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Messtechnik Endress+Hauser ist mit Geschäftsverlauf nicht zufrieden

| Redakteur: Sariana Kunze

Auf der alljährlichen Pressekonferenz in Basel zog Endress+Hauser für das Geschäftsjahr 2015 Bilanz. Das Ergebnis: Der Spezialist für Mess- und Automatisierungstechnik ist mit dem Geschäftsverlauf nicht zufrieden. Wechselkurseffekte drücken den Gewinn.

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v.l. Matthias Altendorf, CEO der Endress+Hauser Gruppe, und Verwaltungsratspräsident Klaus Endress stellten bei der alljährlichen Pressekonferenz in Basel die Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 vor.
v.l. Matthias Altendorf, CEO der Endress+Hauser Gruppe, und Verwaltungsratspräsident Klaus Endress stellten bei der alljährlichen Pressekonferenz in Basel die Zahlen für das Geschäftsjahr 2015 vor.
(Andreas Pohlmann, Endress+Hauser)

Der konsolidierte Umsatz der Firmengruppe Endress+Hauser stieg 2015 um 6,5 Prozent auf über 2,1 Mrd. Euro. Wie Chief Financial Officer Dr. Luc Schultheiss ausführte, war das Wachstum von Wechselkurseffekten getrieben. „Alle wesentlichen Fremdwährungen haben gegenüber dem Euro an Wert gewonnen. In lokalen Währungen haben wir die Verkäufe lediglich um 0,7 Prozent gesteigert.“ In Schweizer Franken, der eigentlichen Berichtswährung der Dachgesellschaft, sank der Umsatz sogar um 6,6 Prozent. Das langsamere Wirtschaftswachstum in China sowie der Verfall der Rohstoffpreise und insbesondere des Ölpreises belasteten den Geschäftslauf. „Die geringere Nachfrage der chinesischen Wirtschaft nach Rohstoffen und Energie hat sich in vielen Ländern vom Pazifik über Südostasien bis Südamerika negativ ausgewirkt“, erklärte CEO Matthias Altendorf bei der Präsentation der Bilanz in Basel. Politische Krisen und wirtschaftliche Unsicherheit hätten weltweit auf das Investitionsklima gedrückt.

Arbeitsplätze sollen nicht verlagert werden

Mit den USA und China waren laut Chief Operating Officer Michael Ziesemer gleich zwei große Märkte im Minus. Deutschland, für Endress+Hauser der größte Markt, bewegte sich im Plus, verfehlte aber das Ziel deutlich. Europa (+1,9 Prozent) entwickelte sich robust. Das Wachstum in Amerika (+7,3 Prozent) und Asien (+13,8 Prozent) reflektiert hauptsächlich Währungseffekte, trotz der Dynamik in Indien. Die Umsätze in Afrika und Nahost (+13,1 Prozent) zeugen dagegen von tatsächlicher Dynamik. Die Freigabe des Frankenkurses Anfang 2015 bewältigten die Schweizer Gruppenfirmen auf Kosten der Marge. „Das war nur möglich, weil wir aus einer Position der finanziellen Stärke agieren“, sagte CFO Luc Schultheiss. Die höheren Produktionskosten ließen sich nur teilweise durch günstigere Beschaffung kompensieren. Mit höherer Effizienz will das Unternehmen den Standortnachteil nach und nach wettmachen. „Wir planen keine Verlagerung von Arbeitsplätzen“, betonte CEO Matthias Altendorf.

Neue Geschäftsfelder laufen gut

Gut entwickelt haben sich 2015 dem Firmenchef zufolge konsumnahe und nicht-zyklische Branchen wie Lebensmittel, Wasser/Abwasser und Life Sciences. Hohe Zuwächse verzeichnete das Geschäft mit Dienstleistungen und umfassenden Automatisierungslösungen. Auch im Bereich Analyse ist Endress+ Hauser überdurchschnittlich gewachsen. Matthias Altendorf: „Das bestätigt unsere Strategie, die Prozessanalyse zu stärken und die Laboranalyse als Markt zu erschließen.“

Die Laboranalyse-Tochter Analytik Jena wuchs im Kerngeschäft mit analytischen Instrumenten und bioanalytischen Systemen. Ein Großprojekt in Russland sorgte jedoch erneut für ein tiefrotes Ergebnis. In Kanada, Südkorea und der Schweiz baute das Unternehmen eigene Vertriebsstrukturen auf.

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