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Emobility Hochflexibles robotisches Auto passt sich dem vorhandenen Platz an

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Mehr und mehr Menschen zieht es in die großen Städte dieser Welt. Daher haben all diese Städte mit der gleichen Herausforderung zu kämpfen: zu wenig Parkplatz und sehr dichter Verkehr. Ein Team deutscher Ingenieure hat ein Konzeptauto entworfen, dass für den Verkehr in dicht bevölkerten Städten prädestiniert ist.

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Größenflexibel und beweglich: das EO Smart Connecting Car 2.
Größenflexibel und beweglich: das EO Smart Connecting Car 2.
(Bild: Timo Birnschein, DFKI GmbH )

EO (Latein für “Ich gehe”) smart connecting car 2 ist das Ergebnis konsequenter und andauernder Forschung, Entwicklung und Optimierung des EO smart connecting car- Konzepts. Im Gegensatz zu einem normalen Auto ist die Einzelradaufhängung des EO smart connecting car voll durch vier Linearaktuatoren konfigurierbar. Damit ist die Achse äußerst beweglich, kann sich heben und senken, einen 90-Grad-Schwenk zur Seitwärtsfahrt durchführen, vorne und hinten getrennt voneinander lenken, das Fahrzeug auf dem Punkt drehen, die Morphologie im Sinne der Längen- und Höhenänderung verändern und sich so praktisch sämtlichen möglichen Fahrsituationen gezielt anpassen.

Wie sein Vorgänger ist das weiterentwickelte Auto in der Lage:

  • normal zu fahren,
  • diagonal zu fahren,
  • auf der Stelle zu wenden,
  • seitwärts zu fahren,
  • sich zu falten, um seine Größe von 2,5 m auf 1,5 m zu verkleinern und
  • gleichzeitig eine komfortable Sitzposition zu bieten.

Autonomes Fahren möglich

Große Fenster bieten einen guten Überblick der Fahrzeugumgebung, ein intuitives Benutzerinterface bietet eine einfache Bedienung der Fahrmodi des robotischen Autos. Zusätzlich bietet der Board-Computer und das Auto-Navigationssystem umfangreiche Fahrerassistenzsysteme bis hin zur Vollautonomie an. Autonomes Parken wird auch in sehr engen und vollgeparkten Straßen möglich sein. Später wird ein Autopilot den Fahrer ohne dessen Zutun zu seinem gewünschten Ziel bewegen und so das fahrerlose Auto realisieren.

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Konzeptauto zeigt mögliche Zukunft der Mobilität

Ein Team aus neun Wissenschaftlern, einem Designer sowie mehreren Studenten entwickelten dieses robotische Auto zwischen Oktober 2011 und Juli 2014. Um die Machbarkeit der technischen Anforderungen zu beweisen, wurden eine Integrationsstudie sowie eine detaillierte Physiksimulation entwickelt. Beides verwendete bereits die finalen Achsmodule und einen Großteil der finalen Elektronik, wurde aber durch eine „Rapid Control Prototyping“-Anlage gesteuert.

Nach dem alle Experimente abgeschlossen waren, wurde ein Chassis konstruiert und gebaut. Gleichzeitig wurde die Karosserie designt und konstruiert, sowie die Software für speziell entwickelte Fahrzeugsteuergeräte entwickelt.

Faltbare Dockingschnittstelle spart Platz

Ein problematischer Aspekt der meisten Elektroautos ist das Ladekabel. Um diesen Umstand anzugreifen, wurde eine vielseitige und faltbare Dockingschnittstelle entwickelt, welche unter der Karosserie vorne und hinten im Auto Platz findet. Diese erlaubt das automatische Docken an Ladesäulen, aber auch das Ankoppeln von Zusatzmodulen wie Range-Extender, Passagier-Module oder Transport-Module.

Ein interessantes Feature des EO Smart Connecting Car 2 ist, dass sich mehrere der kleinen Autos zu einem Verbund zusammenschließen können. Die Wagen docken dann aneinander an, und können ohne Eingaben der individuellen Insassen fahren:

Technische Details

  • Größe: 2,5 m x 1,57 m x 1,6 m bzw. 2 m x 1,57 m x 2,25 m
  • Gewicht: 750 kg
  • Stromversorgung: 54 V – LiFePo4 Akku
  • Geschwindigkeit: 65 km/h
  • Antrieb/ Motoren: 4 x 4kW Radnaben-Hauptantriebe; 10 x Langhub-Linearantriebe mit 5000N 1 x Servo für Falten
  • Sensoren: Hall-Effekt Sensoren für Winkelmessungen und Längenmessungen, Seilzugpoties für Längenmessungen, Stereo-Kamera vorne / hinten, 32-Zeilen Lidar für 3D-Rundumsicht und 6 ToF 3D-Kameras für Nahbereichsrundumsicht
  • Kommunikation: CAN-Bus RS232 RS485 LAN

(mz)

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