Nanotechnologie

Großtechnische Herstellung von Nanopartikeln untersuchen

15.06.2009 | Redakteur: Dorothee Quitter

„Ganz klein ganz groß“ - unter diesem Motto starteten das Fraunhofer IWS Dresden und die IABG gemeinsame Aktivitäten im Bereich Nanopartikel mit dem Projektvorhaben „piano“ (pulverförmige nanoskalige Feststoffe).

In diesem auf 3 Jahre angelegten Verbundprojekt soll der Sprung von der Erzeugung von Nanopartikeln im derzeitigen Labormaßstab hin zu einer hocheffizienten und flexiblen großtechnischen Bereitstellung vollzogen werden. Parallel dazu wird ein aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem von Prozess- und Qualitätsüberwachung entwickelt. Im Fokus dieses Projektes steht also nicht die Entwicklung neuer Materialsysteme, sondern die Entwicklung der Grundlage zur großtechnischen Herstellung der an anderer Stelle entwickelten Materialien. Basierend auf neuer Atmosphärendruck-Plasmatechnologie (ADP-Technologie) soll die Möglichkeit einer Aufskalierung des Prozesses erforscht werden. Auf die Anwendung und Entwicklung dieser Technologie ist das Fraunhofer IWS seit vielen Jahren fokussiert. Die IABG bringt dabei auch ihre Kompetenz im professionellen Prozessanlagenbau ein.

Nanopartikel aus Silizium für mobile Energiespeicher

Das angewandte Prinzip der Edelgaskondensation ist seit den 60er Jahren bekannt. Das Ausgangsmaterial wird mit einem geeigneten Prozess verdampft und die nachfolgende rasche Abkühlung in einem Kühlgasstrom führt dazu, dass das verdampfte Material zu Nanopartikeln kondensiert. In diesem Projekt soll das Material mit Hilfe der neuen ADP-Technologie verdampft werden. Da in der Plasmazone extrem hohe Temperaturen herrschen, mit denen nahezu beliebige Ausgangsmaterialien verdampft werden können, ergeben sich große Freiheiten bei der Materialwahl. Zudem wird sich durch Veränderung der Abkühlparameter der Durchmesser der Nanopartikel je nach gefordertem Einsatzzweck einstellen lassen. Auf diese Weise sollen zum Beispiel Nanopartikel aus Silizium hergestellt werden. Von deren Anwendung als kapazitätssteigernder Batteriezusatz versprechen sich die Projektpartner einen bedeutenden Beitrag zur Entwicklung leistungsfähiger mobiler Energiespeicher.

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 305858 / Werkstoffe)