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CAD-Software Interdisziplinär konstruieren

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Beschleunigte Prozesse, hohe Sicherheit und hochwertige Dokumentation im Schaltschrank- und Gehäusebau: Mit Eplan Design Space Exchange (DSE) lässt sich ein ganzheitliches 3D-Modell erstellen, das die Daten zwischen Mechanik und Schaltschrankbau abgleicht und beispielsweise um Bohrungen, Gewinde oder Durchbrüche anreichert.

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Eplan vereinfacht mit Design Space Exchange (DSE) die kunden- oder projektspezifischen Anpassungen eines Standardschaltschrankes.
Eplan vereinfacht mit Design Space Exchange (DSE) die kunden- oder projektspezifischen Anpassungen eines Standardschaltschrankes.
(Bild: Eplan)

Ein Standardgehäuse einer individuellen Einbausituation anzupassen und dabei die grundlegenden Eigenschaften des Gehäuses beizubehalten beispielsweise den Korrosionsschutz, ist aufwendig. Zwar lassen sich Montageplatten und Schrankgehäuse mit Unterstützung professioneller 3D-CAD-Anwendungen individuell an jede Einbausituation und jeden Verwendungszweck anpassen – allerdings gestaltet sich die Datenvalidierung zeitaufwendig und fehleranfällig. Wo exakt Bohrungen, Gewinde oder Durchbrüche zur Montage der funktionalen Komponenten und Betriebsmittel gebraucht werden, ergibt sich erst beim elektrotechnischen Auf- und Ausbau des Schaltschranks. Diese Informationen, die für die Fertigung „ins flache Blech“ unbedingt erforderlich sind, liegen dem Gehäusekonstrukteur aber nicht ohne weiteres vor.

Besser automatisch als manuell

Mit Eplan Design Space Exchange verbessert sich der Workflow: Der Mechaniker modifiziert ein Standardgehäuse, passt es den individuellen Kundenanforderungen an und übergibt die 3D-Daten per Knopfdruck an Eplan Pro Panel. Der Schaltschrankbauer projektiert virtuell den 3D-Montageaufbau, legt die Position aller elektro- oder fluidtechnischen Betriebsmittel und damit die Position aller Befestigungsbohrungen, Gewinde und Durchbrüche fest und reichert so das 3D-Modell um die fehlenden fertigungstechnischen Informationen an. Diese zusätzlichen Daten werden dann ebenfalls per Eplan Design Space Exchange an das M-CAD-System - beispielsweise Autodesk Inventor - übergeben und fließen ins 3D-Originalmodell der Gehäusekonstruktion ein. Das geschieht vollparametrisch unter Verwendung von Inventor-Funktionen und nativen Inventor-Objekten.

DSE ermöglicht as-Built-Dokumentation

Während die Gehäusefertigung „ins flache Blech“ jetzt inklusive aller Informationen zu Befestigungsbohrungen, Gewinden, Langlöchern oder Ausschnitten für die spätere Montage aus der mechanischen Konstruktion heraus eingeleitet werden kann, erstellt der Schaltschrankbauer eine ganzheitliche „as-built“-Projektdokumentation des Endproduktes. Schaltpläne, Montage- und Fertigungszeichnungen, Stück-, Betriebsmittel- und Verbindungslisten sowie Daten für die automatisierte Konfektionierung von beispielsweise Klemmleisten und Drahtbündeln sind inklusive. Dieser Prozess ist schneller und deutlich sicherer als der typische manuelle Datenabgleich zwischen den Disziplinen. Auch in letzter Minute lassen sich noch Änderungen einbringen, da per DSE alle Daten zwischen den Systemen abgeglichen werden. (mz)

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