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Bildverarbeitung Fachmesse Vision präsentiert sich 2014 noch stärker lösungsorientiert

Redakteur: Jan Vollmuth

Die spezielle Plattform „Integration Area“ innerhalb der Weltleitmesse für Bildverarbeitung Vision findet immer mehr Zuspruch, insbesondere auch aus dem Ausland. Sie ist explizit für System- und Lösungsanbieter gedacht.

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Hella Aglaia Mobile Vision feiert Premiere auf der Vision 2014. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der Entwicklung von Embedded-Bildverarbeitungssoftware – hier exemplarisch eine Anwendung für kamerabasierte Licht- und Spurerkennung...
Hella Aglaia Mobile Vision feiert Premiere auf der Vision 2014. Die Kernkompetenz des Unternehmens liegt in der Entwicklung von Embedded-Bildverarbeitungssoftware – hier exemplarisch eine Anwendung für kamerabasierte Licht- und Spurerkennung...
(Bild: Hella Aglaia)

Die Botschaft ist kristallklar: Die Vision stärkt ihr Profil in Sachen Systemintegration. Das bestätigt beispielweise die wachsende Integration Area (IA), eine spezielle Ausstellerplattform innerhalb der Vision, auf der explizit Systemintegratoren und Systemanbieter ihre Bildverarbeitungslösungen und Dienstleistungen präsentieren. Sie wird zum fünften Mal im Rahmen der Vision initiiert, die im kommenden Herbst vom 4. bis 6. November auf dem Stuttgarter Messegelände stattfindet. Florian Niethammer, Projektleiter der Vision bei der Messe Stuttgart, konstatiert: „Wir haben die Integration Area dieses Jahr flächenmäßig erweitert und konnten viele neue Aussteller hinzugewinnen, vor allem auch aus dem Ausland. Mit derzeit 38 Ausstellern ist die Integration Area schon fast ausgebucht.“

Viele neue Gesichter – auch aus dem Ausland

So reisen diesmal Integratoren aus sieben Ländern an: aus Belgien, Frankreich, Italien, Niederlande, Österreich, der Schweiz und den USA. „Wir glauben, dass die Vision der perfekte Platz ist, um zu zeigen, wie unsere Roboter-Lösung zum Aufgreifen ungeordneter Teile, etwa aus einem Container, die Leistung von Fertigungsmaschinen und -prozessen verbessern kann“, begründet Roberto Polesel, CEO von Euclid Labs, die erstmalige Teilnahme an der IA. Die Kompetenz des italienischen Unternehmens liegt in der Integration von CAM-Software und 3D-Machine-Vision-Technologie. „Zum Beispiel bei unserer Lösung zum Griff in die Kiste“, berichtet Polesel weiter, „steuert ein Gesamtweg-Planer den Roboterarm, sodass die Teile ohne Kollisionen aufgenommen werden können, sogar bei großen und komplexen Containern.“ Lösungen auf diesem Gebiet wird der Aussteller auf der Vision 2014 zeigen.

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„Wir nehmen erstmals teil, weil wir unsere neu entwickelte Plattform Flex-Vision, die sich durch eine einzigartige Flexibilität auszeichnet, präsentieren möchten“, so Jürgen Mattivi, Leiter des Segments Bildverarbeitung bei Hefel Technik. Die Plattform ist für alle Aufgaben der Systemüberwachung, Qualitätskontrolle, Vollständigkeitskontrolle oder des Handlings ideal geeignet. Die Mitarbeiter des österreichischen Unternehmens fühlen sich in der anwendernahen und vereinheitlichten Durchführung von Bildverarbeitungsintegration und den angrenzenden Gebieten wie Mechanik, Steuerungstechnik und Prozesse zuhause. „Wir minimieren die Schnittstellen für unsere Anwender“, betont Mattivi.

Tool für die zuverlsässige Fahrgastzählung

Auch heimische Aussteller, wie Hella Aglaia Mobile Vision, finden erstmals den Weg zur Integration Area. „Unsere Kernkompetenz liegt in der Entwicklung von Embedded-Bildverarbeitungssoftware“, sagt Christian Wulz, Public Relation Manager bei Hella Aglaia, „und unser Entwicklungstool Cassandra genießt das Vertrauen vieler Anwender aus dem Automobilbereich. Auf der Vision 2014 steht für uns die Kundengewinnung für das Dienstleistungs- und Produktgeschäft im Vordergrund.“ Mit dem APC People Counter hat der Aussteller ein zuverlässiges Gerät für die Fahrgastzählung auf dem Markt etabliert. Es wird unter anderem auf der Vision 2014 vorgestellt werden.

