Leitung Intelligente Roboterleitung sagt die Zukunft voraus

Igus zeigt auf der Hannover Messe 2016 intelligente Roboterleitungen, die Anwender rechtzeitig vor einem Leitungsausfall warnt und so die Anlagenverfügbarkeit erhöht.

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Werden bestimmte Parameter überschritten, soll die „smarte“ Leitung im laufenden Betrieb rechtzeitig warnen, dass ein Austausch innerhalb der nächsten vier Wochen erfolgen muss.
Werden bestimmte Parameter überschritten, soll die „smarte“ Leitung im laufenden Betrieb rechtzeitig warnen, dass ein Austausch innerhalb der nächsten vier Wochen erfolgen muss.
(Bild: Igus)

In der festen Verlegung werden zumeist gängige Ethernetleitungen eingesetzt. Diese haben in der Bewegung allerdings eine nur sehr begrenzte Lebensdauer. Igus verspricht für sein Programm an Ethernetleitungen für die Energiekette mit 27 Typen in Kupfer und LWL sowie 422 konfektionierten Ethernetleitungen dauerhaft beste Übertragungseigenschaften in der Bewegung. Mit dem Programm will das Unternehmen die zunehmende Vielfalt an umfangreichen Anwendungen im Bereich Industrie 4.0 abdecken – von der einfachen Linearbewegung in staubigen Holzbearbeitungsmaschinen bis zu komplexen 3D-Bewegungen am Reinraum-Roboter, von kleinsten Biegeradien bis zu langen Verfahrwegen.

Permanente Selbstüberwachung

Und das bald auch als „smarte“ Lösung, denn zur Hannover Messe 2016 stellt Igus eine bewegte Leitung vor, die sich permanent selbst überwacht: „Die intelligente Roboterleitung sagt Ihnen die Zukunft voraus“, stellt Rainer Rössel, Leiter des Geschäftsbereichs Chainflex Leitungen bei Igus, heraus. Denn werden bestimmte Parameter überschritten, soll die Leitung im laufenden Betrieb rechtzeitig warnen, und nicht erst mit dem Ausfall, dass ein Austausch innerhalb der nächsten vier Wochen erfolgen muss. „Damit leisten wir einen deutlichen Beitrag zur präventiven Instandhaltung und damit zu erhöhten Anlagenverfügbarkeit“, ergänzt Rössel.

Hoher Vernetzungsgrad erfordert sichere Zuführungslösungen

Für die Bewegung optimierte Leitungen erfordern darüber hinaus auch für die Bewegung optimierte Zuführungslösungen. Und das jeweils auf die spezielle Anforderung zugeschnitten, sei es direkt an der einzelnen Maschine oder in der Fabrik. So stellt Igus mit der Triflex eine E-ketten-Serie zur Verfügung, die für die 3D-Bewegung am Roboter entwickelt wurde. Mit dem Micro-Flizz-System lassen sich beispielsweise bei Regalbediengeräten unter anderem LWL-Leitungen als Alternative zur Stromschiene sicher führen, sodass Übertragungsraten auch über die sonst möglichen 100 Mbit erreicht werden. Sichere und ununterbrochene High-Speed-Datenübertragung soll auch mit dem D-Rover möglich sein. Das System kann an Hafenkräne oder RTGs angekoppelt werden und erreicht eine Datenrate von 10 Gbit/s mit LWL-Leitungen über einen Verfahrweg von über 800 m.

Direkt bestellt und schnell geliefert

Aber nicht nur die Sicherheit, sondern auch die schnelle Verfügbarkeit individueller und modularer Lösungen in den lokalen Märkten ist für Kunden wichtig. Daher hat die Igus GmbH, die sich im letzten Jahr mit 100 Millionen Euro Umsatz mit bewegten Leitungen – bei einem Gesamtumsatz von über 500 Millionen Euro – in der Spitze der Leitungshersteller für die Energiekette positionierte, ihre Produktions- und Lagerkapazitäten in Nordamerika, Asien und Europa erweitert. Durch die Leitungsproduktion auf drei Kontinenten und aus 14 Lager- und Montagezentren weltweit soll der Kunde direkt ab Lager genau die Leitung erhalten, die er benötigt: als einzelne Leitung individuell geschnitten, als aufgetrommelte Meterware, als konfektionierte Leitung oder als einbaufertiges Energiekettensystem. Auch in anderen Bereichen bietet das Unternehmen kundenindividuelle Möglichkeiten durch die Vernetzung von Auswahl, Konfiguration, Produktion und Lieferung. (sh)

Hannover Messe 2016: Halle 17, Stand H04

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