Hybridtechnik FEV-Batterie für Plug-In-Hybrid-Fahrzeug geht in Serie

Redakteur: Juliana Pfeiffer

FEV hat ein weiteres Plug-In-Hybrid-Fahrzeug entwickelt und in Serie geschickt. Neben einem neuartigen Getriebekonzept, das auf einem FEV-Patent basiert, hat FEV auch die Batterietechnologie bis zur Serienreife entwickelt.

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Ein Plug-In-Hybrid-Konzept des Aachener Entwicklungsdienstleisters FEV – bestehend aus Batterie und Antriebskonzept – geht nun in Serie
Ein Plug-In-Hybrid-Konzept des Aachener Entwicklungsdienstleisters FEV – bestehend aus Batterie und Antriebskonzept – geht nun in Serie
(Bild: FEV)

Das kostengünstige und zuverlässige Batteriepaket verfügt über eine Kapazität von 10 kWh und ermöglicht so eine rein elektrische Reichweite von rund 50 Kilometern. Bei der Entwicklung des Gesamtkonzepts war FEV als Turn-Key-Partner sowohl für die Entwicklung der Batterie-Hardware und -Software als auch für die Tests und Validierung zuständig. „Wir haben bewusst FEV-eigene Entwicklungen mit vorhandenen Technologien renommierter Tier-1-Zulieferer kombiniert“, erklärt Professor Stefan Pischinger, President und CEO der FEV Group. „Dank jahrzehntelanger Erfahrung und einer umfangreichen Benchmarking-Datenbank waren wir so in der Lage, ein bedarfsgerechtes Technologiepaket mit hervorragender Serienreife zu entwickeln.“

20 Batterieprojekte erfolgreich abgeschlossen

Bereits seit 2010 betreibt FEV eine eigene Flotte von Elektrofahrzeugen. Die Erfahrungen und umfangreichen Messdaten, die kontinuierlich über Mobilfunk an einen FEV Server gesendet werden, sind auch heute noch ein wichtiger Schlüssel in der Entwicklungsarbeit an alternativen Antrieben. Neben der Entwicklungsarbeit in rund 65 Antriebsprojekten hat FEV in den vergangenen Jahren rund 20 Batterieprojekte erfolgreich abgeschlossen, in denen Batterien für nahezu jede Antriebsart entwickelt wurden – ob wassergekühlte Hochleistungs-Plug-In-Hybrid-Batterie oder ein passivgekühltes Paket für reine Elektrofahrzeuge. „Unser Kompetenzspektrum erstreckt sich über jede Phase der Entwicklung von der Erarbeitung des Konzeptes bis hin zur Herstellung und Prüfung des Batteriepaketes und letztendlich der Integration und Zertifizierung für die Serienanwendung“, erläutert Dr. Michael Stapelbroek, Department Manager Hybrid und E-Mobility bei FEV.

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Ausgereiftes Batteriemanagementsystem

Die Qualität der Steuerung beeinflusst die Leistungsfähigkeit ebenso nachhaltig wie die Auswahl passender Batteriezellen und ein optimiertes Layout der Gesamtbatterie. „Kernsystem bei der Batterieentwicklung ist unser ausgereiftes Batteriemanagementsystem – kurz BMS – in nun schon dritter Generation, dessen optimierte Algorithmen eine sehr effiziente Steuerung der Batterie ermöglichen“, erklärt Stapelbroek. Dank der Nutzung in einer Vielzahl von Projekten verfügt das System über einen hohen Grad an Reife und Flexibilität für jegliche Batteriekonzepte. Das BMS besteht aus einer zentralen Steuerung – der Master-Platine – und je einer dezentralen Messeinheit pro Batteriemodul – der Slave-Platine. Zudem ist das BMS selbst für den Sicherheitsstandard ASIL-D nach ISO26262 geeignet. Dabei wurde das BMS nach allen gängigen Automotive-Standards – beispielsweise AUTOSAR und CMMI – und vor allem in Hinblick auf zukünftige Serienanwendungen kostenoptimiert entwickelt.

Testeinrichtungen für Batterien und ganze Antriebe

Für Test und Validierung entwickelter Batteriepakete verfügt FEV weltweit über mehrere Zell- und Batterieprüfstände und Erfahrung in der Serienerprobung für renommierte Hersteller. So gewährleistet der international agierende Entwicklungsdienstleister ein hohes Maß an Sicherheit und Serienreife der Entwicklungen. „Unsere zusätzlichen Prüfstände für hybride Antriebsstränge sind wichtige Werkzeuge bei der Antriebsstrangentwicklung, aber auch bei der Evaluierung der Batterie-Performance im gesamten Antriebssystem“, so Stapelbroek. (jup)

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