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Simulation

ESI veröffentlicht Virtual Performance Solution Version 2016

| Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Monika Zwettler

ESI Group, Anbieter von Virtual Prototyping-Softwarelösungen und Dienstleistungen für die Fertigungsindustrie, hat die Veröffentlichung der aktuellen Version von Virtual Performance Solution (VPS) angekündigt. ESIs Flaggschiff-Software ist eine Lösung, die es Herstellern erlaubt, sich zukünftigen Herausforderungen zu stellen – einschließlich denen bei der Entwicklung von Leichtbau- und „grünen“ Fahrzeugen – bei gleichzeitiger Vermeidung eines Over-Engineering.

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ESI hat die Veröffentlichung der aktuellen Version von Virtual Performance Solution angekündigt.
ESI hat die Veröffentlichung der aktuellen Version von Virtual Performance Solution angekündigt.
(Bild: ESI)

VPS ermöglicht Entwicklungs- und Simulationsingenieuren, ihre Innovationen an virtuellen, statt wie bisher an realen Prototypen zu testen und den Einfluss realer Fahrzustände zu untersuchen. VPS bietet auch einen unverwechselbaren Ansatz mit dem das Produktverhalten über verschiedene Bereiche hinweg mit einem einzigen Single-Core-Modell virtuell getestet werden kann. Mit der Veröffentlichung der ESI Virtual Performance Solution können Hersteller nun noch effizienter vorhersagen, wie sich der Einsatz von Verbundwerkstoff- und anderen, modernen Leichtbaumaterialien auf das Produktverhalten auswirkt, heißt es. Auch können schwingungsinduzierte Geräusche simuliert werden.

Herausforderung: neue Materialien, neue Gütestufen und neue Prozesse

Fahrzeughersteller werden bei ihren Bemühungen, leichtere Fahrzeuge zu entwickeln, ständig mit Herausforderungen hinsichtlich neuer Materialien, neuer Gütestufen und neuer Prozesse konfrontiert. Bei der Auswahl von modernen Leichtbaumaterialien, Verbundwerkstoffen, ultra-hochfestem Stahl oder Aluminium können sie nur selten auf bestehendes Know-how zurückgreifen. Stattdessen fordern die heutigen, innovativen Strategien mit einer Vielzahl unterschiedlicher Materialien ein präzises Verständnis und eine frühe Vorhersage des Verhaltens im montierten (End-)Zustand. Unsicherheiten auf diesem Sektor können zu konservativen Entscheidungen und einem kostspieligen Over-Engineering führen.

Neue Möglichkeiten für Verbundwerkstoffe

Virtual Performance Solution 2016 bietet eine Reihe neuer Funktionalitäten, die OMEs unterstützen, die Herausforderungen in Bezug auf neue Materialien zu meistern und es ihnen so ermöglichen, die nächste Generation von Leichtbaufahrzeugen zu entwickeln.

  • Erstens wird – dank der neuen dynamischen Neuvernetzungsfähigkeiten – die Genauigkeit von Bruchausbreitungen nach einem Aufprall besser erfasst. Dies ist wichtig, da Ingenieure nun genauer prüfen können, wie sich die Crash-Bruchregion beim Einsatz neuer Materialien und Montagemethoden verhält.
  • Zweitens umfasst Virtual Performance Solution 2016 neue Crash- und Festigkeitsmodelle für Verbundwerkstoffe zur Vorhersage des Bruchverhaltens von Verbundwerkstoff-Strukturen und deren Fähigkeit, Energie während eines Crashs zu absorbieren. In der neuen VPS-Version wird die Vorhersagegenauigkeit des Verbundwerkstoff-Strukturverhaltens durch die Berücksichtigung von Fertigungseffekten, wie beispielsweise die aus dem Formungsprozess übernommene Faserausrichtung, wesentlich erhöht.

(mz)

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