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Brexit EU-Austritt Großbritanniens alarmiert deutschen Maschinenbau

| Redakteur: Katharina Juschkat

Die Briten haben entschieden und stimmen für den EU-Austritt. Der VDMA warnt vor den Folgen für den deutschen Maschinenbau. Neben einem Vertrauensverlust in Europa verliert Deutschland wirtschaftspolitisch mit Großbritannien einen wichtigen Verbündeten.

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Mit dem EU-Austritt der Briten werden bald auch die Maschinenexporte nach Großbritannien spürbar zurückgehen, sagt Thilo Brodtmann, VDMA-Hauptgeschäftsführer.
Mit dem EU-Austritt der Briten werden bald auch die Maschinenexporte nach Großbritannien spürbar zurückgehen, sagt Thilo Brodtmann, VDMA-Hauptgeschäftsführer.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Mit großer Sorge sehen die Maschinenbauer in Deutschland das Votum der Briten für den Austritt aus der EU. Der VDMA befürchtet einen Vertrauensverlust in den Industriestandort Europa und einen spürbaren Rückgang der Exporte in das Vereinigte Königreich. Wirtschaftspolitisch verliert Deutschland einen wichtigen Verbündeten in der EU. Aus Sicht der Unternehmen muss die EU nun Klarheit über den Austritt Großbritanniens aus der EU schaffen und die Bedingungen für die künftige Zusammenarbeit Großbritanniens mit der EU festlegen. Der VDMA warnt zudem, dass der Austritt Großbritanniens nicht zur Gefahr für die EU werden darf.

Aufwind für EU-Skeptiker

„Die Entscheidung für den Austritt Großbritanniens aus der EU ist ein Alarmsignal für die Unternehmen“, sagt Thilo Brodtmann, VDMA-Hauptgeschäftsführer. Der Brexit werde den Industriestandort Europa viel Vertrauen bei Investoren kosten. „Es wird nicht lange dauern, bis unsere Maschinenexporte nach Großbritannien spürbar zurückgehen werden. Völlig unklar ist, was auf Unternehmen mit britischen Tochtergesellschaften zukommt. Die EU muss jetzt den Schaden eindämmen und die Phase der Unsicherheit möglichst kurz halten. Europas Unternehmen brauchen Planungssicherheit und einen verlässlichen Fahrplan für den Austritt“, erklärt Brodtmann. Für exportstarke Unternehmen wäre eine Fragmentierung Europas das Schreckensszenario. „Durch den Brexit werden leider die EU-Skeptiker in anderen Ländern Auftrieb bekommen. Aus wirtschaftlicher Sicht gibt es aber keinen Grund, an der Bedeutung und der Zukunftsfähigkeit der EU zu zweifeln.“

Deutscher Maschinenbau exportiert über 40 % ins EU-Ausland

Besonders der Maschinenbau in Deutschland ist auf stabile politische Rahmenbedingungen in Europa angewiesen. Im Jahr 2015 gingen 44,8 % aller Exporte dieser Industrie ins EU-Ausland (69,6 Milliarden Euro). Im Vereinigten Königreich selbst mussten deutsche Unternehmen im ersten Quartal dieses Jahres bereits einen Rückgang der Maschinenexporte von 4 % auf rund 1,7 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Für den deutschen Maschinenbau war das Land 2015 der viertwichtigste Auslandsmarkt (7,2 Milliarden Euro Exportvolumen) hinter den USA (16,8 Milliarden Euro), China (16 Milliarden Euro) und Frankreich (9,8 Milliarden Euro) und noch vor Italien (6,5 Milliarden Euro) und den Niederlanden (6,1 Milliarden Euro). (kj)

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