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Hydrauliksysteme Höhere Filterwirkung bei längerer Standzeit

Für den ausfallsicheren Betrieb von hydraulischen Anlagen ist eine optimale Filtration des Fluidmediums von entscheidender Bedeutung. 80 % aller Ausfälle gehen auf verunreinigtes Fluidmedium zurück. Die auslösenden Partikel sind dabei mit dem bloßen Auge nicht erkennbar. Neue Filtermedien der fünften Generation von Rexroth sollen diese Verunreinigungen zuverlässig zurückhalten.

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Die neu entwickelten Filterelemente sind serienmäßig mit einem zusätzlichen leitfähigen Vlies ausgestattet.
Die neu entwickelten Filterelemente sind serienmäßig mit einem zusätzlichen leitfähigen Vlies ausgestattet.
(Bild: Bosch Rexroth)

Auf Basis der Anwendungserfahrung als Hydraulikhersteller und mit Hilfe neuester Erkenntnisse der Werkstoffkunde sowie umfangreicher Strömungsanalysen hat Rexroth komplett neue Filtermaterialien entwickelt. Diese fünfte Generation kommt in sämtlichen Rexroth-Filterelementen für alle marktgängigen Größen zum Einsatz. Die optimal aufeinander abgestimmt Filterlagen aus Mikroglas erreichen hohe Rückhalteraten, der Maßstab für die Filtereffizienz. Sie geben an, in welchem Verhältnis das Filterelement Partikel einer definierten Größe zurückhält. Die ß-Werte nach ISO 16889 liegen je nach Filterfeinheit bei dem neuen Filtermaterial bei über 200. Damit sollen Anwender sehr gute Filtrierergebnisse erreichen und über optimal gereinigte Druckflüssigkeiten ihre Anlagenverfügbarkeit steigern.

Leitfähiges Vlies in Serie

Die neu entwickelten Filterelemente sind serienmäßig mit einem zusätzlichen leitfähigen Vlies ausgestattet. Dieses sorgt für einen Ladungsaustausch zwischen Öl und Filtermaterial und reduziert damit das Risiko der elektrostatischen Auf- und Entladung im Filter. Endanwender hydraulischer Anlagen setzen immer häufiger zink- und aschefreie Öle ein. Diese Hydraulikmedien besitzen in aller Regel eine reduzierte Leitfähigkeit. Beträgt diese weniger als 300 pS/m, entsteht eine erhöhte Gefahr von elektrostatischen Entladungen. Diese Entladungsvorgänge sind häufig in Form von Blitzentladungen sichtbar oder über ein Knistergeräusch zu identifizieren. Jede Entladung kann winzige Mengen Öl verbrennen und die Standzeit des Mediums verringern. Gleichzeitig können die Entladungen Löcher in die Filterschichten brennen. Das reduziert die Rückhalterate und steigert die Gefahr, dass Partikel den Filter passieren und Schäden im System anrichten können.

Nur drei statt vier Filterwechsel

Zusätzlich zur hohen Filtriereffizienz soll das neue Material auch die Schmutzaufnahme steigern. Im Vergleich zur Vorgängergeneration nehmen die neuen Filterelemente bis zu 50 % mehr Partikel auf und erhöhen damit die Standzeit um den gleichen Wert, bei gleichbleibenden Betriebsbedingungen. In der Betriebszeit, in der bislang vier Mal Filter ausgetauscht werden mussten, reduziert die neue Generation den Aufwand auf zwei Wechsel. Anwender sollen damit Kosten für Filterelemente, deren Entsorgung sowie Arbeitszeit sparen. (sh)

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