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Berufsausbildung

Ingenieurland Deutschland muss Technikbildung stärken

| Redakteur: Juliana Schulze

Die Ingenieurwissenschaften entsprechen noch zu wenig den Erwartungen junger Menschen an einen attraktiven Beruf. Nur jeder zehnte Schüler zieht den Beruf des Ingenieurs in Erwägung, so ein Ergebnis des „Nachwuchsbarometers Technikwissenschaften von Acatech und VDI.

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VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs bei der Vorstellung des Nachwuchsbarometers. Bild: David Ausserhofer
VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs bei der Vorstellung des Nachwuchsbarometers. Bild: David Ausserhofer
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Studie weist empirisch nach, dass durch mehr Technikunterricht in der Schule das Interesse an technischen Ausbildungsgängen angeregt und gleichzeitig unklare und falsche Vorstellungen über technische Berufe korrigiert werden können. Technik müsse danach kontinuierlich und attraktiv vermittelt werden. Dies fördere sowohl die Kreativität als auch die Aufgeschlossenheit junger Menschen gegenüber technischen Neuerungen und ihren gesellschaftlichen Folgen.

11 Prozent finden Ingenieurberuf noch attraktiv

Die Wissenschaftler der Universität Stuttgart, die das „Nachwuchsbarometer Technikwissenschaften“ im Auftrag von Acatech (Deutsche Akademie der Technikwissenschaften) und des VDI erarbeitet haben, stellen fest, dass für lediglich 11 Prozent der Schüler der Ingenieurberuf noch attraktiv ist. Und selbst bei den technikinteressierten Schülern ergreift nur jeder Zweite einen Beruf in diesem Bereich.

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Die Eigenschaften, die Schüler technischen Berufen zuschreiben, entsprechen nicht ihren Vorstellungen von einem idealen Beruf. Arbeitsplatzsicherung, gute Aufstiegschancen, hohes Einkommen, persönliche Entwicklungsmöglichkeiten und eine vielseitige Tätigkeit sind die entscheidenen Kriterien für die Berufswahl. Die Schüler bezweifeln aber, dass technische und naturwissenschaftliche Berufe diese Kriterien ausreichend erfüllen. „Dagegen würden 90 Prozent der Ingenieure und Naturwissenschaftler ihren Beruf ein zweites Mal wählen. Mehr als jeder Dritte hat seinen Traumberuf gefunden“, sagt der Projektleiter Ortwin Renn von der Universität Stuttgart.

Teil 2: VDI sieht Handlungsbedarf

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