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SPS IPC Drives 2013 Festo präsentiert Future Concepts

| Redakteur: Ute Drescher

Aktuelle Forschungsaktivitäten rund um die Themen Funktionsintegration, Leichtbau, Selbstkonfiguration, Energieeffizienz und maschinelles Lernen stellt Festo auf der SPS IPC Drives vor. Dazu gehören der „Bionic-Opter“, des „Wave-Handling“ und der „Learning-Gripper“. Damit will das Unternehmen zeigen, wie Prinzipien aus der Natur in der Automatisierungstechnik Anwendung finden können.

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(Bild: Festo)

Als weltweiter Anbieter von pneumatischer und elektrischer Automatisierungstechnik ist es die Kernkompetenz von Festo die Produktions- und Arbeitswelten der Zukunft mitzugestalten und seinen Kunden innovative Lösungen für Produktionssysteme von morgen und übermorgen anzubieten. „Nur so werden wir langfristig als kompetenter Partner mit höchster Problemlösungskompetenz gesehen“, betont Dr.-Ing. Heinrich Frontzek, Leiter Corporate Communication und Future Concepts.

Inspiration Libellenflug

Nach der Entschlüsselung des Vogelflugs mit dem SmartBird im Jahr 2011 stellten sich die Entwickler im Rahmen des Bionic Learning Networks der nächsten, größeren Herausforderung – den Libellenflug technisch umzusetzen. Bei dem Bionic-Opter handelt es sich um ein ultraleichtes Flugobjekt. Genau wie das natürliche Vorbild kann der Bionic-Opter in alle Raumrichtungen fliegen und dabei komplizierteste Flugmanöver ausführen. Dennoch lässt sich das hochintegrierte System einfach und intuitiv per Smartphone bedienen.

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Modulares Förderband: Befördern und Sortieren in einem

Mit dem pneumatisch betriebenen Förderband Wave-Handling haben Ingenieure des Bionic Learning Network von Festo ein modular zusammensteckbares System entwickelt, das eine Oberfläche so bewegen kann, dass Gegenstände gezielt transportiert und sortiert werden. Eine Vielzahl von Balgmodulen verformt dabei die Oberfläche so, dass die Objekte durch eine Wellenbewegung zielgerichtet befördert werden. Die einzelnen Module konfigurieren sich selbst. Damit lässt sich das System schnell und ohne Programmieraufwand in den unterschiedlichsten Anordnungen in Betrieb nehmen.

Selbstlernender Greifer: Learning-Gripper

Der Learning-Gripper ist ein Greifer mit vier Fingern, der in abstrahierter Weise einer menschlichen Hand entspricht. Die vier Finger des Greifers werden mittels zwölf Niederdruck-Balgaktoren pneumatisch angetrieben. Das Besondere an dem bionischen Greifer ist die Lernfähigkeit. Verantwortlich hierfür sind Lernalgorithmen, die eine hochkomplexe Programmierung ersetzen. Mit Hilfe des sogenannten Machine Learning-Verfahrens, einem Teilgebiet der Künstlichen Intelligenz, ist der Greifer in der Lage eine komplexe Aufgabe, wie das Greifen und Orientieren einer Kugel selbst zu erlernen.

Supra-Picker – Handhabungen im hermetisch abgedichteten Raum

Supraleiter sind Metalle, Metallverbindungen oder keramische Materialien, die unterhalb einer bestimmten sogenannten Sprungtemperatur schlagartig in einen supraleitenden Zustand übergehen. Sie verlieren dann ihren elektrischen Widerstand. Sie arbeiten schwebend, widerstandsfrei und energieeffizient.

Supra-Picker zeigt einen magnetischen Greifer mit supraleitender Lagerung, der eine Handhabung erstmals außerhalb und innerhalb eines hermetisch abgedichteten Raums vollziehen kann. Der dank Supraleitung schwebende Greifer nimmt zunächst ein kleines Fläschchen magnetisch auf, führt es durch eine Schleuse in einen hermetisch dichten Raum und stellt es dort auf die vorgesehene Position ab. Bei dieser Anwendung wird das supraleitende Material aktiv, über ein kleines Kühlaggregat elektrisch gekühlt. (ud)

SPS IPC Drives 2013: Halle 9, Stand 361

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