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Feldkommunikation Funknetzwerke für die Montage- und Handhabungstechnik

Redakteur: Jan Vollmuth

Der Steute-Geschäftsbereich Wireless zeigt auf der Motek 2017 neue Komponenten und Funktionen des Funknetzwerks S-Wave.Net, darunter ein Funk-Terminal mit einem zweizeiligen Display und drei frei belegbaren Tastern.

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(Bild: Steute)

Die Kommunikation mit dem übergeordneten Steuerungssystem erfolgt dabei über das Funknetzwerk S-Wave.Net. Access Points, die ähnlich wie Router arbeiten, senden die Funksignale direkt an eine IP-Adresse. Dabei kann der Anwender laut Steute auf den sonst üblichen Applikationsserver verzichten: Die Struktur des Netzwerks bleibt „schlank“ und es können mehrere hundert Funkschaltgeräte unterschiedlicher Bauart (Positionsschalter, Fußschalter, Befehlsgeräte, Magnetsensoren) in ein solches Netzwerk integriert werden. Für die Konfiguration und Inbetriebnahme ist nur ein Minimum an Aufwand erforderlich, weil sich das S-Wave.Net-Netzwerk weitestgehend selbst konfiguriert, erklärt der Hersteller.

Kommunizierende E-Kanban-Regale

Als typischen Anwendungsfall dieses Funknetzwerks nennt Steute E-Kanban-Regale für die Versorgung von Montage-Arbeitsplätzen. Elektromechanische Funk-Positionsschalter oder berührungslos wirkende Funk-Lichttaster melden, sobald ein Behälter im Kanban-Regal entnommen wird, und geben die Information an die Kanban-Steuerung weiter. Da die Kommunikation kabellos erfolgt, sind die Kanban-Regale ohne Einschränkung mobil und können frei im Raum platziert werden, so wie es ergonomisch am sinnvollsten ist.

Die Datenkommunikation in einem S-Wave.Net-basierten Sensornetz erfolgt bidirektional zwischen Sender und Access Point. Dabei werden bevorzugt die gleichen Kommunikationspfade benutzt, wie sie durch die Synchronisation entstehen. Für eine zuverlässige Datenübertragung von Datenpaketen steht ein Sicherungsmechanismus zur Verfügung. Dieser Mechanismus signalisiert einem sendenden Sensor einen erfolgreichen Empfang. Bei Ausbleiben der Signalisierung wird dieses Paket erneut versendet. Dieser Vorgang wiederholt sich bis zu einer konfigurierbaren Schwelle. Danach erfolgt eine neue Synchronisation des Übertragungspfades. Auf diesem Weg wird die Qualität der Vernetzung ständig überwacht und bei Bedarf dynamisch angepasst.

Ideal für schlecht zugängliche Bereiche

Neben dem Funknetzwerk und seinen Komponenten entwickelt und fertigt Steute auch ein breites Programm an Funkschaltgeräten für die kabellose Punkt-zu-Punkt-Kommunikation mit der zugehörigen Auswerteeinheit. Diese Schaltgeräte werden z.B. in schlecht zugänglichen Bereichen oder an rotierenden oder anders beweglichen Komponenten von automatisierten Förder- und Handhabungsanlagen eingesetzt.

Dort machen sie laut Steute aufwändige Energie- und Signalzuführungen z.B. mit Schleifringen oder Kabelschleppketten überflüssig. Dies soll dauerhaft Servicekosten und Instandhaltungsaufwand reduzieren. (jv)

Motek 2017: Halle 7, Stand 7417

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