Endanwender sind genau richtig auf der Vision 2014, wenn sie nach innovativen, maßgeschneiderten Lösungen für ihr Anwendungsproblem suchen. „Unsere Kernkompetenz liegt in dem Verständnis bildverarbeitungstechnische Lösungen individueller Art von der Stückzahl eins bis unendlich zu entwickeln. Wir handeln weder lieferantenbezogen, noch denken wir in vorgefassten Lösungsschemata und gehen jedes neue Projekt bei null an“, erklärt Thomas Wichman, Geschäftsführer von ISW. Der Aussteller wird zum Beispiel auf der Vision 2014 die PALC Unit vorstellen, eine Maschine mit integrierter Bildverarbeitung, die verpackte medizinische Produkte kennzeichnet, sprich serialisiert. „Sie wurde komplett von uns für den Pharmabereich entwickelt und dient der Produktrückverfolgung“, sagt Wichmann.

Kooperationen pflegen und neue Kontakte knüpfen

„Uns ist wichtig, dass wir uns innerhalb der Branche präsentieren, bestehende Kooperationen pflegen und neue vielversprechende Kontakte knüpfen“, sagt Christian Vollrath, Geschäftsführer von Attentra. Das Unternehmen ist bereits das dritte Mal an Bord der Integrationsplattform und legt seine Schwerpunkte in die Entwicklung maßgeschneiderter Bildverarbeitungsalgorithmen sowie die Kombination von Bildverarbeitung und Robotik. Zum Beispiel hat Attentra ein In-line-Prüfsystem zur Inspektion von Stoßfängern entwickelt. Voraussichtlich wird eine analog arbeitende Demo-Prüfanlage auf der Vision 2014 zu sehen sein.

In Verbindung mit der praxisorientierten Ausstellungsplattform wird dieses Jahr erstmals ein Vortragsforum „Inspect Application Forum“ auf der Vision veranstaltet werden, dass direkt auf den Endanwender zugeschnitten ist. Damit möchte die Vision dem Thema Komplettlösungen und Systeme noch breiteren Raum geben. Im Kontrast zu den Industrial Vision Days, die schon seit vielen Jahren die Vision vorwiegend mit technologieorientierten Themen bereichern, wird das Anwenderforum gezielt branchenbezogen Themen aufgreifen etwa aus der Getränke- und Lebensmittelbranche, dem Pharmasektor, der Automobil-, Agrarindustrie sowie dem Sicherheits- und Logistikbereich. „Die Referenten sollen die Sprache der Anwender sprechen“, sagt Joachim Hachmeister, federführender Initiator im Auftrag des Fachmagazins Inspect, Wiley Verlag. Interessierte Unternehmen können sich noch anmelden, auch Nicht-Aussteller.

Geschlossene Networking-Area und Business-Lounge

Der Nutzen des Forums sowohl für den Endanwender als auch für die Referenten liegt klar auf der Hand: System- und Lösungsanbietern sowie Endanwendern erleichtert es die Kontaktaufnahme und gibt einen Überblick, wer macht was, wo finde ich den geeigneten Partner? Die Teilnahme ist für Besucher kostenlos, eine Registrierung ist jedoch erwünscht. Eine geschlossene Networking-Area und Business-Lounge lädt zu Gesprächen mit den Referenten ein. „Der entscheidende Mehrwert für die teilnehmenden Aussteller und Besucher besteht darin, dass wir den Zufallsfaktor ausschließen, der sonst mit jedem Messebesuch verbunden ist“, argumentiert Hachmeister. Das Inspect Application Forum wird in Zusammenarbeit von D&H Premium Events, Inspect und der Messe Stuttgart organisiert.

Die Vision 2014 wird als Weltleitmesse für Bildverarbeitung zum 26. Mal ausgerichtet und fokussiert ein breit aufgefächertes Zielgruppenspektrum aus nahezu allen Branchen. Etwa 400 Aussteller mit innovativen Komponenten wie Kameras, Framegrabbern, Beleuchtungssystemen, Optiken, IPCs, Software, Zubehör rund um die Bildverarbeitung sowie Anbieter von Systemen, Komplettlösungen und Dienstleistungen werden erwartet. (jv)

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