Steuerrelais Intelligente Schaltgeräte steuern Wasseraufbereitungsanlage

Autor / Redakteur: Christian Bücker* / Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Effizienz und Ressourcenschonung liegen im Trend – auch bei der Wasseraufbereitung. Intelligente Schaltgeräte sorgen dabei für die effiziente Prozesssteuerung in einem Autowaschzentrum, bei dem das Waschwasser vollständig aufbereitet und der Wasserverlust mit Regenwasser gedeckt wird. Teil der Installation ist auch ein farbig illuminierter Springbrunnen, den Steuerrelais zeitgesteuert inszenieren.

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Zur Steuerung einer Wasseraufbereitungsanlage verwendet ein schweizer Unternehmen Komponenten von Eaton. Teil der Installation ist auch ein farbig illuminierter Springbrunnen, der die Umgebung des Waschzentrums ziert.
Zur Steuerung einer Wasseraufbereitungsanlage verwendet ein schweizer Unternehmen Komponenten von Eaton. Teil der Installation ist auch ein farbig illuminierter Springbrunnen, der die Umgebung des Waschzentrums ziert.
(Bild: Eaton)

Die KIT Wassertechnik AG im schweizerischen Inkwil entwickelt ökologische Wassernutzungssysteme für verschiedene Ansprüche. Für das Unternehmen stehen dabei die Nutzung von Regen- und Quellwasser, das Recycling und die Veredelung von Wasser, insbesondere von Prozesswasser, im Vordergrund.

Zur Steuerung seiner Anlagen verwendet die KIT Wassertechnik seit jeher Komponenten von Eaton – so auch in einem ihrer jüngsten Projekte: eine Anlage für ein Autowaschzentrum, bei welchem das Waschwasser vollständig aufbereitet und der Wasserverlust mit Regenwasser gedeckt wird. Teil der Installation ist auch ein farbig illuminierter Springbrunnen, der die Umgebung des Waschzentrums ziert.

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Springbrunnen mit definierbarem Farbspiel in Szene gesetzt

KIT Wassertechnik plant, erstellt und realisiert Wassernutzungsanlagen für verschiedenste Bedürfnisse. Zu den Spezialitäten des Schweizer Unternehmens gehören die Aufbereitung von Regenwasser und das Recycling von Brauchwasser als gleichwertiger Ersatz von wertvollem Frischwasser. „Beim Neubau seines Autohauses mit angeschlossener Autowaschanlage suchte unser Auftraggeber eine wasser- und umweltschonende Lösung, welche zudem das im Betrieb entstehende Abwasser wieder nutzen kann“, erinnert sich Roland Graf, Geschäftsführer der KIT Wassertechnik an die Rahmenbedingungen, welche an die Wasserversorgung gestellt wurden. „Außerdem wünschte er sich als besonderes Highlight seines Neubaus eine Springbrunnenanlage, welche in der Nacht mit einem präzise definierbaren Farbenspiel inszeniert werden sollte.“

Herzstück ist eine mehrstufige Wasseraufbereitungsanlage

Herzstück der gesamten Anlage ist eine zentral lokalisierte, mehrstufige Wasseraufbereitungsanlage. Von dort aus wird das Wasser zur Waschanlage und dem Springbrunnen sowie zu den einige hundert Meter entfernt liegenden Verbrauchern des Autohauses gepumpt. „Im Rohwasserspeicher werden zunächst Regenwasser und das aus der Anlage zurückfließende Abwasser gefasst“, beschreibt Roland Graf das System. „Dieses Rohwasser wird in einem aufwendigen Verfahren über Bandfilter, mehrschichtige Aktivkohlefilter und durch Membranfilter gereinigt und anschließend in einem Brauchwassertank mit einem Fassungsvermögen von 7.500 Litern gespeichert.“

Fahrzeugwäsche mit aufbereitetem Wasser

Die Wasserqualität steht derjenigen von Frischwasser kaum nach. Das in zwei Speichern von total 100.000 Litern gespeicherte Regenwasser dient zur Kompensation des Wasserverlustes im Autowaschzentrum. Die so gespeicherte Wassermenge ist selbst in regenarmen Zeiten für den autonomen Betrieb der Anlage ausreichend. Die Fahrzeugwäsche erfolgt praktisch ausschließlich mit aufbereitetem Wasser sowie mit Regenwasser: „Eine Ergänzung mit Frischwasser ist wirklich nur punktuell notwendig“, so Roland Graf. Auch in der betrieblichen Ökonomie punktet dieses äußerst ökologisch arbeitende System: In etwas mehr als dreieinhalb Jahren hat sich die Anlage amortisiert, einzig durch die Einsparungen bei Frisch- und Abwasser.

