15.09.2022

Virtualisierung in der Fahrwerksentwicklung

Ein Kooperationsprojekt der BMW Group mit der invenio Virtual Technologies (VT) hebt den Prozess der virtuellen Fahrwerksgestaltung und -absicherung auf ein neues Niveau

In Zeiten der Digitalisierung, volatiler Märkte und dynamischer Technologiesprünge steht die Automobilindustrie vor großen Herausforderungen. Die Entwicklungszyklen werden immer kürzer, um wichtige Innovationen frühzeitig auf den Markt zu bringen. Hierbei steigen gleichzeitig die Anforderungen an den Prozess der virtuellen Fahrzeugentwicklung enorm an. Diesen Prozess zu beschleunigen, bietet einen immensen Wettbewerbsvorteil.

Die virtuelle Fahrwerksentwicklung nimmt aufgrund der Komplexität mit vielen Variablen, wie Feder- und Lenkbewegungen, einen enormen Absicherungsaufwand im Entwicklungsprozess ein. Im Hinblick darauf hat die BMW Group bereits vor Jahren damit begonnen, manuelle Abläufe in der Absicherung erfolgreich zu automatisieren.

Durch den stetigen Anspruch, sich weiter zu verbessern und neue Innovationen in der Entwicklung einzusetzen, ist in Kooperation mit der invenio VT ein neuer Ansatz zur dynamischen Geometrieprüfung entstanden. Die technologische Grundlage bildet der Quality-Monitor von invenio, der bei der BMW Group seit Jahren ausschließlich für die statische, nicht bewegte, Geometrieprüfung zum Einsatz kommt.

In dem gemeinsamen Innovationsprojekt sind zuerst die technischen Machbarkeiten sondiert, verifiziert und bestätigt worden. Mit diesen Erkenntnissen ist der Quality-Monitor für die dynamische Absicherung weiterentwickelt worden, sodass Input-Informationen wie 3D-Daten, Bewegungsinformationen und ein spezielles Regelwerk verarbeitet und berechnet werden können. Die ersten Resultate mit Produktivdaten sind beeindruckend gewesen und haben von Anfang an eine bessere User Experience sowie höhere Nutzerakzeptanz erreicht.

Inzwischen hat der Quality-Monitor den kompletten Prozess der dynamischen Geometrieprüfung übernommen.

Um die Effizienz weiter zu steigern, ist die generische künstliche Intelligenz (KI) integriert worden. Sie erstellt Zusatzinformationen parallel zur Berechnung und liefert Bewertungsvorschläge und Bilder von den identifizierten Problemstellen.

Das und noch viel mehr erfahren Sie in unserem neusten Fachartikel in der exklusiven Innentitelstory vom Digital Engineering Magazin Ausgabe 6/22