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Im E-Co-Lab Engineering-Lösungen testen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Das E-Co-Lab des Spitzenclusters It‘s OWL bietet Unternehmen die Möglichkeit, über einen Testzugang ihre Engineering-Lösung zu testen. Ein Vorteil soll auch der Erfahrungsaustausch zwischen den Testern sein.

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Bei der Eröffnung des E-Co-Lab (v.l.): Damien Marchand von Dassault Systèmes, Thomas Böck von Claas, Georg Kraft von Dassault Systèmes, Roman Dumitrescu von It's OWL, Jivka Ovtcharova vom KIT, Christian Tschirner vom Fraunhofer IEM und Matthias Knoke von Miele.
Bei der Eröffnung des E-Co-Lab (v.l.): Damien Marchand von Dassault Systèmes, Thomas Böck von Claas, Georg Kraft von Dassault Systèmes, Roman Dumitrescu von It's OWL, Jivka Ovtcharova vom KIT, Christian Tschirner vom Fraunhofer IEM und Matthias Knoke von Miele.
(Bild: Michael Adamski)

In Ostwestfalen-Lippe entsteht im Spitzencluster It’s OWL mit dem Engineering Collaboration Lab – kurz E-Co-Lab – ein Netzwerk, in dem Unternehmen durchgehendes Engineering mit geringem Aufwand ausprobieren und Erfahrungen austauschen können. Die Idee des E-Co-Lab ist, Unternehmen über einen Testzugang die Möglichkeit zu geben, eine Engineering-Lösung zu testen. So sollen sie beispielsweise an einem eigenen Projekt den Nutzen verschiedener Anwendungen für die eigene Entwicklungsarbeit testen und validieren können. Als Engineering-Umgebung dient die 3D-Experience-Plattform von Dassault Systèmes, die Wert auf einen durchgängigen Engineering-Prozess und eine vernetzte Zusammenarbeit legt.

Moderne Softwarelösungen selten genutzt

„Eine durchgängige Produktentwicklung bei mechatronischen Systemen bedeutet, dass die verschiedenen Aspekte des Entwicklungsprozesses mithilfe einer gemeinsamen Datenbasis miteinander verknüpft sind. So können große und interdisziplinäre Entwicklerteams erfolgreich zusammenarbeiten“, meint Matthias Knoke, Leiter der virtuellen Produktentwicklung bei Miele. Für den Haushaltsgerätehersteller ist besonders die Nachverfolgbarkeit im Entwicklungsprozess wichtig. Miele entwickelte zusammen mit Dassault Systèmes und dem Fraunhofer IEM mit einem solchen Testzugang einen Demonstrator für die Hannover Messe.

Das Spitzencluster gibt an, dass moderne Softwarelösungen dem Mittelstand zwar viel Potenzial bieten, er sich mit der Nutzung aber schwer tut: Das Vorgehen sei unklar, die hohen Investitionskosten schreckten ab. Deshalb würden Unternehmen meist zu vermeintlich überschaubareren und kostengünstigeren Einzellösungen greifen. „Umfragen belegen, dass die durchgängigen Werkzeugketten zusammen mit einem methodischen Ansatz in der Industrie als Erfolgsrezept bereits erkannt aber noch nicht umgesetzt werden“, erläutert Prof. Roman Dumitrescu, Direktor am Fraunhofer IEM und Geschäftsführer von It’s OWL.

Erfahrungsaustausch zwischen den Partnern

Mit dem E-Co-Lab will das Fraunhofer IEM ein Netzwerk über die Region OWL hinaus aufbauen. Der Zugang zu einer Testumgebung für das durchgängige Engineering soll deutschlandweit möglich sein. Der Partner T-Systems will durch sein IT-Infrastruktur-Angebot die Verfügbarkeit und Datensicherheit des Labs sicherstellen.

Neben Miele hat der Landmaschinen-Hersteller Claas ebenfalls so einen Testzugang erprobt. Weitere Partner sollen folgen, darunter auch Forschungseinrichtungen wie das KIT in Karlsruhe. Den Erfahrungsaustausch der einzelnen Tester ermöglichen die Organisatoren zum einen über ein virtuelles Netzwerk und zum anderen über regelmäßige Veranstaltungen. Erste Ergebnisse werden auf dem Tag des Systems Engineering TdSE vorgestellt, der Anfang November in Paderborn stattfindet. (kj)

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