Aufwendige Steuerung über acht Relais

Wasseraufbereitung ist ein komplexes Verfahren, bei dem permanente Wasseranalyse und Prozesssteuerung perfekt reproduzierbar aufeinander abgestimmt werden müssen. So wundert es nicht, dass KIT alleine dafür acht Steuerrelais vom Typ Easy 819 von Eaton einsetzt, die über Entfernungen von mehr als 300 m miteinander verbunden sind. Die einfache und kostengünstige Vernetz- und Erweiterbarkeit des Easy-800-Systems überzeugen im Betrieb der dezentral aufgebauten Steuerung. „Sieben Geräte sind via Easylink zusätzlich mit Erweiterungsmodulen Easy 618 ergänzt, sodass wir mit dieser Anlage leicht über 250 E/A-Punkte bedienen können“, erläutert Roland Graf.

Steuerrelais sorgen für eindrucksvolles Wasserspiel

Ein Hingucker ist die weitläufige Springbrunnenanlage im Bereich der Zufahrt zum Waschzentrum. Drei weitere Easy-819-Steuerrelais sorgen für ein Wasserspiel, das die Besucher begeistert. Sobald es dunkel wird, werden die Brunnen zudem mit zeitgesteuerten Farbwechseln inszeniert. „Dafür setzen wir die Easy 806 mit Smartwire-DT ein. Sie passt genau, denn wir benötigten analoge Ausgänge zur Automatisierung der LED-Dimmer“, begründet Roland Graf seine Entscheidung. „Wir sind völlig frei in der Programmierung des Farbspiels und können ein präzises Steuersignal von 0 bis 10 V erzeugen, das einen langsamen und genau definierten Farbwechsel ermöglicht.“ Entgegen kam der KIT Wassertechnik auch der platzsparende Aufbau via Smartwire-DT: „Das System kombiniert die Funktionalität einer Easy 800 mit dem direkten Anschluss an das Kommunikationssystem für Schaltgeräte. Das ist perfekt für unseren Anwendungsfall“, so Roland Graf.

Schalten mit Smartwire-DT

Statt die Ein- und Ausgänge der Schaltgeräte konventionell an eine Steuerung anzubinden, werden die neuen Schaltgeräte an Smartwire-DT angekoppelt. Bis zu 99 Smartwire-DT-Teilnehmer mit mehr als 160 Ein-/Ausgängen lassen sich an beide neuen Geräte anschließen – was zur Steuerung von kleinen oder mittleren Maschinen zumeist völlig ausreicht. Beide Geräte integrieren ab Werk außerdem eine serielle Schnittstelle zur Programmierung oder den Anschluss eines abgesetzten Displays. Smartwire-DT ist darüber hinaus als leistungsstarkes Kommunikationssystem ausgelegt, mit welchem Schaltgeräte wie Schütze, Motorschutzschalter, Befehls-/Meldegeräte oder auch digitale und analoge Ein-/Ausgänge schnell und einfach angeschlossen werden. Dank dem direkt im Steuerrelais integrierten Smartwire-DT-Master erübrigt sich ein zusätzliches Gateway zur Anbindung, sodass Anwender auf den vollen Funktionsumfang zurückgreifen. Alle erforderlichen Versorgungsspannungen werden direkt mit den Busleitungen in einer acht-poligen Flachleitung geführt. Für jeden Teilnehmer wird ein Gerätestecker an der Flachleitung positioniert, mittels Zange kontaktiert und ans Gerät aufgesteckt.

Ökologie und Ökonomie waren für den Auftraggeber beim Bau des Autowaschzentrums entscheidend. Die realisierte Lösung liefert eine perfekte Symbiose: Sie schont die Umwelt – und den Geldbeutel. „Unser Kunde ist sehr zufrieden, die Anlage läuft absolut zuverlässig“, freut sich Roland Graf. „Eaton-Technik liefert dazu einen entscheidenden Beitrag. In all den Jahren hatten wir bei keinem unserer Projekte einen Ausfall zu beklagen.“

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(mz)

* *Dipl.-Ing. Christian Bücker ist Fachpresse-Referent bei Eaton am Standort Bonn.

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