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Remote-I/O

Ex-Remote-I/O unterstützt komfortable Profinet-Funktionen

| Redakteur: Jan Vollmuth

Als eines der ersten Remote I/O-Systeme überhaupt unterstützt IS1+ von R. Stahl Profinet für die Prozessautomatisierung – sogar in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 1 und 2.

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Das explosionsgeschützte Remote I/O-System IS1+ von R. STAHL zählt zuden ersten Ethernet-fähigen Lösungen, die auch PROFINET-Unterstützung bieten.
Das explosionsgeschützte Remote I/O-System IS1+ von R. STAHL zählt zuden ersten Ethernet-fähigen Lösungen, die auch PROFINET-Unterstützung bieten.
( Bild: Stahl )

Damit verbreitert sich das verfügbare Variantenspektrum für Ethernet-Anwendungen: Bisher war mit IS1+ die Kommunikation via Modbus TCP oder EtherNet/IP möglich.

Lichtwellenleiter in der Zündschutzart ex op is sorgen für komfortablen Explosionsschutz und störsichere Übertragung selbst über große Distanzen. Die von Profibus International (PI) erarbeiteten Profinet-Anforderungen für Remote-I/O liegen seit Ende 2013 als voraussichtlich endgültiger Entwurf im Profil „Remote IO for Process Automation (RIO for PA) for Profinet“ vor.

Explosionsgeschütztes Remote-I/OSystem

R. Stahl ist Mitglied der PI-Arbeitsgruppe „DCS Requirements“ und stellte mit dem explosionsgeschützten Remote-I/O-System IS1+ bereits Mitte 2013 eine der ersten Implementierungen des Profils vor. Mehrere Kundenprojekte wurden seither bereits erfolgreich mit dieser innovativen Lösung umgesetzt.

Die Systemintegration erfolgt über die Profinet GSDML, die im Vergleich zur Profibus GSD eine weitaus komfortablere und weitestgehend automatisierte Einbindung der IS1+-Funktionen im Engineering-System gestattet. Ähnlich wie bei Profibus PA werden Modulfunktionen über Transducer- und Funktions-Blöcke abgebildet, mit denen sowohl Diagnosen als auch z.B. Skalierungen mit Einheiten ermöglicht werden. Mit dem Mode-Handling ist die Signalübertragung gezielt steuerbar als „Auto“ (zyklische Aktualisierung), „Manual“ oder „O/S“ (Out of Service)

Die neuen IS1+-Module im Überblick

Die neuen mit der NAMUR-Empfehlung 107 konformen Statusinformationen wie z.B. „Maintenance required“ oder „Out of specification“ bieten dem Operator einen schnellen und einfachen Überblick über die Qualität eines Signals ohne Betrachtung der Fehlerursachen. Das PI-Statusformat (condensed status) unterstützt vorbeugende Wartungsmeldungen, mit denen auch die neuen IS1+-Selbstdiagnosen ausgewertet werden können.

Ausführliche Alarm- und Diagnosedaten

Für das Service- und Wartungspersonal werden ausführliche Alarm- und Diagnosedaten übertragen. Zusätzliche Diagnosen für die Inbetriebnahme oder Wartung sind über den integrierten WebServer sowie einen DTM verfügbar. Natürlich werden auch die IS1+-Mischmodule AI/AO und DI/DO unterstützt, deren Signale kanalweise als Ein- oder Ausgang parametrierbar sind.

Die Spezifikationen für Profinet-I/O-Systemredundanz (PNIO SR) mit Remote-I/O und die Online-Konfigurations- und Parameter-Änderungen (Configure in Run, CiR) stehen kurz vor der Veröffentlichung und werden in absehbarer Zeit auch von Profinet-I/O-Controllern unterstützt werden.

Mit dem Remote.I/O-System IS1+ wird dann unmittelbar eine passende Lösung verfügbar sein, um Profinet uneingeschränkt in Anlagen der Prozessautomatisierung in explosionsgefährdeten Bereichen einzusetzen.(jv)

Hannover Messe 2014: Halle 9, Stand D68

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