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Hindernisfeuer Erster Windpark mit automatischer Dauerblink-Abschaltung

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Windenergieanlagen müssen ab einer bestimmten Höhe durch Warnlichter als Luftfahrthindernis gekennzeichnet werden. Technik von Enertrag sorgt nun dafür, dass die Lichter nur noch dann angehen, wenn sich ein Flugzeug oder ein Hubschrauber nähert.

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Die kürzlich zugelassene radargestützte Steuerung „Airspex“ des Unternehmens Enertrag schaltet die Hindernisbefeuerung nachts nur noch ein, wenn ein Flugzeug in der Nähe ist.
Die kürzlich zugelassene radargestützte Steuerung „Airspex“ des Unternehmens Enertrag schaltet die Hindernisbefeuerung nachts nur noch ein, wenn ein Flugzeug in der Nähe ist.
(Bild: Flickr/Michael Pollak/CC BY 2.0)

Deutschlands erster Windpark, bei dem das nächtliche Dauerblinken der Anlagen automatisch abgeschaltet wird, steht im Schleswig-Holsteinischen Langenhorn. Die kürzlich zugelassene radargestützte Steuerung „Airspex“ des Unternehmens Enertrag schaltet die Lichter nur noch bei Bedarf ein. Das System wurde gestern Abend offiziell an den Betreiber des Windparks „Ockholm-Langenhorn“ übergeben und ging anschließend als erstes seiner Art in den Dauerbetrieb.

Windenergieanlagen müssen ab einer bestimmten Höhe durch Warnlichter als Luftfahrthindernis gekennzeichnet werden. Die neue Technik sorgt nun dafür, dass die Lichter nur noch dann angehen, wenn sich ein Flugzeug oder ein Hubschrauber nähert. Damit wird eine der wesentlichen Störquellen für die Akzeptanz der Windenergie an über 98 Prozent des Jahres abgeschaltet, ohne die Luftfahrtsicherheit zu gefährden. Das von Enertrag gemeinsam mit Airbus entwickelte System „Airspex“ wurde bereits seit 2012 getestet und vor kurzem als erste bedarfsgerechte Kennzeichnung von Windenergieanlagen behördlich zugelassen. Die im Vorfeld erforderlichen gesetzlichen Änderungen wurden mit großem Engagement vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) sowie dem regionalen Bundestagsabgeordneten Herrn Ingberg Liebing begleitet.

Der Bürgerwindpark „Ockholm-Langenhorn“ hat eine Gesamtleistung von 38 MW und befindet sich in den nordfriesischen Gemeinden Ockholm und Langenhorn. Er liefert ausreichend Strom für den Bedarf von 17.000 Haushalten. Bei insgesamt sechs Anlagen bleibt das Blinklicht nun weitgehend abgeschaltet, um die Anwohner zu entlasten. An dem Park sind 500 Familien und Landeigentümer beteiligt, die zum Großteil aus der Region stammen.

Für die Überwachung eines Windparks werden mindestens vier Radarsensoren in 30 m Höhe angebracht. Die Strahlung des von Enertrag verwendeten Radars entspricht mit 4 W in etwa der doppelten Leistung eines normalen Mobiltelefons. Schädliche Umwelteinflüsse sind dadurch für Menschen und Tiere somit ausgeschlossen. (br)

Bild: Flickr/Michael Pollak/CC BY 2.0

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