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Mechatronisches Greifmodule

Intelligentes Greifmodul-Kraftpaket mit Profinet-Zertifikat

| Redakteur: Jan Vollmuth

Mit dem Parallelgreifer EGL Profinet erschließt Schunk Anwendern das Potenzial hochflexibler Anwendungen im variantenreichen Umfeld der Industrie 4.0. Der laut eigener Angaben weltweit erste, in der höchsten Kategorie C zertifizierte Profinet-Universalgreifer mit integrierter Elektronik soll Power, Vielseitigkeit und Intelligenz kombinieren.

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Der Schunk EGL Profinet ermöglicht wie hier beim Leiterplattenhandling in der Elektronikindustrie hochflexible Prozesse und eine Prozessüberwachung in Echtzeit.
Der Schunk EGL Profinet ermöglicht wie hier beim Leiterplattenhandling in der Elektronikindustrie hochflexible Prozesse und eine Prozessüberwachung in Echtzeit.
(Bild: Schunk)

Mit einer variablen Greifkraft zwischen 50 N und 600 N deckt der kompakte Greifer laut Schunk ein breites Teilespektrum ab: Im Kraftschluss kann er unterschiedlichste Teile bis 3 kg im Wechsel handhaben – Leiterplatten in der Elektronikindustrie ebenso wie Bauteile in der Konsumgütermontage oder im Maschinenbau. Die Fingerposition, die Schließgeschwindigkeit und die Greifkraft lassen sich innerhalb des Maximalhubs von 42,5 mm pro Finger frei programmieren. Um die Taktzeit zu verkürzen, können die Finger zudem mit einer Geschwindigkeit von bis zu 150 mm/s beliebig vorpositioniert werden.

Interaktiver Inbetriebnahme-Assistent

Die komplette Steuerungs- und Leistungselektronik des EGL Profinet ist platzsparend in seinem Inneren verbaut, so dass er dezentral und dank 24-V-DC-Betriebsspannung bei Bedarf sogar mobil eingesetzt werden kann. Dank Normstecktechnik, zertifizierter Profinet-Schnittstelle und Inbetriebnahme-Assistent soll sich der Greifer schnell und einfach in Anlagen integrieren lassen. Letzterer führt den Bediener schrittweise durch den gesamten Inbetriebnahmeprozess – von der Konfiguration der Hardware über die Einbindung der GSDML-Datei bis hin zur Programmierung der SPS. Über integrierte Testfunktionen lassen sich die einzelnen Prozeduren prüfen.

Darüber hinaus ermöglicht eine Diagnoseschnittstelle den Zugriff auf die wichtigsten Prozess- und Status-Daten des Greifers. Ein massives Aluminiumgehäuse, stabile Führungen sowie ein bürstenloser Servomotor gewährleisten eine hohe Robustheit und einen dauerhaft zuverlässigen Betrieb mit minimalem Wartungsaufwand. Im Fall eines Stromausfalls gewährleistet eine elektrisch aktivierte Bremse, dass die Position der Greiferfinger gehalten wird und keine Referenzierung erforderlich ist. Neben der Version mit Profinet-Schnittstelle gibt es den Greifer auch weiterhin in Versionen mit Profibus DP und CAN. (jv)

Hannover Messe 2018: Halle 17, Stand B40

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