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Montage und Handhabung

Elf Neuheiten von der Motek für Montage und Handhabung

| Redakteur: Jan Vollmuth

Auf der Motek wurden viele neue Produkte präsentiert. In unserer Rückschau finden Sie etwa neue Robotik- und Greiferlösungen, Portalroboter, Sensoren, Industriebandbunker oder Safety-Lösungen.

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Für die Leichtbauroboter von Universal Robots bietet Schunk ein abgestimmtes End-of-Arm-Programm, das elektrisch und pneumatisch gesteuerte Greifer, Schnellwechselmodule sowie Kraft-Momenten-Sensoren enthält.
Für die Leichtbauroboter von Universal Robots bietet Schunk ein abgestimmtes End-of-Arm-Programm, das elektrisch und pneumatisch gesteuerte Greifer, Schnellwechselmodule sowie Kraft-Momenten-Sensoren enthält.
(Bild: Schunk)

End-of-Arm-Programm für Cobots

Greiferspezialist Schunk zeigte auf Motek u.a. ein eigens für die Leichtbauroboter von Universal Robots ein abgestimmtes End- of-Arm-Programm mit Greifern, Schnellwechselmodulen, Kraft-Mo­menten-Sensoren und Inbetriebnahmetools, das von der Maschinenbeladung über kollaborative Szenarien bis zu Prüfanwendungen unterschiedlichste Applikationen ermöglicht. Im Herbst kommt mit dem Schunk EGL ein mechatronischer Großhubgreifer hinzu, der bei einem frei programmierbaren Hub von 42,5 mm pro Finger variable Greifkräfte von 50 N bis 600 N ermöglicht und für Handlingaufgaben bis 3 kg ausgelegt ist.

Flexible Lösungen für Roboter und Co.

Schmalz Leichtbaugreifer SLG: Die Konfiguration erfolgt online, intuitiv und ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.
Schmalz Leichtbaugreifer SLG: Die Konfiguration erfolgt online, intuitiv und ist innerhalb weniger Minuten abgeschlossen.
(Bild: J. Schmalz GmbH)

Die J. Schmalz GmbH zeigte auf der Motek das neue Greifsystem SLG: eine schnelle Lösung für individuelle Handlingaufgaben in sich dynamisch wandelnden Fertigungsumgebungen. Intelligent wird es auch in der manuellen Handhabung mit dem kollaborativen Seilbalancer SRBC. Darüber hinaus präsentiert der Vakuum-Experte Lösungen für Logistikprozesse, die kurze Handhabungszeiten erfordern. Für den neuen Leichtbaugreifer SLG hat Schunk in Zusammenarbeit mit trinckle 3D eine digitale Plattform entwickelt, über die Anwender schnell und intuitiv den für ihre Anforderung passenden Greifer erstellen können.

Modular aufgebaute Portalroboter

Fibro Läpple Technology hat ihren Achs- und Portalbaukasten um zusätzliche Baugrößen ergänzt.
Fibro Läpple Technology hat ihren Achs- und Portalbaukasten um zusätzliche Baugrößen ergänzt.
(Bild: Läpple AG)

Fibro Läpple Technology (FLT) hat ihren Achs- und Portalbaukasten um zusätzliche Baugrößen ergänzt. Der modulare Aufbau ermöglicht eine wirtschaftliche Realisierung kundenspezifischer Lösungen zur Be- und Entladung von Maschinen oder Bearbeitungszentren, für den Teiletransfer und Transport von Vorrichtungen und Werkzeugen. Der Baukasten besteht aus Linearportalrobotern (LGR), Flächenportalrobotern (AGR) und Auslegerportalrobotern (AGC) in jeweils sechs Baugrößen. Bodenachsen (LFA), Horizontalachsen (LHA) und Vertikalachsen (LVA) sowie neue Teleskopachsen (LVA-T) vervollständigen das System.

Ganzheitliche Systemlösungen

Anhand der Smart Factory zeigt Pilz, wie dank verteilter Intelligenz Automatisierungs- und Handlings-Aufgaben in einer modular aufgebauten Produktions-Anlage effizient und anwenderfreundlich gelöst werden können.
Anhand der Smart Factory zeigt Pilz, wie dank verteilter Intelligenz Automatisierungs- und Handlings-Aufgaben in einer modular aufgebauten Produktions-Anlage effizient und anwenderfreundlich gelöst werden können.
(Bild: Pilz)

Auf der Motek standen beim Automatisierer Pilz ganzheitliche Systemlösungen, die innovative Robotik einschließen, im Mittelpunkt. Auf dem Stand zeigte die Pilz Smart Factory, wie dank verteilter Intelligenz Automatisierungs- und Handlings-Aufgaben in einer modular aufgebauten Produktions-Anlage effizient und anwenderfreundlich gelöst werden können. Das Messepaket umfasste zudem ein umfangreiches Dienstleistungsangebot für alle Automatisierungsbereiche, die auch die Robotik einschließt. Das Modell der Pilz Smart Factory setzt sich aus insgesamt vier Modulen zusammen, die miteinander vernetzt als intelligente Produktionsstraße personalisierte Produkte fertigen. Dabei sind von der Sicherheitssensorik über die Antriebstechnik bis hin zur Steuerung und Robotik sämtliche Komponenten von Pilz. Teil der Pilz Smart Factory sind die Service Robotik Module: das Manipulator-, Steuerungs-, Bedien-, und Software-Modul. Auch das Dienstleistungs-Portfolio des Unternehmens war Thema in Stuttgart.

