Gehäuse Gehäuse für die Wasseraufbereitung

Autor / Redakteur: Thomas Lüke / Dipl.-Ing. (FH) Sandra Häuslein

Mit dem Online-Analyse-System Typ 8905 hat Bürkert ein kompaktes, modular erweiterbares Komplettsystem auf den Markt gebracht, um die Aufbereitung von Trinkwasser und industriellem Prozesswasser zu überwachen. Zum Schutz der Elektronik und Sensormodule hat Bopla ein robustes, zweiteiliges Gehäuse entwickelt.

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Bürkert-Überwachungssysteme helfen, Trinkwasser sowie industrielle Prozess- oder Abwässer zu kontrollieren und analysieren.
Bürkert-Überwachungssysteme helfen, Trinkwasser sowie industrielle Prozess- oder Abwässer zu kontrollieren und analysieren.
( Element des Lebens 343/365 / flickr.com/olli henze/CC BY-ND 2.0 / BY-ND 2.0)

Wasser ist eine wertvolle Ressource, denn es ist Grundvoraussetzung jeglichen Lebens. Weltweit wird es jedoch immer knapper. Daher gilt es, bedacht damit umzugehen. So müssen Trinkwasser sowie industrielles Prozess- oder Abwässer gewissen Grenzwerte und Richtlinien einhalten.

Das Unternehmenssegment „Water“ von Bürkert Fluid Control Systems stellt für die Wasseraufbereitung und -analyse spezielle Überwachungsgeräte inklusive Sensoren, Aktoren, Regelelementen und Transmittern her; beispielsweise das Online-Analyse-System Typ 8905. Damit lassen sich die wichtigsten Parameter im Rohwasser und im behandelten Wasser mit einem Gerät überprüfen und speichern. Es richtet sich an Anlagenbauer und Betreiber von Wasserwerken.

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Online-Analyse-System überwacht Wasseraufbereitung

Bei Abweichungen oder Grenzwertüberschreitungen reagiert das Gerät seiner Programmierung entsprechend zum Beispiel durch Eingriffe in den Aufbereitungsprozess oder Meldungen an den verantwortlichen Wassermeister. Zum Schutz der empfindlichen Elektronik verwendet Bürkert ein Sondergehäuse von Bopla.

Bei der Entwicklung des Systems legte das Unternehmen besonders viel Wert auf Miniaturisierung und Modularisierung, was ein besonderes Gehäusekonzept voraussetzte: „Die Entwickler in Frankreich hatten bereits eine Idee, wie das Kunststoffgehäuse aussehen soll und hat einen Prototypen für die Applikation erstellt. Wir haben das Ganze dann im Kunststoffspritzguss umgesetzt“, sagt Holger Ransiek, Konstruktionsmitarbeiter bei Bopla. „Wir liefern aber nicht nur Spitzgussteile für Kunststoffgehäuse, bei anderen Projekten bieten wir beispielsweise auch die komplette Elektronik oder die passenden Folientastaturen mit an.“

Kundenspezifisches Gehäusekonzept

Bei der Entwicklung des Online-Analyse-Systems galt es zudem, einen Gehäusehersteller zu finden, der die relativ großen Teile in der geforderten Qualität herstellen kann. „ Bürkert arbeitet schon seit einigen Jahren mit Bopla zusammen“, sagt Andreas Ulsperger, Produktmanager bei Bürkert. „Dort bekommen wir Systemlösungen, die weit über ein einfaches Kunststoffgehäuse hinausgehen.“ Gefordert war im Fall des Analyse-Systems ein modular erweiterbares, zweigeteiltes Gehäuse mit Scharnierdeckel und einem Multitouch-Display. Außerdem sollte das Kunststoffgehäuse die Anforderungen der Schutzart IP65 erfüllen.

Bei dieser Sonderlösung können die Messstationen in einem oder mehreren zusammenhängenden Gehäusen untergebracht werden. Im oberen Teil ist das Touch-Display verbaut, das für eine einfache Bedienung und Konfiguration der Module sorgt, sowie die Steuerungselektronik. Im unteren Teil können bis zu sechs Sensor-Baugruppen untergebracht werden. Links und rechts lassen sich bei Bedarf weitere Gehäusesysteme anschließen. „Das Wasseranalyse-System an sich ist schon modular strukturiert und das sollte beim Gehäuse natürlich nicht aufhören“, sagt Ulsperger. Ein weiterer wichtiger Punkt war bei der Gehäuseentwicklung neben dem Design auch die Adaptierbarkeit: „Bei diesem Projekt geht es nämlich eigentlich um zwei gleiche Gehäuse, die durch einen speziell für diese Anwendung konzipierten Konnektor miteinander verbunden werden“, erklärt Holger Ransiek.

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