3D-Drucker HP präsentiert eine eigene Drucktechnik für 3D-Drucker

Autor / Redakteur: Stefanie Michel* / Juliana Pfeiffer

HP lässt mit Blended Reality die Grenzen zwischen der digitalen und physischen Welt verschmelzen. Mit den neuesten Entwicklungen für das Computing und den 3D-Druck hat HP neue Produkte und Technologien für seine 3D-Vision vorgestellt.

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Auf dem Launch event Ende Oktober 2014 in New York zeigte HP, was mit dem neuen 3D-Druck-Verfahren möglich ist.
Auf dem Launch event Ende Oktober 2014 in New York zeigte HP, was mit dem neuen 3D-Druck-Verfahren möglich ist.
(Bild: Agostini/Invision for HP/AP Images)

Mit HP Multi Jet Fusion hat HP ein 3D-Druck-System entwickelt, das höhere Produktivität und Qualität bei geringeren Kosten erreicht als bisherige Systeme. Das Produkt basiert auf der Technologie HP Thermal Inkjet. HP will damit den 3D-Druck im Unternehmensumfeld etablieren und weiter vorantreiben. In einem chemischen Prozess mithilfe eines Schmelzzusatzes, der gezielt aufgebracht wird, werden die Partikel verschmolzen. Ein weiterer Stoff wird dort aufgebracht, wo der Schmelzvorgang reduziert werden soll, beispielsweise um scharfe Kanten zu erhalten.Der Multi Jet Fusion erreicht eine zehn Mal schnellere Druckgeschwindigkeit, druckt in besserer Qualität, produziert genauere Ausdrucke und spart Kosten ein.

Grenzen zwischen digitaler und physischer Welt abbauen

„Als wir den vorhandenen Markt der 3D-Drucker untersuchten, sahen wir viel Potenzial aber ebenso große Lücken bei der Kombination aus Geschwindigkeit, Qualität und Kosten,” erklärt Stephen Nigro, Senior Vice President, Inkjet and Graphic Solutions bei HP den Schritt. „HP Multi Jet Fusion soll die Fertigung in verschiedensten Industriebranchen verändern indem es das volle Potenzial des 3D-Drucks mit besserer Qualität, höherer Produktivität sowie Wirtschaftlichkeit ausschöpft.”

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Die neue Technik steht auch Drittanbietern zur Verfügung, um eigene Lösungen zu entwickeln. HPs Strategie sieht eine Innovationsplattform vor, die das volle Potenzial von 3D-Druck abbildet. „Wir befinden uns am Scheitelpunkt einer Veränderung bei Computer- und Druckertechnik,“ so Dion Weisler, Executive Vice President Printing & Personal Systems (PPS) bei HP. Solche Techniken werden die Grenzen zwischen digitaler und physischer Welt abbauen und Menschen dazu ermutigen, etwas zu schaffen, zu interagieren und zu inspirieren wie nie zuvor, so Weiler weiter.

3D-Druck-System ab 2016 verfügbar

Mit dem Programm HP Open Customer Engagement arbeitet HP außerdem direkt mit Verbrauchern an der Entwicklung neuer Materialien für den 3D-Druck. Zudem wird HP für Partner einen Zertifizierungsprozess einführen, um die Entwicklung neuer Materialien voranzubringen. Schließlich können diese auch auf Branchen wie Ingenieurwesen, Architektur oder Konsumgüter ausgeweitet werden. Darüber hinaus nutzt HP seine Expertise in der Farbtechnologie der traditionellen Drucksysteme für die Farbgebung beim 3D-Druck. Voraussichtlich 2016 wird das HP 3D-Druck-System verfügbar sein.

Sprout – innovative Benutzeroberfläche mit integrierter 3D-Technologie

Mit dem All-in-One-PC (AiO) Sprout bekommt Arbeiten am Computer laut HP eine neue Dimension, denn die Leistungsfähigkeit eines Desktop-PCs wird mit einer innovativen Benutzeroberfläche mit integrierter 3D-Technologie kombiniert. Damit kann der Computer reale Gegenstände auch virtuell in drei Dimensionen abbilden und ermöglicht ein neuartiges Nutzererlebnis. Technologisch spielen dafür in diesem Produkt verschiedene Komponenten zusammen: ein Scanner, ein Tiefensensor, eine hochauflösende Kamera und ein Projektor. Durch das Design wird der AiO zudem zu einer Plattform für die Zusammenarbeit im Team. Mehrere Mitarbeiter können gemeinsam und in Echtzeit an denselben digitalen Inhalten arbeiten. „Wir leben in einer dreidimensionalen Welt, entwerfen Produkte aber in einer zweidimensionalen,” sagt Ron Coughlin, Senior Vice President, Consumer PC & Solutions bei HP. „Sprout ist ein großer Schritt, die Hürden zu nehmen, um nahtlos von der Idee zum Produkt zu gelangen.“

Vertikale Touch-Bedienfläche erleichtert das Arbeiten

Zusätzlich zum Monitor kann auch auf der vertikalen Touch-Bedienfläche gearbeitet werden. Um alle Komponenten zu verknüpfen, bietet der HP Workspace zudem die passenden Softwarelösungen. Der Sprout-Marktplatz dient darüber hinaus als Plattform für die entsprechenden Applikationen. Für die nötige Leistungsfähigkeit sorgt ein Intel i7 Prozessor der vierten Generation mit einem Terabyte Speicher. Windows 8.1 unterstützt die Touch-Anwendungen. (jup)

* *Stefanie Michel ist Redakteurin bei MM Maschinenmarkt

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