Industriebandbunker für konstanten Teilefluss

Mit der neuen Bandbunkergeneration der IBB-Serie von Afag lassen sich Komponenten bevorraten und automatisch nachfüllen.
Mit der neuen Bandbunkergeneration der IBB-Serie von Afag lassen sich Komponenten bevorraten und automatisch nachfüllen.
(Bild: Afag)

Mit den Industriebandbunkern der IBB-Serie bringt Afag eine neue Bandbunker-Generation auf den Markt. Anwender können mit diesen Nachfülleinrichtungen einen konstanten und exakt dosierten Teilefluss in Zuführ-, Wiege- oder Zählprozessen sicherstellen. Erreicht der Füllstand einer Zuführeinheit ein zu niedriges Level, werden automatisch Teile aus dem Bevorratungsbunker nachgefüllt. Die IBB sind mit einem ESD-tauglichen Transportband ausgestattet, das mit einer wasserabweisenden, schwarzen PU-Beschichtung versehen ist. Statische Aufladungen können damit bereits im Bunker abgeleitet werden.

Vom Greifer bis zum Master Gateway

Mit dem neuen End-of-Arm-Flansch der Zimmer Group können Greifer drahtlos angebunden werden.
Mit dem neuen End-of-Arm-Flansch der Zimmer Group können Greifer drahtlos angebunden werden.
(Bild: Zimmer Group)

Die Zimmer Group erweitert das Portfolio ihrer Greiferserien GEP2000, GPP/GPD5000IL und GEH/GED6000 und präsentiert einen neuen End-of-Arm-Flansch, mit dem Greifer drahtlos angesprochen werden können. Ebenfalls neu ist das Smart Communication Module, kurz SCM, ein Master Gateway, für IO-Link-Komponenten. Das neue hydraulisches Rotationsklemmelement DHS fixiert die Winkellage von Rotationsachsen und Drehtischen. Im Bereich Mensch-Roboter-Kollaboration erweitert die Zimmer Group ihr Portfolio um den Greifer HRC-03 mit Freedrive-Funktion für Universal Robots.

Neue High-Speed-Vierachser im Hygienic Design

Die Scara-Roboter von Stäubli werden auch in modifizierten Sonderausführungen für sensitive Umgebungen, wie für raue, feuchte, hygienische, aseptische Einsätze sowie für Reinräume und als ESD-Varianten verfügbar sein.
Die Scara-Roboter von Stäubli werden auch in modifizierten Sonderausführungen für sensitive Umgebungen, wie für raue, feuchte, hygienische, aseptische Einsätze sowie für Reinräume und als ESD-Varianten verfügbar sein.
(Bild: Stäubli)

Mit der Einführung der Scara-Baureihe TS2 setzt Hersteller Stäubli nach eigenen Angaben einen Meilenstein in der Robotikentwicklung. Die neuen Vierachser stehen für kürzeste Taktzeiten und wegweisendes Hygienedesign. Die Maschinen sind jetzt modular aufgebaut und verfügen erstmals über die JCS-Antriebstechnik, die bereits seit 25 Jahren bei den Sechsachsern zum Einsatz kommt und ausschlaggebend ist für den Performancezugewinn der TS2-Vierachser. Dank Hohlwellentechnologie ermöglicht sie laut Stäubli ein einzigartiges Reinraumdesign, bei dem außenliegende Leitungen endgültig der Vergangenheit angehören. Trotz gleicher Traglast und Reichweite sind die neuen Scaras erheblich kompakter und kommen mit einem deutlich geringeren Raumbedarf aus, erklärt das Unternehmen. Von den Robotern gibt es modifizierte Sonderausführungen für Pharma-, Medical- und Food-Einsätze sowie ESD-Varianten zum Schutz gegen die elektrostatische Aufladung. Die neue Roboterfamilie besteht aus insgesamt vier Mitgliedern. Alle TS2-Modelle können ohne Leistungsverlust mit lebensmittelverträglichem H1-Öl betrieben werden.

