Bediengerät Fertigung von Sensoren für Touchscreens erhöht Qualität

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

Mit den robusten Bediengeräten aus dem Glasscape-Programm bietet Rafi kapazitive Touch-Eingabesysteme für industrielle Anwendungen. Seit neuestem fertigt das Unternehmen die Glassensoren für Touchscreens mit großen Bildschirmdiagonalen bis 24‘‘ selbst.

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Rafi reduziert durch die Produktion von Glassensoren im eigenen Haus die Abhängigkeit von asiatischen Zulieferern und steigert die Qualität seiner kapazitiven Eingabesysteme.
Rafi reduziert durch die Produktion von Glassensoren im eigenen Haus die Abhängigkeit von asiatischen Zulieferern und steigert die Qualität seiner kapazitiven Eingabesysteme.
(Bild: Rafi)

Damit will Rafi Qualität und Wirtschaftlichkeit der Geräte erhöhen. Gleichzeitig wird die Abhängigkeit von asiatischen Zulieferern verringert, die ihre Kapazitäten verstärkt auf den Massenmarkt für Smartphones und Tablet-PC ausrichten.

Bisher kamen Foliensensoren zum Einsatz

Bisher verwendete das Unternehmen hauptsächlich Foliensensoren, bei denen eine transparente Indium-Zinn-Oxid-beschichte Folie mit mikroskopischen Leiterbahnstrukturen auf die Rückseite des Frontglases laminiert wird. Weil aber viele der größtenteils asiatischen Zulieferer ihre Produktionskapazitäten auf die Herstellung kleinerer Folien ausrichten, verlängerten sich die Lieferfristen, während die Produktqualität teils drastisch abnahm. Zudem nahmen viele Hersteller nur noch Bestellungen oberhalb vierstelliger Stückzahlen an – Größenordnungen, die nicht mehr den Bedarf des Premiumherstellers auf einem spezialisierten Markt trafen, heißt es.

Glassensoren aus eigener Fertigung

Um die Verfügbarkeit und hohe Qualität der benötigten Sensoren zu sichern, entschied man sich, künftig Glassensoren aus eigener Fertigung zu verwenden. „Mit der Produktion der Glassensoren im eigenen Haus schlagen wir mehrere Fliegen mit einer Klappe“, erläutert Carmen Hanser, Glasscape-Produktmanagerin bei Rafi. „Erstens ist die Verfügbarkeit der Sensoren jederzeit gesichert und wir können viel flexibler auf die Anforderungen unserer Kunden eingehen. Zweitens haben die Glassensoren über einige qualitative Vorteile, da ihr Flächenwiederstand geringer und der zulässige Temperaturbereich mit -40 bis +85 °C deutlich größer ist als bei Foliensensoren. Und drittens bieten Glassensoren speziell bei der Fertigung großer Bildschirmdiagonalen gegenüber Foliensensoren klare Kostenvorteile.“ (mz)

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