Verschlüsse Emka liefert Verschlusstechnik für neue Industrieschränke

Redakteur: Brigitte Michel

Im neuen Schaltschrank IS-1 setzt Schäfer Schwenkgriffe der Serie 1325 von Emka ein. Diese neue Generation zeichnet sich unter anderem durch einen einfachen Austausch der Schließeinsätze in den Griffen aus. So ist das System variabel anpassbar und spricht einen erweiterten Kundenkreis an. Die Emka-Serie unterstützt außerdem beim Verschlusshalter und beim Scharnier das Ein-Schrauben-Prinzip von Schäfer.

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„Wir sehen am Markt aktuell einen besonders hohen Bedarf an flexiblen Schranklösungen," meint Michael Weber, Bereichsleiter Vertrieb der Schäfer Ausstattungs-Systeme.
„Wir sehen am Markt aktuell einen besonders hohen Bedarf an flexiblen Schranklösungen," meint Michael Weber, Bereichsleiter Vertrieb der Schäfer Ausstattungs-Systeme.
(Bild: Emka)

Als Teil der Schäfer Gruppe entwickeln und fertigen die Schäfer Werke in Betzdorf im Westerwald IT-Schränke und Industriegehäuse, wie das neue modulare Schranksystem IS-1. Dieses System lässt sich den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Kundengruppe anpassen und ermöglicht gleichzeitig eine effiziente Fertigung in gleichbleibender Qualität.

Ebenso flexibel wie die Rahmenkonstruktion der Schränke ist die eingesetzte Verschlusstechnik von Emka. Optimal abgestimmte Systeme aus Griffen, Scharnieren und Dichtungen liefert das Unternehmen bereits seit vielen Jahren an die Schäfer Werke. Im neuen IS-1 kommt die Schwenkgriffserie 1325 zum Einsatz. Diese neue Generation zeichnet sich unter anderem durch einen einfachen Austausch der Schließeinsätze in den Griffen aus. Auf diese Weise ist das System variabel anpassbar und spricht einen erweiterten Kundenkreis an. Die Emka-Serie unterstützt außerdem beim Verschlusshalter und beim Scharnier das Ein-Schrauben-Prinzip von Schäfer. Montieren lassen sich die Verschlüsse um ein Drittel schneller als bei bisherigen Lösungen.

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Das Verschlusssystem hinter dem Schwenkgriff

Aus diesen und weiteren Konstruktionsmaßen resultieren auch die Anforderungen an die von Emka gelieferte Verschlusstechnik. Für die Verschluss- und Scharniertechnik stand nur ein eingeschränkter Verkantungsraum zur Verfügung. Außerdem war bei den Schranktüren ein Öffnungswinkel von bis zu 180° gefragt, um die Schränke aneinanderreihen zu können und dadurch größtmögliche Flexibilität in der Handhabung zu erreichen. Emka setzte diesen Anspruch mit einem entsprechenden Verschlusssystem und speziellen Scharnieren um.

Dieses Beispiel zeigt, dass die gesamte Verschlusstechnik über den von außen sichtbaren Schwenkgriff weit hinaus geht. „Das Prinzip zum Öffnen und Schließen des Schäfer-Schrankes ist das gleiche wie bei einer Balkontür. Beim Betätigen des Schwenkgriffes fährt eine Schiene in der Tür auf und ab. Die bekannten ratternden Metallgeräusche eines Industrieschrankes bleiben dabei aus“, beschreibt Markus Wally, Gruppenleiter Verkauf bei Emka, die Verschlusstechnik in der Anwendung. Der Grund für den reibungslosen Ablauf ist, dass alle Bestandteile der 1325 Serie von Schwenkhebel über Stangenschloss, Anschlussstangen, Stangenführung und Verschlusshalter genau aufeinander abgestimmt sind. Das System unterstützt darüber hinaus die einfache Montage des Schaltschrankes. Scharnier und Verschlusshalter lassen sich nach dem Ein-Schrauben-Prinzip befestigen, so dass über 30 % der üblichen Bearbeitungszeit eingespart werden kann. Verspannungen durch den individuellen Krafteinsatz beim Montieren der neuen Schwenkgriffgeneration sind vom Hersteller von vornherein ausgeschlossen, da Griff und Mulde optimal miteinander verbunden sind.