Große Robotik-Vielfalt und Peripherieprodukte aller Art

Mit einer ganzen Reihe von Neuvorstellungen startet Universal Robots (UR) in die Motek 2019.
Mit einer ganzen Reihe von Neuvorstellungen startet Universal Robots (UR) in die Motek 2019.
(Bild: Universal Robots)

Mit einer ganzen Reihe von Neuvorstellungen kam Universal Robots (UR) auf die Motek. In Stuttgart präsentiert der Anbieter kollaborativer Robotik eine hauseigene Innovation. Außerdem geben gleich mehrere Peripherieprodukte seiner UR+ Partner ihr Debüt. „Die Besucher dürfen sich auf besondere Premieren freuen. Unsere Cobots werden stärker und vielfältiger denn je auftreten“, so Helmut Schmid, Geschäftsführer der Universal Robots (Germany) GmbH und General Manager Western Europe. Am Stand waren diverse Applikationen zu sehen, darunter die neue Gecomer-Technologie von Innocise. Mittels einer haarigen, feinstrukturierten Oberfläche haften Objekte daran. Die Lösung kann im industriellen Umfeld passgenau zugeschnitten werden und benötigt weder Druckluft noch externe Stromversorgung. An einem weiteren UR3e erkennt eine 3D-Kamera O3D von IFM Electronic Größe und Lage von Objekten und befähigt den Cobot zum Sehen.

Pick-and-Place mit kollaborierenden Robotern

Auf der Motek wird Yaskawa auch seinen Motomini-Roboter zeigen.
Auf der Motek wird Yaskawa auch seinen Motomini-Roboter zeigen.
(Bild: Yaskawa Europe)

Wie sich die Effizienz im roboterbasierten Handling weiter steigern lässt, zeigte Yaskawa auf der Motek. Im Fokus stehen dabei MRK-fähige Hybridroboter, kompakte Highspeed-Roboter sowie innovative Programmier- und Bedienkonzepte. Darüber hinaus sind am Yaskawa-Stand anwendungsspezifische Antriebs- und Steuerungslösungen für Handlingapplikationen zu erleben. Eine Showzelle illustriert die Potenziale eines Motoman HC10 beim Palettieren: Der MRK-fähige Hybridroboter kann einfach und platzsparend in schutzzaunlose Sicherheitskonzepte integriert werden. Dabei lässt er sich besonders schnell und flexibel an verschiedene Pick-and-Place-Anwendungen anpassen, denn die Programmierung kann über den Roboterarm und durch den Einsatz des Smart Pendants erfolgen. Möglich machen dieses „Easy Teaching“ zusätzliche Funktionstasten in der Nähe des Flansches. In der gezeigten Showzelle kann ein sicheres Umschalten zwischen Industriegeschwindigkeit und kollaborierender Geschwindigkeit beim Einsatz von externer Sicherheitstechnik (z. B. einem Scanner) zur Maximierung des Outputs beitragen.

Sensor mit Laserschutzklasse 1

Der PT190420 von IPF Electronic ist einer der ersten Sensoren mit Laserschutzklasse 1 und mechanischer Reichweiteneinstellung.
Der PT190420 von IPF Electronic ist einer der ersten Sensoren mit Laserschutzklasse 1 und mechanischer Reichweiteneinstellung.
(Bild: IPF Electronic GmbH)

Der neue PT190420 von IPF Electronic ist laut Hersteller einer der ersten Lasersensoren mit gut sichtbarem Laserlichtfleck in der Laserschutzklasse 1, bei dem sich die Reichweite mechanisch, also mittels Schraubendreher, einstellen lässt. Der PT190420 besitzt einen Erfassungsbereich von 50 mm – 300 mm. Er eignet sich zur Abfrage von sehr kleinen Objekten bei gleichzeitiger Hintergrundausblendung. Zusätzlich zur Laserschutzklasse 1 bietet die Neuheit den Vorteil einer sehr einfachen Inbetriebnahme. Gegenüber den gängigen Teach-In-Verfahren wird die Tastweite des PT190420 über eine integrierte, mechanische Verstelleinheit und eine Signal-LED vorgenommen. Die mitunter zeitaufwendige Zuhilfenahme einer Bedienungsanleitung sowie weiterer Instruktionen sind somit nicht mehr erforderlich. Der PT190420 in Schutzart IP67 verfügt über eine hohe Schaltfrequenz von ≤ 2500 Hz, ideal für den Einsatz in schnelllaufenden Prozessen. Der um 270° drehbare Anschlussstecker des Lasersensors ermöglicht eine flexible Montage.

Integrierte Sicherheitslösung für höhere Maschinenverfügbarkeit

Bietet Einsparungspotenzial: die neue Safety Fieldbox von Schmersal und die Sicherheitszuhaltung AZM400.
Bietet Einsparungspotenzial: die neue Safety Fieldbox von Schmersal und die Sicherheitszuhaltung AZM400.
(Bild: Schmersal)

Die Schmersal Gruppe präsentiert eine integrierte Sicherheitslösung, die dem Anwender ein hohes Sicherheitsniveau, eine höhere Maschinenverfügbarkeit und deutliches Einsparungspotenzial bietet. Die Sicherheitszuhaltung AZM400 von Schmersal kann nun in Kombination mit der neuen Safety Fieldbox von Schmersal in einer Sicherheitskette an einen Profinet/Profisafe-Knoten angeboten. Damit muss nicht mehr jeder Zuhaltung einzeln mit einem Profinet-Interface ausgestattet werden. Die Safety Fieldbox unterstützt dank ihrer universellen Geräteschnittstelle mit M12-Stecker unterschiedlichste Sicherheitsschaltgeräte.

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