Schweißen Fügen von dreibeinigen Stahlgiganten

Redakteur: Brigitte Michel

Aus bis zu 100 mm dicken Stahlblechen produziert die WeserWind Offshore Construction ihre Rohre für Tripoden und Türme. Solche Dreifüßer wiegen bis zu 900 t und müssen den sicheren Stand von Windenergieanlagen auf dem küstennahen Meeresgrund gewährleisten.

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Solche Dreifüßer wiegen bis zu 900 t und müssen den sicheren Stand von Windenergieanlagen auf dem küstennahen Meeresgrund gewährleisten.
Solche Dreifüßer wiegen bis zu 900 t und müssen den sicheren Stand von Windenergieanlagen auf dem küstennahen Meeresgrund gewährleisten.
(Bild: Oerlikon Schweißtechnik)

Zusammen mit Oerlikon Schweißtechnik haben die Experten von WeserWind die ganzheitliche Lösung einer Produktionslinie entwickelt. Im Mittelpunkt der Fertigung steht das Schweißen der Rohrnähte im Hochleistungs-Prozess des Unter-Pulver-Schweißens.

Aus dem speziellen Baustahl S355G8+M bestehen die überwiegend konisch geformten Fuß- und Kopfstreben sowie die Unter- und Mittelteile der Tripoden-Zentralrohre. Experten am Standort von WeserWind schneiden die Konturen aus dem plan liegenden Blech mit Hilfe eines Brennschnittprogramms. Die Abmessungen der danach rund gewalzten Rohrschüsse betragen bis 6000 mm Durchmesser und 3000 mm Länge.

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Eine automatisierte Produktionslinie zum Montieren der Tripodenrohre bewährt sich im Drei-Schicht-Betrieb. Die ganzheitliche Verantwortung vom Produktions- und Anlagenkonzept über dessen Planung, die Schweißverfahren einschließlich deren Prüfung und Zertifizierung, die Inbetriebnahme bis hin zur anschließenden Begleitung und dem Service haben die Entscheider an Oerlikon Schweißtechnik übertragen. Auf der verfahrenstechnischen Ebene des Schweißens kommt die Stellung des Herstellers sowohl von UP-Schweißsystemen, Schweißdraht und -pulver sowie dem Knowhow der Muttergesellschaft Air Liquide als Gasehersteller zum Tragen.

Die automatisierte Produktionslinie gliedert sich in sechs Stationen. In der Schussmontage schweißt ein Mitarbeiter die gehefteten Schüsse in Längsrichtung von innen und außen. Die Ausricht- und Heftstation vereint zwei Schüsse zu einem Zwilling. Hier gelten Höchstanforderungen an die Maßgenauigkeit der gigantischen Rohrkomponenten. Zum Beispiel beträgt der zulässige Versatz in radialer Richtung des 6000 mm Rohrdurchmessers nur 3 mm oder 0,05 %. Dabei sind die zu fügenden Teile meist nicht zylindrisch, sondern konisch. Und statt Kreissymmetrie weisen sie die passenden Schnitte zur Montage mit den Anschlusselementen auf. Entsprechend der Sicherheit als oberster Priorität ist ein umfangreiches Prüf- und Versuchsprogramm Pflicht. Alle Prüfergebnisse erfüllen das detaillierte Regelwerk des Germanischer Lloyd. (bm)

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