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Hannover Messe 2015 Getriebequerträger aus Polyamid für die Hinterachse

| Redakteur: Dorothee Quitter

Nach einem hochbelastbaren Motorlager hat Contitech nun einen Hinterachsgetriebequerträger aus einem Hochleistungskunststoff der BASF entwickelt.

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Der neue Getriebequerträger für die Hinterachse von Conti Tech kommt in der Mercedes Benz S-Klasse zum Einsatz.
Der neue Getriebequerträger für die Hinterachse von Conti Tech kommt in der Mercedes Benz S-Klasse zum Einsatz.
(Bild: Contitech )

Den weltweit ersten Kunststoff-Getriebequerträger im Hinterachsrahmen haben jetzt ContiTech Vibration Control und BASF für die S-Klasse von Mercedes-Benz entwickelt. Er besteht aus dem technischen Kunststoff Ultramid A3WG10 CR, einer besonders hoch verstärkten und auf hohe mechanische Lasten optimierten Polyamidspezialität der BASF. Gegenüber dem Vorgängerträger aus Aluminiumdruckguss bietet das hoch belastbare Bauteil eine Gewichtsersparnis um 25 %, eine bessere Akustik und optimale mechanische Eigenschaften auch bei hohen Temperaturen und den aktuellen Crash-Anforderungen.

„Der neue Hinterachsgetriebequerträger ist ein Meilenstein in der Anwendung von Polyamiden im Fahrwerksbereich und hat das Potenzial, einen neuen Trend in der Automobilbranche zu setzen“, sagt Kai Frühauf, Geschäftsbereichsleiter bei ContiTech Vibration Control. „Immer häufiger wird Metall durch Polyamid ersetzt. Dabei spielen wir ganz weit vorne mit und helfen den Herstellern nach und nach Metall durch Hochleistungskunststoffe zu ersetzen.“

Der Hinterachsgetriebequerträger von ContiTech kommt in den Fahrzeugausführungen von Mercedes-Benz mit Allradantrieb – mit Ausnahme der AMG-Fahrzeuge – zum Einsatz. Das Bauteil zeichnet sich durch optimale Festigkeit, eine gute schwingungs- und geräuschmindernde Wirkung und hohe Crashsicherheit aus. Als eine zentrale Komponente der Hinterachse stützt es Kräfte und Momente des Hinterachsgetriebes ab.

Auslegung mittels BASF-Simulationstool

„Bei der Auslegung und Fertigung des Getriebequerträgers für die Hinterachse ist höchste Präzision gefragt – besonders in Bezug auf die Festigkeit und Maßhaltigkeit des Bauteils“, unterstreicht Diethard Schneider, Leiter Vorentwicklung Leichtbau bei ContiTech Vibration Control.

Bereits in der frühen Entwicklungsphase des neuen Querträgers hat die BASF ihr Simulationstool Ultrasim herangezogen, um das Bauteil zu dimensionieren, die Bauteilgeometrie zu optimieren und das Verhalten des Bauteils im Spritzguss und im Betrieb vorherzusagen. Das tragende Strukturbauteil aus Kunststoff erfüllt alle Anforderungen an die statischen und dynamischen Lasten, die auf einen Getriebeträger einwirken: Als eine zentrale Komponente der Hinterachse stützt er einen Teil des Drehmoments ab, das vom Motor auf das Getriebe übertragen wird, und trägt die permanente Teillast des Differentialgetriebes. Um das Aluminium in dieser anspruchsvollen, crash-relevanten Anwendung zu ersetzen, hat der Kunststoff hohe mechanische Anforderungen zu erfüllen: Der zu 50 % kurzglasfaser-verstärkte Kunststoff Ultramid A3WG10 CR (CR=crash-resistant) verfügt über eine optimale Festigkeit sowie Steifigkeit und zeigt eine geringe Kriechneigung unter Dauerlast. Darüber hinaus kann das Material hohe Biegemomente ertragen. (qui)

Hannover Messe 2015: Halle 6, Stand F18

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