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Verbindungsschweißen Goldschmidt Thermit Group übernimmt schwedischen Hersteller

Redakteur: Katharina Juschkat

Die Leipziger Goldschmidt Thermit Group expandiert in Skandinavien. Das Unternehmen für Verbindungsschweißen und für Wartung und Instandsetzung von Schienensystemen übernimmt den Technologieführer für Straßen-Schienen-Fahrzeuge SRS Sjölanders AB.

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Ein Schienenschweißfahrzeug von SRS. „Für uns ist dieser Zusammenschluss eine strategisch wichtige Ergänzung unseres Sortiments“, erklärt Dr. Hans-Jürgen Mundinger, CEO von Goldschmidt Thermit.
Ein Schienenschweißfahrzeug von SRS. „Für uns ist dieser Zusammenschluss eine strategisch wichtige Ergänzung unseres Sortiments“, erklärt Dr. Hans-Jürgen Mundinger, CEO von Goldschmidt Thermit.
(Bild: SRS Sjölanders)

Die Goldschmidt Thermit Group übernimmt den Technologieführer für Straßen-Schienen-Fahrzeuge SRS Sjölanders AB mit Sitz in Osby, Schweden. Spezialisiert hat sich SRS Sjölanders auf Zweiwegefahrzeuge für die Installation, Inspektion und Instandhaltung von Oberleitungen sowie zur Inspektion von Brücken und Tunneln; ferner auf Zweiwege-Schwerlastkräne und Zweiwege-Abbrennstumpfschweiss-Maschinen.

Zweiwegesystem mit hydrostatischem Antrieb patentiert

„Vom Spezialwissen der SRS Sjölanders profitiert unser Unternehmen, unter anderem im Bereich der Zweiwege-Schleiftechnik, aber auch darüber hinaus in unserem Kerngebiet, dem Schienenschweißen“, erklärt Dr. Hans-Jürgen Mundinger, CEO von Goldschmidt Thermit. „Für uns ist dieser Zusammenschluss eine strategisch wichtige Ergänzung unseres Sortiments.“

Das schwedische Unternehmen blickt auf eine über hundertjährige Unternehmensgeschichte und Erfahrung in der Bahnindustrie zurück. Herzstück der technischen Entwicklungen ist das patentierte Zweiwegesystem mit hydrostatischem Antrieb, bei dem kein Kontakt zwischen den normalen Gummirädern des Fahrgestells und den Schienenlaufrädern besteht. Wenn das Fahrzeug auf Schienen fährt, ruht es vollkommen auf den Schienenrädern. Die Konstruktion soll gute Leistungen in Bezug auf Sicherheit, Zugkraft, Spurtreue, Bremsleistung, Geschwindigkeit und Fahrkomfort erbringen. Weltweit wurden etwa 500 Fahrzeuge mit dem patentierten Zweiwege-System ausgerüstet, das ein Eingleisen in weniger als zwei Minuten ermöglichen soll.

Weltweiter Trend zu mehr Schieneninfrastruktur

„Wir sind ein High-Tech-Zulieferer für die Bahnindustrie. Gemeinsam mit Goldschmidt Thermit wollen wir unser globales Kundennetzwerk ausbauen und neue Märkte erschließen“, sagt Peter Sundström, Managing Director von SRS Sjölanders. Das Unternehmen bietet seinen Kunden neben Zweiwegefahrzeugen auch Service- und Wartungsleistungen.

„Der weltweite Trend zur intensiveren Nutzung der Schieneninfrastruktur führt zu kürzeren Wartungsfenstern“, sagt Stefan Damm, Leiter Sonderprojekte bei Goldschmidt. „Mit unserem vereinten Wissen zur Integration von mehr Technologie auf Zweiwegefahrzeugen ermöglichen wir die effiziente Ausschöpfung von Sperrpausen.“ (kj)

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