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Hightech-Positionierung für die Metallbearbeitung

| Redakteur: Jan Vollmuth

Peiseler zeigt auf der EMO vom 18. bis 23. September 2017 in Hannover Neu- und Weiterentwicklungen bei seinen Schwenkeinrichtungen, Drehtischen, Wendern und Werkzeugwechseltischen.

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Die ATC-Baureihe von Peiseler gibt es nun auch mit Gegenlagern. Das WTC genannte Modell wird so zu einer Schwenkbrücke. Es ist in allen Größen lieferbar.
Die ATC-Baureihe von Peiseler gibt es nun auch mit Gegenlagern. Das WTC genannte Modell wird so zu einer Schwenkbrücke. Es ist in allen Größen lieferbar.
(Bild: Peiseler)

Als eine Neuheit präsentiert Peiseler die Wechseltisch-Baureihe WWE. Diese ist nun elektrisch angetrieben und damit laut Hersteller deutlich leistungsstärker. Sie löst die bisherigen mit Luft angetriebenen WW-Modelle ab und bietet eine Lösung für einen hauptzeitparallelen Werkstückwechsel. Mit einer Drehung um 180° erfolgt der Wechsel der fest installierten Tischplatten zwischen Rüstplatz und Bearbeitungsraum. Hirthverzahnungen sollen dabei eine extrem genaue Endposition gewährleisten. Das System arbeitet autark und sei daher für Maschinen mit verschiedenen Hauptsteuerungen geeignet, so Peiseler. Der sehr dynamische Bewegungsablauf über einen Antrieb mit integriertem Umrichter und Servomotor soll schnelle Wechselzeiten bis zu 3,5 s ermöglichen.

Höhere Steifig- und Genauigkeiten

Auch die Zweiachs-Schwenkeinrichtungen der Baureihe ZASR für die fünfachsige Bearbeitung werden Thema auf dem Peiseler-Messestand sein. Die vierte und fünfte Achse liegen bei diesem Maschinenkonzept im Werkstück, was im Vergleich zu zweiachsigen Schwenkköpfen höhere Steifig- und Genauigkeiten ermöglichen soll. Damit können die Anwender Transportlasten bis 6000 kg und Werkstücke bis zu einem Durchmesser von 2200 mm bewegen, erklärt der Hersteller. Ein elektrisch verspannter Zahnradantrieb erlaube zudem eine hochdynamische Simultanbearbeitung. Die großzügig dimensionierte Schwenkachse sei im Gegensatz zu anderen im Markt mechanisch und thermisch symmetrisch aufgebaut und führe gerade bei der Schwerzerspanung zu ausgezeichneten Ergebnissen, ist sich der Hersteller sicher.

Bei der auch für Endwender konzipierten Produktbaureihe ATC bietet Peiseler eine Reihe von Erweiterungen. So ist diese in allen Größen künftig auch mit Gegenlagern erhältlich, die auf einer gemeinsamen Grundplatte montiert eine Schwenkbrücke ergeben. Diese WTC genannte Version kann der Kunde mit nahezu beliebigen Vorrichtungen bestücken. Das ATC-Baukastensystem soll sich auch zur Steigerung der Leistungsfähigkeit von Bearbeitungszentren durch eine vierte und gegebenenfalls fünfte Achse sowie für Sonderkonstruktionen und Anpassungen an kundenspezifische Anforderungen eignen.

Kopplung zu Mehrfachwendern

Auf der EMO ist sicher auch die neue Kopplung von mehreren ATC-Geräten zu Mehrfachwendern mit horizontaler Achse für die mehrspindelige Bearbeitung von großem Interesse. Die auf der Baureihe basierenden Zweiachs-Schwenkeinrichtungen ZATC hat Peiseler zudem mit Gegenlagern ergänzt. Dadurch sollen sich deutlich größere und schwerere Werkstücke bearbeiten und die Spitzenhöhe der Planscheibe verringern lassen.

Auch für das auf EMO 2017 im Fokus stehende Thema Industrie 4.0 ist Peiseler nach eigenen Angaben gerüstet: Die Temperaturmesskarte DDC 1000 des Unternehmens ist speziell für Anwendungen von Synchron-Einbaumotoren in Werkzeugmaschinen konstruiert und solle eine sichere galvanische Trennung zwischen den Ein- und Ausgängen der Temperaturfühler garantieren und die Auswertung mehrerer Sensoren und Weiterleitung an die übergeordnete Steuerung ermöglichen. (jv)

EMO 2017: Halle 12, Stand A17

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