Variable Schließeinsätze für alle Kundenwünsche

Bei der Auswahl der Verschlusstechnik legte Schäfer darüber hinaus großen Wert auf die austauschbaren Schließeinsätze der Griffe. Dabei handelt es sich zum Beispiel um Zylinder mit Schlüssel oder einfache Betätigungen wie Vierkant oder Doppelbart. Dadurch können alle Landes-, Branchen- oder Kundenbesonderheiten berücksichtigt werden. „Die variablen Schließmittel im Schwenkgriff waren für uns ein absolutes Muss, um mit dem IS-1 möglichst viele Kunden zu erreichen. Die flexible Lösung, die uns Emka angeboten hat, ermöglicht außerdem einen elektromechanischen Verschluss oder die Kombination mit einem Zahlenschloss“, betont Roger Zeuner, Konstrukteur der Schäfer Ausstattungs-Systeme. Für eine möglichst universale Nutzung wurde der Schwenkgriff mit dem klassischen Lochbild 50 x 50 x 50 entwickelt. Das bedeutet die beiden äußeren Befestigungspunkte und der Steg dazwischen liegen jeweils um 50 mm auseinander. Laut Zeuner war aber auch das ergonomische Design des Griffes ein Auswahlkriterium. Die klare Formsprache in schlichtem Schwarz harmoniere sehr gut mit der Schrankgestaltung insgesamt.

Rund 80 % der von Schäfer eingesetzten Verschlusstechnik wird aktuell von Emka geliefert. Neben der Schwenkgriff-Serie 1325 für den IS-1 hat das Unternehmen vorher bereits die Serie 2400 für das SP-Rack verwendet. Zur elektronischen Zutrittskontrolle und Schranküberwachung wurde außerdem ein kundenspezifisches Rack Monitoring System entwickelt. „Durch die langfristige Kooperation versteht Emka unsere Themen sehr genau. Als Systempartner deckt der Hersteller ein breites Produktspektrum ab und bietet uns alle Komponenten aus einer Hand. Das macht sich letztlich in der Qualität bemerkbar“, sagt Weber über den regen Austausch mit seinen Ansprechpartnern. Fertigungstiefe und Entwicklungskompetenz des Herstellers ermöglichen es, Kundenanregungen zeitnah und präzise umzusetzen. Schäfer-Kunden, die den neuen IS-1 für eine Industrie- oder IT-Anwendung beziehen, können sich danach auch gleich selbst mit der Verschlusstechnik vertraut machen.

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Modulares Schranksystem erlaubt flexible Lösungen

In 16 Produktionsstätten weltweit und einem umfangreichen Vertriebsnetzwerk beschäftigt die Schäfer Gruppe aktuell rund 8500 Mitarbeiter in verschiedenen Geschäftsfeldern. Am Standort Betzdorf fertigt das Unternehmen Netzwerk- und Serverschränke sowie weitere Gehäuselösungen aus Stahlfeinblech. Die Anzahl der produzierten Einheiten wird sich in den nächsten Jahren voraussichtlich deutlich erhöhen, da die Gruppe neuerdings auch den Markt für weitere Industrieanwendungen wie Schalt- und Steuerungsschränke erschließt. Möglich wird dies durch das modulare Schranksystem IS-1. Aufgrund von individuell konfigurierbaren Abmessungen für Höhe, Breite und Tiefe lassen sich vielfältige Nutzungen umsetzen, die alle auf derselben Plattform aufbauen. Während ein IT-Schrank zum Beispiel häufig eine Tiefe von 1200 mm erfordert, um die Kühlkomponenten mühelos unterzubringen, werden für Industrieschränke in der Regel geringere Tiefen von 400 mm bis 600 mm angefragt. Dadurch beansprucht die Einheit möglichst wenig Stellfläche und passt sich den oftmals schwierigen Geometrien im Produktionsumfeld an.

„Wir sehen am Markt aktuell einen besonders hohen Bedarf an flexiblen Schranklösungen, die andere Hersteller so nicht anbieten. Auf der Grundlage unseres neuen modularen Systems können wir mit unseren Kunden nun direkt über ein fertiges Produkt sprechen, ohne bei jeder Anfrage ein neues Gehäuse zu entwickeln“, erläutert Michael Weber, Bereichsleiter Vertrieb der Schäfer Ausstattungs-Systeme, die strategischen Hintergründe zur Umsetzung des IS-1. Die Montage der neuen Plattform für Industrie- und IT-Schränke ist schnell und einfach. Durch eine Steckkonstruktion werden die Ecken des Schrankes mit nur noch je einer Schraube verbunden. Spezielle Ösen an den Dachecken ermöglichen außerdem einen sicheren Transport vor. Ist der IS-1 fertig aufgebaut, verfügt er im Vergleich zu älteren Modellen mit 43 Höheneinheiten (HE) über mehr Platz für den Innenausbau. Außerdem bietet er ein größeres lichtes Maß in der Breite.

(bm)

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