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Keramik Funktionale Keramiken als Stromwandler

| Redakteur: Dorothee Quitter

Funktionale Keramiken – sogenannte Thermoelektrika – können in Hochtemperaturprozessen Abwärme direkt in Strom umwandeln. Auf der Hannover Messe 2016 präsentiert das Fraunhofer IKTS erstmalig ein System, mit dem die zuverlässige Funktionalität der thermoelektrischen Keramikmodule demonstriert wird.

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Das Fraunhofer IKTS zeigt auf der Hannover Messe erstmals funktionale Keramiken, sogenannte Thermoelektrika, die in Hochtemperaturprozessen Abwärme direkt in Strom umwandeln können.
Das Fraunhofer IKTS zeigt auf der Hannover Messe erstmals funktionale Keramiken, sogenannte Thermoelektrika, die in Hochtemperaturprozessen Abwärme direkt in Strom umwandeln können.
(Bild: Fraunhofer IKTS)

Gegenwärtig wird weniger als die Hälfte der eingesetzten Energie in Industrieprozessen, Verkehr oder Haushalten tatsächlich genutzt. Der Großteil der Primärenergie entweicht trotz zahlreicher Energiesparmaßnahmen immer noch als Abwärme in die Umwelt. Thermoelektrische Generatoren (TEG) können helfen, diese ungenutzte Wärmeenergie in Elektrizität umzuwandeln. Keramische Werkstoffe bieten hier mit ihrem außergewöhnlich flexiblen Eigenschaftsspektrum eine Lösung. Sie lassen sich umweltfreundlich und aus leicht verfügbaren Rohstoffen fertigen. Bislang konnten allerdings nur keramische TEGs für begrenzte Aufgaben und mit niedriger Energiewandlungseffizienz realisiert werden.

Das Fraunhofer IKTS verfügt über ein umfassendes Know-how zur Herstellung von keramischen Thermoelektrika. Als erste deutsche Forschungseinrichtung ist es dem IKTS gelungen, voll funktionsfähige keramische TEGs kosteneffizient herzustellen, die über eine lange Lebensdauer verfügen und bei Temperaturen bis zu 1000 °C einsetzbar sind, was sie energetisch interessant macht.

Die Wissenschaftler des Fraunhofer IKTS bieten die kundenspezifische Entwicklung keramischer TEG-Module an – adaptiert für die jeweiligen Bedingungen des Wirtsprozesses. Dafür werden die keramischen Komponenten hinsichtlich elektrischer Parameter, chemischer Wechselwirkungen und geometrischer Anforderungen optimiert und – auf Wunsch – in das individuelle thermische System integriert. (qui)

Hannover Messe 2016:

Halle 6; Stand B16

(ID:43980089)