit Medical einmal mehr gegen den internationalen Wettbewerb durchsetzen und einen Großauftrag von Siemens Medical Solutions gewinnen. Nachdem LEONI bereits seit Jahren die Kabelsysteme für verschiedene Magnetresonanztomographen liefert, wird nun auch die komplette interne, d.h. die im Magnet befindliche Verkabelung für das neue System, MAGNETOM Essenza entwickelt und gefertigt.

Dazu zählen ein Kabelbaum zur Überwachung der supraleitenden Magnetspulen, ein Kabelbaum für interne Umschaltungen und das Heizsystem, ein Kabelbaum für die Erfassung diverser Messwerte, die Verkabelung der Helium Füllstandsonde und die Energiezuführung.

„Auge“ für die Patienten-Sicherheit

Eine weitere Entwicklung im Bereich Patientenschutz bei medizinischen Behandlungen ist LEONI Pinchguard. Damit schlägt der Draht-, Kabel- und Bordnetz-Hersteller ein neues Kapitel in der technischen Nutzung von Licht auf. Die auf Basis von Lichtwellenleiter-Technologie entwickelten taktilen Sensoren sind in der Lage auf Druck zu reagieren und dessen Intensität exakt zu messen.

Dank hochflexibler plastik-optischer Fasern, die Biegeradien bis zu 3 Millimeter erlauben, kann das System seine Stärken selbst auf engstem Raum ausspielen. Über die Optoelektronik lässt sich die Schaltschwelle an die jeweilige Kundenanforderung anpassen.

Die Vorteile des Pinchguard für die Medizintechnik.

Da der Sensor mit dem physikalischen Effekt eines evaneszenten Feldes arbeitet, ist er im Vergleich zu anderen Sensoren absolut EMV-unkritisch und eignet sich auch deshalb für unterschiedlichste Anwendungen. Unmittelbar nach der Präsentation des neu-artigen Sensors entschied sich Siemens Medical Solutions, die flexiblen Lichtwellenleiter als optischen Einklemmschutz zunächst bei seinen Patientenliegen in der Röntgendiagnostik einzusetzen. LEONI entwickelte hierbei das auf dem Pinchguard basierende System für die Serienproduktion mit integrierter Qualitätsprüfung gemäß Kundenanforderung weiter und gliederte die entsprechenden Komponenten in bestehende Siemens-Logistikkonzepte ein.

LEONI bietet den Herstellern von medizinischen Geräten eine platz- und somit kostensparende Lösung zur Erhöhung der Patientensicherheit. In seiner Business Unit Medical verfügt das Unternehmen über die Flexibilität und das Know-how, die innovativen Leitungen innerhalb kurzer Zeit in eine bestehende Kundenentwicklung einzubinden.

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