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Planetengetriebe Gut gewickelt mit der berühungsfreien Flanschabtastung FA II

| Redakteur: Lea Ziegler

Keine Spule gleicht der anderen. Schon minimale Abweichungen in der Größe führen zu ungleicher Wicklung oder Knäuelbildung. Dies kann durch eine berühungslose Flanschabtastung umgangen werden. Die FA II von Uhing korrigiert die Umschaltpunkte des Wickelguts vollautomatisch.

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Die FA II ermöglicht eine gleichmäßige Wicklung von Draht, Kabel oder Seilen.
Die FA II ermöglicht eine gleichmäßige Wicklung von Draht, Kabel oder Seilen.
(Bild: Uhing)

Die seit 2012 im Einsatz befindliche Flanschabtastung verfügt über eine integrierte Laser-Sensorik und ermöglicht eine gleichmäßige Wicklung von Draht, Kabel oder Seilen.

In der Software des Systems, das für den Einsatz auf pneumatisch umschaltbaren Rollringgetrieben entwickelt wurde, wird die zulässige Höhenabweichung hinterlegt. Die Flanschabtastung übernimmt ein Laser-Sensor, der auf der Verlegung montiert ist. Innerhalb der Spule misst dieser laufend den Abstand zwischen Wickelgut und Laser und vergleicht den gemessenen Wert mit der zuvor eingestellten maximalen Höhentoleranz des Wickelgutes. Der Referenzabstand für die maximale Höhentoleranz wird bei jedem Überfahren der Mitte erneut gemessen und für die Dauer eines Umschaltzyklus gespeichert.

Lage für Lage misst die Flanschabtastung den aktuellen Abstand und vergleicht ihn mit dem Referenzabstand. Sobald die zulässige Höhenabweichung überschritten wird, löst der Sensor den Umschaltvorgang aus. So sorgt das System dafür, dass aufbauendes Material am Flansch vermieden wird. Die FA II erkennt, wie breit die eingesetzte Spule ist und ob der verwendete Flansch gerade ausgerichtet ist oder vom 90°-Winkel abweicht. Wird nach einem Spulenwechsel eine Spule mit anderer Breite verwendet, stellt sich die Flanschabtastung auf die neue Position, die Breite und den Spulentyp – konisch oder bikonisch – ein.

Ein Baukastensystem zur einfachen Montage

„Die Hersteller von Wickelgut legen großen Wert auf ein gutes Wickelbild ihrer Produkte, besonders an den Flanschen“, erklärt der für das Marketing bei Uhing verantwortliche Geschäftsführer Wolfgang Weber. „Wichtig ist auch, dass das Fachpersonal die Flanschabtastung einfach und ohne spezielle Kenntnisse montieren kann und dass das Produkt einfach zu bedienen ist. Über das Sicherstellen eines gleichmäßigen Wickelvorgangs hinaus war es auch unser Ziel, den Betrieben durch das vollautomatische Auslösen des Umschaltvorgangs eine Zeit- und Kostenersparnis zu bieten.“

Die Entwicklung der Firma Uhing ist ein Baukastensystem, bestehend aus standardisierten Industriekomponenten verschiedener Hersteller. Ersatzteile können entweder über das Unternehmen oder direkt beim betreffenden Hersteller bestellt werden, wie Jörg Wadehn, Uhing-Geschäftsführer mit dem Verantwortungsbereich Technische Entwicklung, erklärt.

Das autarke System FA II kann des Weiteren ohne Anbindung an eine Maschinensteuerung eingesetzt werden. Auch die Verwendung in wandernden Wicklern ist möglich. In dem Fall wird der Sensor fest installiert und erkennt den sich bewegenden Flansch. (lz)

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