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Initiative Elektromobilität Gemeinsame Forschung für elektrisches Fliegen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Nicht nur auf der Straße, auch in der Luft sollen zukünftig mehr Elektromotoren unterwegs sein. Jetzt haben Vertreter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und der Unternehmen Airbus und Siemens eine enge Zusammenarbeit beschlossen.

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Die Helmholtz-Initiative will Industrie und Wissenschaft zusammenbringen, um das elektrische Fliegen voranzubringen. Nachwuchsförderung und internationale Partnerschaften sind Teil der Inititative.
Die Helmholtz-Initiative will Industrie und Wissenschaft zusammenbringen, um das elektrische Fliegen voranzubringen. Nachwuchsförderung und internationale Partnerschaften sind Teil der Inititative.
(Bild: gemeinfrei / CC0)

Elektromobilität in die Luft zu bringen und das Fliegen damit ökologisch nachhaltiger und effizienter zu machen gehört zu den großen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte für Luftfahrtforschung und -industrie. Für eine Vernetzung von institutioneller, universitärer und industrieller Forschung haben Vertreter des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren (HGF) sowie der Industrieunternehmen Airbus Group und Siemens am 3. Juni 2016 auf der ILA Berlin Air Show eine enge Zusammenarbeit vereinbart.

Initiative will Zusammenarbeit strukturieren

In der Erklärung versichern die Unterzeichner ihr gemeinsames Interesse am Thema elektrisches Fliegen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen den Forschungseinrichtungen der Helmholtz-Initiative DLR Uni Electric Flight und den industriellen Kooperationspartnern zu strukturieren und einen rechtlichen Rahmen vorzubereiten, der es den Industriepartnern ermöglicht, mit der Helmholtz-Initiative zusammenzuarbeiten.

Zu den Partnern der Helmholtz-Initiative gehören 14 DLR-Institute und 20 Universitätsinstitute an den vier Standorten Berlin, Braunschweig, Stuttgart und München/Oberpfaffenhofen. Auf industrieller Seite unterstützen die Airbus Group und Siemens die Initiative. Weitere Firmen interessieren sich an einer Mitarbeit.

Elektrisches Fliegen – Chance und Herausforderung für Wissenschaft und Industrie

„Die Helmholtz-Initiative will die wichtigen Partner im Bereich des elektrischen Fliegens zusammenbringen, um zum größten Wissenschaftskonsortium auf diesem Gebiet zu werden“, erklärt Prof. Rolf Henke, Luftfahrt-Vorstand des DLR, bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung. „Elektrisches Fliegen stellt Forschung und Industrie gemeinsam vor neue Herausforderungen und bietet gleichzeitig große Chancen für hochqualifizierte Arbeitskräfte“, sagt Olaf Kranz, Forschungsbereichsbeauftragter Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr der HGF. „Den wissenschaftlichen Nachwuchs zu fördern ist deshalb ein zentraler Bestandteil der Initiative.“

(v.l.) Olaf Kranz, Forschungsbereichsbeauftragter Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr der HGF, Andrew Anderson, Chief Technology Officer der Airbus Group, Prof. Rolf Henke, DLR-Vorstand Bereich Luftfahrt, Dr. Frank Anton, Head E-Aircraft Siemes und Prof. Heinz Voggenreiter, Direktor der DLR-Institute für Bauweisen und Strukturtechnologie sowie für Werkstoffforschung.
(v.l.) Olaf Kranz, Forschungsbereichsbeauftragter Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr der HGF, Andrew Anderson, Chief Technology Officer der Airbus Group, Prof. Rolf Henke, DLR-Vorstand Bereich Luftfahrt, Dr. Frank Anton, Head E-Aircraft Siemes und Prof. Heinz Voggenreiter, Direktor der DLR-Institute für Bauweisen und Strukturtechnologie sowie für Werkstoffforschung.
(Bild: DLR)

Neben einem speziellen Graduiertenprogramm, Summer Schools und standortübergreifenden Workshops im universitären Bereich sollen auch Schülerforschungsaktivitäten zur Nachwuchsförderung beitragen. Gleichzeitig sind internationale Partnerschaften zur wissenschaftlichen Kooperation und zum Austausch von Forschenden geplant.

Hybride Regionalflugzeuge für 100 Passagiere sollen realistisch sein

„Wir entwickeln hybride Elektroantriebe für Luftfahrzeuge“, erklärt Frank Anton, Leiter Electric Aircraft bei Siemens. „Mit dem DLR wollen wir in eine strategische Partnerschaft zwischen Industrie und Wissenschaft eintreten. Mittelfristig halten wir hybrid-elektrisch angetriebene Regionalflugzeuge mit bis zu 100 Passagieren für realistisch.“

Die Initiative will mit drei inhaltlichen Schwerpunkten starten: Technologie und Konfiguration von Fluggeräten, Validierung von Teiltechnologien im Flugexperiment sowie Betrieb, Infrastruktur und gesellschaftliche Akzeptanz von elektrisch betriebenen Flugzeugen.

Zum Koordinatoren-Team der Helmholtz-Initiative gehören der Direktor des DLR-Instituts für Technische Thermodynamik Prof. André Thess, Prof. Josef Kallo der Universität Ulm und gleichzeitig Koordinator der Forschungsgruppe Energiesystemintegration am DLR-Institut für Technische Thermodynamik sowie der Direktor der DLR-Institute für Bauweisen und Strukturtechnologie und für Werkstoff-Forschung Prof. Heinz Voggenreiter. (kj)

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